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Krankenstand im Norden deutlich gestiegen

Stifte liegen auf den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für Arbeitnehmer. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Kiel (dpa/lno). In Schleswig-Holstein haben sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Beschäftigte deutlich häufiger krankgemeldet als im ersten Halbjahr 2021.

In Schleswig-Holstein haben sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Beschäftigte deutlich häufiger krankgemeldet als im ersten Halbjahr 2021. Der Krankenstand sei bei ihren Versicherten um 0,7 Punkte auf 4,5 Prozent gestiegen, teilte die Krankasse DAK mit. Nach deren Angaben hatten Arbeitnehmer wieder so viele Fehlzeiten wie zuletzt vor der Corona-Pandemie. Jeder siebte Fehltag im Job sei auf eine Atemwegserkrankung zurückgegangen.

Corona verursachte 52 Fehltage pro 100 Versicherten, fast neunmal so viele wie im Vorjahr. An jedem Tag des Halbjahres waren von 1000 Beschäftigten 45 krankgeschrieben – nach 38 im ersten Halbjahr 2021. Die Krankenkasse hatte alle Krankschreibungen von mehr als 117.000 Versicherten ausgewertet.

Auf 100 Beschäftigte kamen den Angaben zufolge im ersten Halbjahr insgesamt 807 Fehltage, 120 Tage mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Grund für den Anstieg seien vor allem die vielen Atemwegserkrankungen gewesen, hieß es. Diese seien hinter Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychischen Erkrankungen die dritthäufigste Ursache für ein Fehlen wegen Arbeitsunfähigkeit.

«Die Firmen in Schleswig-Holstein sind im Grunde noch glimpflich davongekommen», analysierte der Leiter der DAK-Landesvertretung, Cord-Eric Lubinski. «Viele Bundesländer hatten von Januar bis Juni wesentlich mehr Corona-Fehltage als wir, Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel fast doppelt so viele.»

Beschäftigte in der Altenpflege fehlten in Schleswig-Holstein besonders häufig mit einer Krankschreibung bei der Arbeit. Sie hatten im ersten Halbjahr 2022 im Durchschnitt 1121 Fehltage je 100 Versicherten. In Kitas stieg die Zahl der Fehltage im Vorjahresvergleich von 751 Tagen auf 947.

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