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Bund der Steuerzahler gegen städtischen Kredit für den HSV

Junge HSV-Fans stehen auf dem Platz und schwenken Fahnen mit dem HSV-Logo. Christian Charisius/dpa/Archiv
Hamburg (dpa). Der Bund der Steuerzahler erwartet, dass die Stadt Hamburg auch nach Anhörung von HSV-Finanzvorstand Thomas Wüstefeld dem Verein eine Bürgschaft für einen 13-Millionen-Euro-Kredit zur Sanierung des Volksparkstadions verwehrt.

Der Bund der Steuerzahler erwartet, dass die Stadt Hamburg auch nach Anhörung von HSV-Finanzvorstand Thomas Wüstefeld dem Verein eine Bürgschaft für einen 13-Millionen-Euro-Kredit zur Sanierung des Volksparkstadions verwehrt. «Wir hoffen, dass es bei dieser Haltung bleibt und keine Schlupflöcher gesucht werden. Es ist nicht Aufgabe der Steuerzahler, dem HSV aus einer selbstverursachten finanziellen Misere zu helfen», sagte die Vorsitzende Petra Ackmann in einem am Donnerstagabend nach der Sitzung verschickten Statement.

Hintergrund: Die Stadt hatte dem Fußball-Zweitligisten vor gut zwei Jahren das Stadion-Grundstück für 23,5 Millionen Euro abgekauft. Mit der Auflage, dass der HSV das Geld für die Arena-Sanierung verwendet. Nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie mit hohen Kosten und weniger Einnahmen wurde das Geld anderweitig ausgegeben – allerdings vor Wüstefelds Zeit. Da der 53-Jährige in diesem Zusammenhang ausweichend antwortete, will der Ausschuss nun auch den seit 2019 für den HSV tätigen Sportvorstand Jonas Boldt befragen. «Er wird ja über die genauen operativen Kosten Kenntnis haben», sagte SPD-Sprecher Milan Pein. Zumal der HSV auch 14 Millionen Euro Corona-Hilfe erhalten hat.

Wüstefeld hat HSV-Hauptsponsor HanseMerkur als Kreditgeber geworben, sucht aber noch Bürgen und ist – neben der Stadt – «auch mit anderen Partnern im Gespräch». Er betonte, dass der HSV zehn Millionen Euro für das «erste von drei Maßnahmenpaketen» für den laufenden Spielbetrieb selbst aufbringen werde. Die 1998 umgebaute Arena muss renoviert werden, um als Spielort für die EM 2024 im Rennen zu bleiben. Die weitere Maßnahmenpakete beträfen die EURO und müssten deshalb nicht unmittelbar umgesetzt werden, betonte Wüstefeld.

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