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Dienstag, Januar 26, 2021
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„Lockdown light“ ab Montag in Kiel

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Der Anstieg der Neuinfektionen an COVID-19 in der Landeshauptstadt Kiel ist im Vergleich zu anderen Kommunen in Schleswig-Holstein nach wie vor relativ gering. Dennoch gelten auch in Kiel ab Montag, 2. November, jene Maßnahmen, die Bund und Länder gemeinsam im Kampf gegen die bundesweit zunehmenden Infektionen beschlossen haben.

Corona-Zahlen in Kiel am Mittwoch

Am Mittwoch, 28. Oktober, verzeichnete das Amt für Gesundheit 88 an COVID-19 infizierte Personen. Acht Patientinnen davon sind hospitalisiert.

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Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 29,6 Fällen je 100.000 Einwohnerinnen. Sie ist damit leicht gestiegen, liegt aber unter der kritischen Schwelle von 50 beziehungsweise 35 Fällen je 100.000 Einwohnerinnen. In Quarantäne oder Isolierung sind zurzeit 462 Personen.

Seit dem 10. März 2020 wurden in Kiel damit 619 Erkrankungen gemeldet. Darunter waren 323 Frauen und 296 Männer. Der Altersdurchschnitt liegt bei 42 Jahren (Mittelwert). Zwölf Kielerinnen werden als Verstorbene mit einer COVID-19-Erkankung gezählt.

Neue Einschränkungen sind hart

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Auch wenn in Kiel die Infektionszahlen im Vergleich zu vielen anderen bundesdeutschen Kommunen weniger dramatisch sind, wird das Virus auf Dauer keinen Bogen um uns machen“, so Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. „Maßnahmen, die bundesweit ab Montag gelten, werden auch in Kiel umgesetzt. Die neuen Einschränkungen treffen uns auch in Kiel hart. Viele Gastronominnen, Kulturschaffende und Hoteliers fragen sich, ob sie die Krise wirtschaftlich überleben können. Auch die Beschränkungen des Alltags sind gravierend. Da müssen wir jetzt gemeinsam durch – mit der Solidarität, die wir schon im Frühjahr gezeigt haben.“

Weihnachtsmärkte werden abgesagt

Die Weihnachtsmärkte werden abgesagt. Anders als im Frühjahr werden Rathaus, Bürgerämter, Schulen und Kindergärten nicht geschlossen. Feuerwehr, Polizei und Kliniken sind auf eine zweite Welle auch in Kiel gut vorbereitet.

KVG fährt regelmäßig weiter

Die KVG fährt auch im November die volle Leistung gemäß Fahrplan mit allen Linien. Es gibt keine Einschränkungen. Bei Bedarf setzt die KVG für den Fall, dass es zu eng im Fahrgastraum wird, nach ihren Möglichkeiten Einsatzwagen ein. Die Haltegriffe in den Bussen werden bereits seit längerem jede Nacht desinfiziert. Mit einem Heizdampfgerät kann die KVG zusätzlich die Sitzflächen in den Bussen desinfizieren. Fahrzeuge können des Weiteren mit Ozongeneratoren behandelt werden. Auch bei der Schlepp- und Fährgesellschaft gibt es keine Einschränkungen. Der Winterfahrplan wird eingehalten.

Kitas und Schulen bleiben geöffnet

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Kindergärten und Schulen bleiben mit den entsprechenden Hygienekonzepten geöffnet. Geschäfte werden anders als im Frühjahr nicht geschlossen.

Die Seniorinneneinrichtungen und Pflegeheime bleiben für Besucherinnen weiter zugänglich. „Gemeinsam mit den Einrichtungen ist es uns gelungen, ein zwar aufwendiges aber sehr gutes Hygienekonzept zu entwickeln, mit dem wir eine vollständige soziale Isolation der Bewohnerinnen verhindern“, sagt Gesundheitsdezernent Gerwin Stöcken. „Mir ist es ein großes Anliegen, dass das so bleibt: Wir haben in den letzten Monaten vielfältig die Erfahrung machen müssen, wie wichtig soziale Kontakte zu Angehörigen und Freundinnen, auch untereinander, sind. Zusätzliche ehrenamtliche Kräfte aus dem Ehrenamtsbüro NetteKieler werden hier helfen, diese Kontakte aufrechtzuerhalten.“

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