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Hertha BSC gegen HSV: Zurückhaltung gegen Ballbesitz

Eine Anzeigentafel im Olympiastadion zeigt vor einem Spiel die Fahne von Hertha BSC an. Sören Stache/dpa/Symbolbild
Hamburg (dpa/lno). Mit Hertha BSC und dem Hamburger SV treffen in der Relegation um den letzten freien Platz in der Fußball-Bundesliga zwei unterschiedliche Spielsysteme aufeinander.

Mit Hertha BSC und dem Hamburger SV treffen in der Relegation um den letzten freien Platz in der Fußball-Bundesliga zwei unterschiedliche Spielsysteme aufeinander. Der HSV will immer den Ball haben, sucht permanent die Offensive, erarbeitet sich zahlreiche Chancen, schießt viele Tore. Hertha ist zurückhaltender, verzeichnet nur 10,82 Torschüsse pro Partie (HSV 15,44) und trifft deutlich seltener: Die Mannschaft von Trainer Felix Magath begnügte sich mit 37 erzielten Toren, der HSV bringt es auf 67. Bei den Gegentoren zeigen sich die Hauptstädter anfällig (71), die Hamburger hatten mit 35 Gegentreffern die besten Hintermannschaft der 2. Liga.

Die Berliner überlassen gern dem Rivalen die Initiative (Ballbesitz 43 Prozent), der HSV will stets Chef auf dem Platz sein (63 Prozent). Die Norddeutschen belegen das mit 538 Pässen pro Partie, Hertha hinkt mit 370 deutlich hinterher, wie die Statistiken bei kicker.de und bundesliga.de belegen.

Welchen Aussagewert die Zahlen haben, lässt sich schwerlich sagen. Zum einen war das Spielniveau in der Bundesliga höher, die Gegenwehr größer als in der 2. Liga. Zum anderen haben die beiden Relegationsspiele am Donnerstagabend (20.30 Uhr/Sky und Sat.1) sowie am darauffolgenden Montag (20.30 Uhr/Sky und Sat.1) einen anderen Charakter als ein Punktspiel. «Relegation ist wie Pokal, und Pokal haben wir in dieser Saison ganz ordentlich gespielt», meinte HSV-Kapitän Sebastian Schonlau. Die Norddeutschen waren erst im Halbfinale am SC Freiburg gescheitert (1:3). Hertha musste schon im Achtelfinale raus.

Über die Stärken der Berliner wussten die Hamburger vor wenigen Tagen noch nicht viel. «Keine Ahnung, wie die spielen», hatte Schonlau nach dem letzten Saisonspiel am vergangenen Sonntag gesagt. Die Siegesserie von fünf Partien hat das Selbstbewusstsein der Hamburger aber wachsen lassen. Schonlau: «Ich glaub‘, da geht was.»

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