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Montag, September 28, 2020
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    Genehmigung widerrufen! Tierversuchslabor LPT muss schließen

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    Betriebserlaubnis von Versuchslabor widerrufen. Tierversuchslabor LPT bei Harburg muss schließen

    „Der Landkreis Harburg widerruft Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz. Anordnung hat sofortige Wirkung“ heißt es trocken in der Pressemeldung, welche Tierschützer in ganz deutschland jubeln lässt.

    Harburg widerruft Genehmigung für umstrittenes LPT-Labor

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    Der Landkreis Harburg hat mit sofortiger Wirkung die Erlaubnis der LPT (Laboratory of Pharmacology and Toxicology GmbH & Co. KG) nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 Buchstaben a) und b) Tierschutzgesetz am Standort in Mienenbüttel widerrufen.

    Paragraph 11 Abs. 1 Nr. 1 Buchstaben a und b TierSchG regelt die Erlaubnis, Wirbeltiere, die dazu bestimmt sind, in Tierversuchen verwendet zu werden, oder deren Organe oder Gewebe dazu bestimmt sind, zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet zu werden, zu halten. 

    Mit dem Widerruf wird der LPT diese Tierhaltung untersagt.

    „Nach gründlicher Prüfung kommt der Landkreis Harburg zu der Überzeugung, dass die Zuverlässigkeit des Betreibers nicht mehr gegeben ist.“ heißt es dazu in der Pressemeldung weiter.

    Widerspruch gegen Schließung des Tierversuchslabor möglich

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    Der Betreiber hat zwar noch die Möglichkeit Widerspruch einzulegen, dieser hat jedoch keine aufschiebende Wirkung, das Labor muss den betrieb bis zur endgültigen rechtlichen Klärung einstellen. Sie haben nun 2 Wochen Zeit, die Tiere an „geeignete Dritte“ weiterzugeben, wie es vom Landkreis Harburg heißt.

    SOKO Tierschutz atmet auf. Wenn auch nur kurz

    „Hunde und Katzen kommen frei. Jetzt sind Hamburg und Kiel am Zug.“ Schreibt die SOKO-Tierschutz in ihrer Veröffentlichung vom Freitagvormittag. „Nach Aufdeckung von Tierquälerei, Manipulationen an Studien und den größten Protesten der deutschen Tierschutzgeschichte zieht das Land Niedersachsen den Schlussstrich.“

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    Bilder von gequälten Tiere im Versuchlabor

    Die Bilder von verblutenden Hunden, Katzen im Müllsack und Gewalt gegen Affen schockierten die Menschen weltweit. „Ein einzigartiger Vorgang und ein fantastischer Erfolg des friedlichen Widerstandes gegen die grausamen und sinnlosen Tierversuche“, erklärt Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz zur Schließung des Labors.

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    Achtung! Das nachfolgende Video der SOKO Tierschutz zeigt zum Teil brutale Bilder.

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    Viele Tiere konnten schon aus Versuchslabor gerettet werden

    50 Katzen und zahlreiche Hunde konnten bereits gerettet werden. Die letzten 96 Hunde werden in Kürze folgen.

    Keine Rettung für die Affen im Tierversuchslabor

    Für die Affen kam jede Rettung zu spät. Sie wurden an einen niederländischen Versuchstierhändler verkauft. Insgesamt werden gut 200 Tiere freikommen.

    SOKO Tierschutz fordert die Schließung weiterer Labore bei Hamburg und in Löhndorf

    Da das „Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit“ LAVES und der Landkreis Harburg seinen Job gemacht hat, liegt der Ball nun bei Schleswig-Holstein. Wir erwarten uns von den dortigen Behörden, die anderen zwei Tierversuchslabore des LPT in Neugraben (Hamburg) und Löhndorf (SH)ebenfalls zu schließen. Auch von dort berichteten ehemalige Mitarbeiter von Quälerei und manipulierten Studien.

    SOKO Tierschutz erstattet Strafanzeige gegen Tierversuchslabor

    Die SOKO Tierschutz erstattete vor zwei Wochen Strafanzeige gegen die Verantwortlichen im LPT Labor in Schleswig-Holstein. „Eine Zeugin berichtete, dass dort Kaninchen ohne Grund unter Todesqualen sterben mussten, weil die Betäubungsmittel nicht ausreichend verabreicht wurden und bei einer Studie die hohe Sterberate von Ratten durch die Substanz vertuscht wurde. Es kann nicht sein, dass jemand, der als Risiko für Mensch und Tier eingestuft wird, jetzt einige Kilometer weiter in Hamburg und Schleswig-Holstein auf die Tiere losgelassen wird“, so der SOKO Tierschutz Sprecher.

    SOKO Tierschutz: Politik ist gefordert

    Die Tierrechtsorganisation erwartet von der Politik eine Kehrtwende in Sachen Tierversuche. Denn die schrecklichen Zustände waren lange unentdeckt geblieben und das System Tierversuch mit allen Folgen für Mensch und Tier ist außer Kontrolle. „Wir fordern von der Politik die Kontrollen der Tierlabore massiv zu verstärken, nur noch Personal mit abgeschlossener Ausbildung zu erlauben und dass alle Versuche genehmigt werden müssen“.

    Tierversuche sollen gestoppt werden

    Die Tierschützer fordern einen klaren Fahrplan zum Ausstieg aus den Tierversuchen. „Tierversuche sind sinnlos, teuer, gefährlich und grausam“, so die SOKO Tierschutz. Bisher werden Tierlabore nur alle paar Jahre, häufig mit Voranmeldung kontrolliert und die umstrittenen Giftigkeitstest müssen nicht einmal überprüft oder im Einzelfall genehmigt werden.


    beenhere

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