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Samstag, Dezember 5, 2020
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Landesregierung stellt Open-Source-Bericht im Landtag vor

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Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht: „Als Landesregierung sind wir in der Pflicht, die Daten der Bürgerinnen und Bürger zu schützen“

Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht hat heute (19. Juni) den neuen Bericht zur Nutzung von Open-Source-Software im Landtag vorgestellt. Die Landesregierung will die Abhängigkeit der Verwaltung von einzelnen Softwareanbietern mit dominierender Marktmacht verringern und die digitale Souveränität des Landes stärken.

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„Mit der Umstellung auf Open-Source zündet Schleswig-Holstein die nächste Stufe der Digitalisierung. Wir werden unabhängiger, zukunftsorientier und ökologischer“, kommentierte Jan Philipp Albrecht im Landtag. „Als Landesregierung sind wir in der Pflicht, die Daten der Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Mit einem flächendeckenden Wandel hin zu Open-Source-Anwendungen erarbeiten wir uns Sicherheit und werden selbstbestimmter im Handeln“, so Albrecht weiter.

Von den ca. 25.000 Landesmitarbeitern und -mitarbeiterinnen in der Verwaltung werden neben fachspezifischen IT-Verfahren überwiegend Microsoft-Produkte für die tägliche Büroarbeit genutzt. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,5 Mio. Euro pro Jahr. Schleswig-Holstein hat bereits den Rahmenvertrag mit Microsoft um die MS-Office-Produktlinie reduziert, friert damit seine MS-Office-Lizenzen ein und spart in den nächsten fünf Jahren 6,8 Mio. Euro. Ab 2025 sollen nach der Umstellung jedes Jahr weitere 1,7 Mio. Euro gespart werden. Das Zentrale IT-Management (ZIT) hat zur Vorbereitung dieser Umstellung mit Dataport bereits Dienstleistungen rund um LibreOffice aufgebaut und LibreOffice auch mit dem in der Verwaltung grundlegenden E-Akte-System verbunden. Nun soll LibreOffice sukzessive flächendeckend an den Arbeitsplätzen der Landesregierung eingeführt werden. Dazu plant das Ministerium ausführliche Umschulungen.

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Als Digitalisierungsminister blickt Jan Philipp Albrecht optimistisch auf diese Umstellung: „Der Umstieg soll niemanden überfordern, weshalb wir ein umfangreiches und langfristiges Schulungsprogramm entwickeln werden. Mit Expertinnen und Experten auf jedem Flur oder Kontaktpersonen für Menschen im Homeoffice erhoffen wir uns einen benutzerfreundlichen Übergang, den wir als moderne Verwaltung auch gut meistern werden.“ Dabei ist Schleswig-Holstein das erste Land, das diesen Ansatz für die gesamte Verwaltung verfolgt.

Ein positiver Nebeneffekt des Umstiegs auf Open-Source-Anwendungen ist beispielsweise ein geringerer Energieverbrauch, der sich in die Vorhaben der Landesregierung in Sachen Green-IT einreiht. Nach Untersuchungen des Umweltbundesamtes verbraucht ein herstellergebundenes Textverarbeitungsprodukt im Gegensatz zu einem Open-Source-Produkt das 3,5-fache an Energie. „Wir haben die Chance, bei jedem Speichern eines Dokumentes Energie zu sparen. Das ist ein sehr wichtiger Nebeneffekt von Open-Source. Wir können die Produkte so optimieren, wie wir sie als Land brauchen“, sagte Albrecht.

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