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Nur 3389 Hamburger Familien haben Baukindergeld bekommen

Zahlreiche Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch. Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild
Hamburg/Frankfurt/Main (dpa/lno). Der staatliche Eigenheim-Zuschuss greift in Hamburg bisher nur wenig. Die Hansestadt liegt bundesweit auf dem vorletzten Platz. Nur in Bremen kamen noch weniger Familien zum Zug.

Das Baukindergeld hat in Hamburg im Vergleich zu anderen Bundesländern kaum Anklang gefunden. Seit Beginn des Programms im September 2018 wurde der staatliche Eigenheim-Zuschuss bis Ende Februar in nur 3389 Fällen bewilligt. Das entspricht gerade einmal einem Prozent aller bundesweit 332 791 Zusagen, wie die Förderbank KfW auf Anfrage in Frankfurt mitteilte. Damit liegt Hamburg im Ländervergleich auf dem vorletzten Platz. Nur in Bremen sei die Zahl der Zusagen noch geringer.

Den Antrag stellt man innerhalb eines halben Jahres, nachdem man in sein neues Heim eingezogen ist. Letztmalig ist das am 31. Dezember 2023 möglich – allerdings nur, wenn die Verträge bis Ende März 2021 unterschrieben waren. Pro Kind gibt es 12 000 Euro, ausgezahlt in zehn Jahresraten zu je 1200 Euro. Insgesamt stehen 9,9 Milliarden Euro zur Verfügung.

Das Volumen des Baukindergeldes betrug in Hamburg bislang 72,3 Millionen Euro, bundesweit waren es den Angaben zufolge knapp 7 Milliarden Euro. Die mit Abstand meisten Baukindergeld-Zuschüsse flossen den KfW-Angaben zufolge in das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort wurden seit 2018 gut 69 008 Familien mit fast 1,5 Milliarden Euro gefördert.

An der Leistung gab es immer wieder Kritik. So hieß es etwa, das Baukindergeld feuere die Immobilienpreise weiter an oder es profitierten Familien, die das Geld eigentlich nicht nötig hätten. Nach Angaben der KfW haben die meisten Antragsteller ein oder zwei Kinder (85 Prozent) und ein durchschnittliches zu versteuerndes Einkommen von weniger als 50 000 Euro (75,3 Prozent).

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