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Montag, März 30, 2020
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Start Blaulicht Autofahrer flüchtet vor Polizeikontrolle und wird mit Hunden gesucht

Autofahrer flüchtet vor Polizeikontrolle und wird mit Hunden gesucht

Gestern sollte in der Geniner Straße in Lübeck ein Ford Mondeo kontrolliert werden.

Doch statt anzuhalten gab der Fahrer Gas und floh vor den Polizisten. Es folgte eine Verfolgungsjagd mit hoher Geschwindigkeit und Gefährdung vieler Verkehrsteilnehmer in Richtung Mecklenburg-Vorpommern.

Im Waldgebiet von Schattin prallte der Wagen gegen einen Baum und blieb stehen. Der Fahrer flüchtete zu Fuß. Der Beifahrer konnte vorläufig festgenommen werden.

Zur Suche nach dem Fahrer wurde ein Hubschrauber aus Schwerin sowie Diensthunde eingesetzt.

Am Dienstag gegen 18:30 Uhr wollten Beamte des 4. Polizeireviers einen Ford Mondeo in der Geniner Straße in Lübeck kontrollieren. Der Fahrer missachtete die Anhaltezeichen der Polizisten und floh mit über 100 km/h in Richtung Autobahn A 20 in Richtung Schattin (Mecklenburg-Vorpommern).

Auf der gesamten Fahrtstrecke (Geniner Straße, im Bereich der Kreuzung zur Malmöstraße / Geniner Straße, Baltischen Allee, Autobahn A20 ab der Anschlussstelle Genin in Richtung Groß Sarau, Rothenhusen, Schattin, Herrnburg, Schattin) kam es durch den Fahrer zu erheblichen Verkehrsverstößen mit teilweise konkreten Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer.

Auf der Autobahn fuhr der Wagen mittig zwischen den Fahrspuren und Fahrzeugen hindurch oder überholte von rechts. Jegliche Versuche mit dem Funkwagen den Flüchtigen zu überholen wurden von dem Fahrer unterbunden, in dem er jedes Mal auf die linke Fahrbahn herüberzog, sofern die Beamten aufschlossen. Auch der Einsatz des Stop-Sticks war aufgrund der Dynamik der Fahrt nicht zeitlich realisierbar.

Nach etwa 20 Minuten Verfolgungsjagd verlor der Fahrer auf einem Waldweg die Kontrolle über den Pkw verlor und verunfallte.

Der Fahrer flüchtete zu Fuß in das Waldgebiet hinein. Seine Personalien konnten durch den sichtlich mitgenommenen, 38-jährigen Beifahrer aus Lübeck ermittelt werden. Es handelt sich offenbar um einen 19-jährigen Mann mit Wohnsitz in Polen.

Bei dem Einsatz wurden mehrere Polizeiwagen aus Lübeck und Grevesmühlen, sowie ein Suchhund der Diensthundestaffel der Polizeidirektion Lübeck eingesetzt. Ein bereits von der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern aus Rostock-Laage angeforderter Hubschrauber mit Wärmebildkamera kam nicht mehr zu Einsatz.

Der Flüchtige wurde aufgrund der guten Beschreibung gegen 23:00 Uhr von Mitarbeitern des Stadtverkehrs Lübeck im Bereich ZOB gemeldet. Die alarmierten Polizisten konnten den Mann allerdings nicht mehr antreffen.

Im Kofferraum des Ford Mondeo konnten die Beamten diverse Werkzeuge vorfinden, welche sich als Einbruchswerkzeug eignen. Zudem fanden sie ein Katana-Schwert. Dieses japanische Schwert dürfte einen verbotenen Gegenstand nach dem Waffenrecht darstellen. Werkzeug, Schwert und Fahrzeug wurden sichergestellt. Der Wagen gehört nicht dem flüchtigen Mann. Es war aber zu dem Zeitpunkt nicht als entwendet gemeldet und die Kennzeichen zum Ford zugehörig.

Die Ermittlungen in dem eingeleiteten Strafverfahren werden auf der Polizeistation Moisling geführt. Es wird gebeten, dass sich die Geschädigten und mögliche Zeugen des Vorfalls unter 0451/1310 bei der Polizeistation Moisling oder auch bei jeder anderen Polizeidienststelle melden.

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