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SPD fordert komplexe Betrachtung der Corona-Lage

Ein Gerät zur Messung der Vitalfunktionen steht in einem Behandlungszimmer. Frank Molter/dpa/Symbolbild
Kiel (dpa/lno). Für Konsequenzen aus der aktuellen Corona-Entwicklung muss aus Sicht der SPD im Kieler Landtag ein Bündel von Faktoren gewichtet werden.

Für Konsequenzen aus der aktuellen Corona-Entwicklung muss aus Sicht der SPD im Kieler Landtag ein Bündel von Faktoren gewichtet werden. «Natürlich muss die Inzidenz auch weiterhin eine zentrale Rolle bei den Überlegungen spielen», sagte Fraktionsvize Birte Pauls am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Zahl der Krankenhauspatienten und die Auslastung der Intensivkapazitäten seien wichtig. Hier gehe es aber nicht nur um den Anteil freier Betten, sondern auch um das zur Verfügung stehende Personal. «Was nutzt es, wenn 20 Intensivbetten frei sind, aber nur 5 davon betreut werden können?»

Auch die steigende Impfquote sei angemessen zu berücksichtigen, sagte Pauls. Hinzu komme die Frage der Immunität nach der Impfung. «Wenn die Auffrischungsimpfung nicht rechtzeitig kommt, was besonders wieder für zum Beispiel Ältere und Kranke wichtig ist, werden wir uns im Kreis drehen.»

Die Corona-Zahlen nehmen seit einiger Zeit in Schleswig-Holstein wie in ganz Deutschland wieder zu. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, stieg bis Donnerstag auf 11,6. Am Monatsanfang lag sie noch knapp über 3. Allerdings ist die Zahl der Krankenhauspatienten niedrig: In Kliniken wurden zuletzt sieben Covid-19-Patienten behandelt. Vier lagen auf der Intensivstation, von denen drei beatmet wurden.

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