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Verdi und Hafenbetriebe setzen Tarifgespräche fort

Das Containerschiff «HMM Gdanks» der Reederei «HMM» liegt im Waltershofer Hafen am Container Terminal Burchardkai (CTA). Julian Weber/dpa
Hamburg (dpa). Sieben Verhandlungsrunden hatten Seehafenbetriebe und Verdi vergeblich um einen neuen Tarifvertrag gerungen. Das Ergebnis: Heftige Warnstreiks wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Nun ist in die Tarifrunde erst einmal wieder Ruhe eingekehrt.

Knapp zwei Wochen nach dem 48-stündigen Warnstreik der Hafenarbeiter haben die Gewerkschaft Verdi und die Hafenbetriebe am Mittwoch ihre Tarifgespräche wieder aufgenommen. Die bereits achte Verhandlungsrunde begann am Vormittag mit rund 90-minütiger Verspätung, wie ein Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) mitteilte. Gründe für die Verzögerung wurden nicht genannt.

Unmittelbaren Einigungsdruck haben beide Seiten am Mittwoch noch nicht. Zwar waren die letzten Runden im Juni und Juli von insgesamt drei Warnstreiks begleitet, mit denen Verdi zuletzt die Abfertigung von Schiffen für 48 Stunden lahmgelegt hatte. Allerdings gibt es schon weitere Gesprächstermine für den 10. und 22. August. Bis dahin sind nach einem Vergleich weitere Warnstreiks ausgeschlossen.

In dem festgefahrenen Streit beharrt Verdi angesichts der hohen Inflation von derzeit knapp acht Prozent auf einer Sicherung der Reallöhne für alle Beschäftigten. «Das ist nach wie vor das, was wir wollen», hatte Verdi-Verhandlungsführerin Maya Schwiegershausen-Güth der dpa gesagt. Die Gewerkschaft war mit einem Forderungspaket in die Verhandlungen gegangen, das nach Verdi-Angaben in der Spitze Lohnerhöhungen von bis zu 14 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten bedeutet.

Auf dem Tisch liegt aktuell ein Angebot der Arbeitgeber – bei allerdings 24 Monaten Laufzeit – mit 12,5 Prozent für die Containerbetriebe und 9,6 Prozent für konventionelle Betriebe. Für «Beschäftigungssicherungsbetriebe» in wirtschaftlichen Schwierigkeiten taxiert der ZDS das Angebot auf 5,5 Prozent.

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