Radio Sundfunk Abo-Bereich
Schleswig-Holstein Hamburg Sport
Einloggen

Traumwetter lockt Jung und Alt raus auf die Eisflächen

Ben konnte mit seinen Freunden endlich wieder draußen Eishockey spielen / FOTO: DENNIS ANGENENDT
In diesem Beitrag: Burger Binnensee zu gefährlich Einzelne Ansprachen, aber alles entspannt Der erste echte Winter "Ich kann schon ein bisschen laufen" Eishockey ist heute Trendsport auf dem Eis Spontankauf auf eBay-Kleinanzeigen
Allgemein. Sonnenschein und klirrende Kälte - was gibt es da Schöneres, als sich draußen einmal so richtig auszutoben? Das dachten sich auch viele Fehmaraner*innen an diesem Wochenende. Endlich einmal zeigte sich der Winter von seiner guten Seite und lud zu Spiel und Spaß an der Waterkant ein - im wahrsten Sinne des Wortes.

Burger Binnensee zu gefährlich

Die Sonne über dem Burger Binnensee. Es gibt zwar eine Eisfläche, aber die ist trügerisch. / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Denn die Eisfläche speziell neben dem großen Sahrensdorfer Binnensee lud Jung und Alt zum Eisvergnügen ein. Hier kann es nämlich höchstens „fußnass“ werden, während der Burger Binnensee von Polizei und dem Ordnungsamt geräumt werden musste – dort ist bekanntlich der Salzwassergehalt zu hoch und deshalb die Gefahr zu groß, ins Eis einzubrechen.

Einzelne Ansprachen, aber alles entspannt

Polizei und Ordnungsamt haben ein Auge auf den Burger Binnensee. Foto: Thorsten Krappa

Etwa fünfzig Leute auf den Eisflächen wurden darauf hingewiesen, dass sie die coronabedingten Abstandsregeln nicht einhielten, diese zeigten sich jedoch nach polizeilicher Ansprache einsichtig. „Alles verlief ganz entspannt“, gab die Polizei anschließend bekannt, „auch bei den Leuten, die vereinzelt bei späteren Kontrollen noch angesprochen wurden.“

Der erste echte Winter

Auf der Eisfläche neben dem Burger Binnensee können Jung und Alt Schlittschuhfahren / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Auf der anderen Straßenseite des Burger Binnensees aber konnte man ausgelassen ins „Schlittschuhfieber“ verfallen. Darunter befand sich auch Falko Siering. Mit seiner Familie, Ehefrau Sarah und den Kindern Lars, Henning und Hanna nutzte er ebenfalls das winterliche „Kaiserwetter“ für einen Ausflug nach Burgtiefe: Schlitten, Schlittschuhe und heiße Getränke im Gepäck. „Die letzten Jahre sind wir immer nach Lübeck gefahren und waren dort auf den Eisbahnen unterwegs“, erzählt Falko Siering im Gespräch mit der OHP.

„Ich kann schon ein bisschen laufen“

Falko Siering (2. von rechts) mit seiner Familie. Dabei sind Henning, Sarah, Lars und Hanna (v.l.) / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Die Freude (nicht nur) bei den Kindern über ihren „ersten knackigen Winter direkt vor der Haustür“ ist groß. Er selber, erzählt Falko Siering, war heute das erste Mal überhaupt auf Schlittschuhen unterwegs. „Drei- oder viermal“ habe er sich dabei auf den Steiß gesetzt, bilanziert er lachend, „aber ich kann schon ein bisschen laufen.“

Eishockey ist heute Trendsport auf dem Eis

Auch für den zwölfjährigen Ben Panzer gab es eine Premiere: der erste richtige Winter, wo er auf Fehmarn „richtig“ Schlittschuh laufen kann. Endlich wieder einmal Mitschüler und Kids vom Handball treffen. Wenn auch nur zufällig, aber das tut dem Spaß bekanntlich keinen Abbruch.

Ben konnte mit seinen Freunden endlich wieder draußen Eishockey spielen / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Spontankauf auf eBay-Kleinanzeigen

„Den Schläger haben wir hier geliehen, die Schlittschuhe habe ich vor ein paar Tagen bei ebay Kleinanzeigen gekauft“, verrät seine Mutter. Auch die Familie Panzer nimmt die Lage und die damit verbundenen Auflagen sehr ernst.

Aber Bens Mutter zeigt sich froh und erleichtert, dass Ben endlich wieder Gelegenheit hat, unter Gleichaltrigen zu sein: „Für Einzelkinder ist die derzeitige Situation besonders schlimm“, findet sie, „da ist das Schlittschuhlaufen eine schöne Abwechslung, gerade in Zeiten des Homeschoolings.“

Jung und Alt machten sich am Sonntag auf den Weg zu den Eisflächen. / FOTO: DENNIS ANGENENDT
Dir gefällt dieser Artikel? – Es steckt viel Arbeit drin!
Wir bieten Ihnen und Euch exklusiven Journalismus. Bei uns stimmt die Qualität der Berichterstattung. Fake-News haben bei uns keine Chance. Wir sind rund um die Uhr im Bereitschaftsdienst. Im Journalismus gelten – wie in so vielen anderen Berufen – Sonn- und Feiertage nicht.
Warum wir das tun? Aus Überzeugung.
Weil wir diesen Anspruch an uns selber haben. Weil wir der Auffassung sind, dass gute journalistische Arbeit das eben verlangt. Weil wir es wichtig finden, Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu jeder Zeit – und das meinen wir wörtlich – möglichst schnell und umfassend zu informieren. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, das ganze Jahr über, auch an Sonn- und Feiertagen. Und weil wir mit Herzblut bei der Sache sind.
Unterstütze uns bei unserer täglichen Arbeit
JETZT SPENDEN
© 2020-2021 sundfunk.de