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Corona-Ausbruch in JVA Itzehoe: 23 Menschen betroffen

Symbolbild/Pixabay
In diesem Beitrag: Verdacht auf mutierten Virus 31 Gefangene auf Quarantäne-Station Notwendigen Maßnahmen wurden ergriffen
Kiel/Itzehoe (dpa/lno). In einem Gefängnis in Itzehoe grassiert das Coronavirus. Dort sind 16 Gefangene und 7 Justizmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie das Justizministerium am Dienstag mitteilte.

Alle Gefangenen seien in Einzelzellen isoliert worden. Bei notwendigen Bewegungen würden sogenannte FFP2-Masken getragen. Die betroffenen Mitarbeiter befänden sich in häuslicher Quarantäne.

Verdacht auf mutierten Virus

Der Betrieb der Justizvollzugsanstalt soll vorerst im Zwei-Schicht-Betrieb weitergehen. Laut Gesundheitsamt besteht der Verdacht, dass es sich aufgrund des hohen Infektionsgeschehens um ein mutiertes Virus handeln könnte.

31 Gefangene auf Quarantäne-Station

Ende vergangener Woche war ein weiterer Gefangener in ein Gefängnis nach Kiel gebracht worden. Dort wurde er positiv getestet und umgehend in die Krankenstation in Neumünster verlegt. Schnelltests bei weiteren Gefangenen seiner Abteilung fielen negativ aus. 31 Gefangene wurden aber vorsorglich auf Quarantäne-Stationen in den Gefängnissen in Lübeck und Neumünster sowie Schleswig verlegt.

Notwendigen Maßnahmen wurden ergriffen

«Es wurden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um das Geschehen im Griff zu behalten und eine weitere Ausbreitung von Infektionen so gut wie möglich zu verhindern», sagte Justizminister Claus Christian Claussen (CDU). Der Vollzug in der Jugendarrestanstalt Moltsfelde in Neumünster wurde ausgesetzt, damit die Anstalt notfalls als Krankenstation dienen kann.

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