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SPD fordert Wechsel der Impfstrategie in Schleswig-Holstein

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Zwei Kanülen liegen auf einem Tisch. Foto: Frank Molter/dpa/Aktuell
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Kiel (dpa/lno) – Die SPD hat das Anmeldeverfahren für Corona-Schutzimpfungen in Schleswig-Holstein kritisiert. «Wir befürchten, dass diejenigen, die wir gerade jetzt erreichen und schützen wollen, nach mehreren vergeblichen Terminversuchen einfach aufgeben», sagte die SPD-Sozialpolitikerin Birte Pauls am Dienstag. Ihre Fraktion werde in der Sondersitzung des Landtags am Donnerstag fordern, «dass das Land zum Einladungsverfahren übergeht».

Anmeldung über Telefon oder Internet

Bislang müssen sich Schleswig-Holsteiner im Internet oder über die Telefonnummer 116 117 für Impftermine anmelden. Am Dienstag waren die nächsten 15 000 Termine zur Erst- beziehungsweise Zweitimpfung nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Minuten vergeben.

Viele Ältere mit dem Verfahren überfordert

Die Homepage habe viele Menschen bereits nach kurzer Zeit auf den 12. Januar vertröstet, sagte Pauls. «Das führt zum Frust bei allen, die sich um einen Impftermin für sich oder ihre Angehörigen bemühen.» Zudem seien viele Ältere mit dem Verfahren überfordert, hätten keinen Internetzugang, könnten mit einem QR-Code nichts anfangen oder kämen bei der Hotline nicht durch.

Am 12. Januar neue Termine

Erst am 12. Januar (8.00 Uhr) können Schleswig-Holsteiner weitere Termine buchen. Zunächst sind über 80-Jährige, medizinisches Personal und Rettungskräfte an der Reihe. Die ersten 15 der 29 geplanten Impfzentren im Norden waren am Montag gestartet. Zuvor wurde seit dem 27. Dezember bereits in Altenheimen und Kliniken geimpft. Nach Ministeriumsangaben waren mit Stand Montag im Land etwa 11 000 Menschen gegen Covid-19 geimpft worden.