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Im Norden gelten von Sonnabend an strengere Corona-Regeln

Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holsteins. Marcus Brandt/dpa/Archivbild
Kiel (dpa/lno). Schleswig-Holstein verschärft die Corona-Regeln zunächst im Einzelhandel. Nur wer geimpft oder genesen ist, hat von Sonnabend an noch Zugang zu allen Geschäften. Weitere Einschränkungen folgen.

Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen ist, steht von Sonnabend an bei vielen Geschäften vor verschlossenen Türen. Einkaufen ist für diese Gruppe dann nur noch in Geschäften des täglichen Bedarfs möglich, wie Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. Die Verschärfung hatten Bund und Länder nach Beratungen am Donnerstag angekündigt. In Schleswig-Holstein sind noch rund 380.000 Menschen ungeimpft.

Der schleswig-holsteinischen Landesregierung sei ein bundesweit einheitliches Regelwerk wichtig, hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach den Beratungen gesagt. Weitere Einschränkungen im Norden sollen Mitte Dezember folgen. Dann soll die Besucherzahl bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen reduziert werden. Bei touristischen Übernachtungen sowie in Diskotheken, Clubs und Bars soll dann 2G plus gelten. Es erhalten nur Geimpfte und Genesene Zutritt und sie müssen zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen.

Dann gelten auch neue Kontaktbeschränkungen. Private Zusammenkünfte, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sind künftig auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes beschränkt. Kinder bis Ende des 14. Lebensjahres sind ausgenommen.

Um die 2G-Regel im Einzelhandel handhabbar zu machen, plant die Stadt Kiel im Fall von verbindlichen Einlasskontrollen, an Stationen gegen Nachweis blaue Bändchen auszugeben. Wer ein solches Bändchen habe, könne dann ohne weitere Kontrolle in die Geschäfte. «Ein Blick aufs blaue Band würde dann genügen», hatte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) dazu gesagt.

Die Zahl der Corona-Neuninfektionen je 100.000 Einwohner stagniert in Schleswig-Holstein seit einigen Tagen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag laut Landesmeldestelle bei 151,0, nach 152,2, am Vortag. Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz.

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