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Neue Gleichstellungsbeauftragte nimmt Arbeit beim Kreis Ostholstein auf

Anna-Theresa Boos tritt Nachfolge von Silke Meints an

Die neue Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ostholstein Anna-Theresa Boos (links) und die zum 30. November 2022 ausscheidende Silke Meints. / Foto: Kreis Ostholstein
Ostholstein. Am 1. November 2022 hat Anna-Theresa Boos ihre TĂ€tigkeit als Gleichstellungsbeauftragte beim Kreis Ostholstein aufgenommen.

Am 1. November 2022 hat Anna-Theresa Boos ihre TĂ€tigkeit als Gleichstellungsbeauftragte beim Kreis Ostholstein aufgenommen. Die formale Bestellung ist fĂŒr den kommenden Kreistag vorgesehen. Dies teilt am heutigen Donnerstag, dem 3. November 2022, der Kreis Ostholstein mit. „Ich freue mich sehr, dass wir mit Anna-Theresa Boos fĂŒr diese besondere Position eine kompetente und motivierte Frau gewonnen haben und wĂŒnsche ihr fĂŒr ihre neue Aufgabe alles Gute und viel Erfolg.“, so Landrat Reinhard Sager.

Freistellungsphase der Altersteilzeit

„Anna-Theresa Boos tritt dann ab Dezember die Nachfolge der jetzigen Gleichstellungsbeauftragten Silke Meints an, die zum 30. November 2022 nach dreißig Jahren eines herausfordernden Berufslebens, mit dem Auftrag die Gleichstellung von Frauen und MĂ€nnern voranzubringen, in die Freistellungsphase der Altersteilzeit geht“, heißt es seitens des Kreises.

Ab 1990 wurde die Stelle fest verankert

Vor 35 Jahren (1987) hat die Kreisverwaltung Ostholstein erstmals die Stelle der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten (GB), geschaffen und damals mit Christine Ewers besetzt. Damals handelte es sich noch um eine freiwillige Einrichtung des Kreises mit der Bezeichnung „Kommunale Stelle fĂŒr Frauenfragen“. Ab 1990 wurde die Stelle einer GB dann fest in der Gemeindeordnung verankert.

Nur zwei Stelleninhaberinnen in 35 Jahren

Christine Ewers fĂŒllte diese Stelle von 1987 bis 2016 als GB im Kreis aus. Zuerst war sie EinzelkĂ€mpferin, ab 1997 erhielt sie dann UnterstĂŒtzung durch Silke Meints im Rahmen des Jobsharings, die ihrerseits bereits seit 1991 Erfahrungen als Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Ratekau gemacht hatte. Seit 2017 ĂŒbt Silke Meints – nach Ewers` Ausscheiden – die Stelle in Vollzeit alleine aus. Die Arbeit der GB beim Kreis Ostholstein zeichnet sich durch große KontinuitĂ€t aus, was sicher auch dem Umstand zu verdanken ist, dass es nur zwei Stelleninhaberinnen in 35 Jahren gegeben hat.

Gleichstellung von Frauen und MĂ€nnern

Was haben die GB beim Kreis Ostholstein in diesen Jahren erreicht? Kernaufgabe der Gleichstellungsbeauftragten ist es, die Gleichstellung von Frauen und MĂ€nnern sowohl innerhalb der Kreisverwaltung als auch fĂŒr die Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises Ostholstein voranzutreiben. So fielen in die Amtszeit der GB u.a. der erste Frauenförderplan, die GrĂŒndung und Etablierung des Frauennotrufs oder des Frauenhauses Ostholstein e.V., das Projekt „KostenĂŒbernahme von VerhĂŒtungsmitteln“, der Frauenhaus-Neubau und die finanzielle Absicherung der Frauenprojekte Frauenhaus OH und Frauennotruf OH.

„Ein vielschichtiges Fach- und Erfahrungswissen“

„Auf Anna-Theresa Boos warten hier noch vielen Herausforderungen. Ich bin ĂŒberzeugt, dass sie die bisherigen Erfolge der Gleichstellungsarbeit kontinuierlich und zeitgemĂ€ĂŸ weiter ausbauen wird, sowohl innerhalb der Kreisverwaltung als auch außerhalb, unterstĂŒtzt durch ein großes gleichstellungspolitisches, regionales Netzwerk“, so Silke Meints. „Anna-Theresa Boos zeichnet sich durch ein vielschichtiges Fach- und Erfahrungswissen aus. Sie bringt die nötige Kompetenz mit, um die Gleichstellung von Frauen und MĂ€nnern voranzutreiben, neue Impulse zu geben und eigene Akzente zu setzen.“

Wichtige Projekte sollen fortgefĂŒhrt werden

Die neue Gleichstellungsbeauftragte freut sich auf ihre Arbeit: „Vorrangiger Aspekt meiner Arbeit ist bei allen Aufgaben die Umsetzung der Gleichstellung und der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und MĂ€nnern. Es ist mir wichtig, noch so viel wie möglich vom Erfahrungswissen von Silke Meints abzuschöpfen, damit wichtige Projekte fortgefĂŒhrt werden können“, möchte Anna-Theresa Boos den gemeinsamen Monat bis zum Ausscheiden von Silke Meints noch intensiv nutzen. „Aktuell steht das Kennenlernen der bisherigen Arbeit und der handelnden Personen, der Verwaltung, der Gremien und Netzwerke auf der Agenda. Die November-Sitzung des Gleichstellungsbeirats muss organisiert werden“.

„Es gibt noch viel zu tun“

So soll die Beauftragung der Bedarfsanalyse mit dem Ziel die Geburtshilfliche Situation zu verbessern begleitet und das Suse-Netzwerk Ostholstein weitergefĂŒhrt werden. Ebenso wird sich Anna-Theresa Boos weiterhin fĂŒr eine familienbewusste Personalpolitik der Kreisverwaltung einsetzen sowie fĂŒr die paritĂ€tische Besetzung von Gremien und um den weiteren Ausbau des Hilfesystems bei hĂ€uslicher und sexualisierter Gewalt kĂŒmmern. „Es gibt noch viel zu tun “, meint die neue Gleichstellungsbeauftragte.

Studium in Konstanz und Kiel

Die 32-jÀhrige Anna-Theresa Boos hat an der UniversitÀt Konstanz und der Christian-Albrechts-UniversitÀt zu Kiel Soziologie und Politikwissenschaft studiert und dieses Studium mit dem Masters of Arts abgeschlossen. Schon im Bachelor fokussierte sie sich auf soziale Ungleichheit, insbesondere Bildungsungleichheit, im Master mit dem Schwerpunkt der Wirkung von Netzwerken in verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Dozentin fĂŒr Soziologie

DarĂŒber hinaus verfĂŒgt die neue Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ostholstein ĂŒber Kompetenzen im QualitĂ€tsmanagement und ist Dozentin fĂŒr Soziologie. Sie bringt bereits Erfahrung als kommunale GB in BrunsbĂŒttel mit sowie als Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten Schleswig-Holstein. Ihre TĂ€tigkeiten beim Innenministerium Schleswig-Holstein runden ihr Profil ab.

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