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Christopher Street Day

250.000 Menschen beim Christopher Street Day in Hamburg

Der CSD im vergangenen Jahr in Hamburg. Markus Scholz/dpa/Archivbild
Hamburg (dpa/lno). Nach zwei Jahren mit pandemiebedingten Einschränkungen sind bei der Christopher Street Day (CSD)-Demonstration am Samstag nach Angaben der Veranstalter rund 250.000 Menschen durch Hamburg gezogen.

Nach zwei Jahren mit pandemiebedingten Einschränkungen sind bei der Christopher Street Day (CSD)-Demonstration am Samstag nach Angaben der Veranstalter rund 250.000 Menschen durch Hamburg gezogen. «Wir sind super zufrieden und unbeschreiblich glücklich», sagte der Sprecher des veranstaltenden Vereins Hamburg Pride, Manuel Opitz. Das Bedürfnis der Menschen, wieder auf die Straße zu gehen und sich lautstark für Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz einzusetzen, sei riesengroß gewesen.

Die diesjährige Demo stand unter dem Motto «Auf die Straße! Vielfalt statt Gewalt» und sollte auf die «zunehmende Hasskriminalität gegenüber queeren Menschen» aufmerksam machen, wie der Verein Hamburg Pride mitteilte. Den Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr in Hamburg 67 Straftaten von Hasskriminalität gegenüber Menschen der queeren Community polizeilich gemeldet – mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor.

Angeführt wurde die Demonstration unter anderem von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), der zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) und dem Queer-Beauftragten der Bundesregierung Sven Lehmann (Grüne). «Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität benachteiligt wird. Das gilt in Hamburg am Christopher Street Day und allen anderen 364 Tagen im Jahr», so Tschentscher.

Laut Hamburger Polizei gab es im Rahmen der Demonstration zunächst keine herausragenden Ereignisse. Der Christopher Street Day wird weltweit gefeiert. Die Bewegung geht auf Ereignisse im Juni 1969 zurück, als Polizisten in New York eine Bar in der Christopher Street stürmten und so einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transmenschen auslösten.

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