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Raus aus dem Winterquartier: Alsterschwäne sind zurück

Ein Schwan setzt zum Start an. Christian Charisius/dpa/archivbild
Hamburg (dpa/lno). Sie sind wieder da. Nach fast einem halben Jahr in ihrem Winterquartier dürfen die Hamburger Alsterschwäne wieder ausschwärmen. Die Tiere sind eines von Hamburgs Wahrzeichen. Zuletzt mussten sie unter einem großen Zelt ausharren.

Nach mehr als fünf Monaten schwimmen die berühmten Hamburger Alsterschwäne wieder gut sichtbar auf der Außenalster und ihren Zuflüssen. Die rund 120 weißen Tiere waren am Dienstag in Begleitung ihres sogenannten Schwanenvaters Olaf Nieß aus ihrem Winterquartier entlassen worden. Dabei hatten viele Schaulustige das Treiben von den Brücken und vom Ufer aus beobachtet.

Die Tiere werden nun ihre angestammten Brutplätze suchen und dort für Nachwuchs sorgen. «Wir hoffen, dass das alles gut funktioniert und sie die nötige Ruhe dafür haben», sagte Nieß der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Im vergangenen Jahr mussten sie und andere Wasservögel coronabedingt viele Störungen von Freizeitsportlern wie Stand-up-Paddlern hinnehmen.

Die Höckerschwäne verbringen die kalten Monate stets in ihrem Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich. Dort können sie, wenn nötig, gefüttert werden und das Gewässer bleibt auch bei niedrigen Temperaturen eisfrei. In diesem Winter lebten die Tiere zum Schutz vor der Vogelgrippe dort in einer kleinen Zeltstadt. Das habe wohl vielen Alsterschwänen das Leben gerettet, sagte Nieß dazu. «Wir haben einen kerngesunden Bestand auf die Alster hinaus gebracht.»

In Hamburg gilt seit November die Stallpflicht für Geflügel. Schwäne fallen nicht darunter. Der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz zufolge sind im vergangenen Jahr 15 Fälle und seit Jahresbeginn in Hamburg 28 Fälle von Geflügelpest bestätigt worden. Dabei waren ausschließlich Wildvögel und meist Möwen, Gänse und Bussarde betroffen. Derzeitigen Plänen zufolge soll die Stallpflicht in Hamburg im Laufe dieser Woche aufgehoben werden.

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