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Midyatli für schärfere Corona-Maßnahmen im Arbeitsbereich

Serpil Midyatli (SPD), SPD-Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild
In diesem Beitrag: Begründung vom Arbeitgeber wenn Beschäftigte nicht ins Homeoffice können Verschärfter Lockdown bis 31. Januar Weitere Verlängerung sinnvoll
Kiel (dpa). Schleswig-Holsteins SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli hat Verschärfungen der Corona-Maßnahmen im Arbeitsumfeld gefordert. «Dort können Kontakte noch stärker reduziert werden», sagte Midyatli am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Sie verwies auf Daten der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, wonach mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland von Zuhause arbeiten könnten. Aktuell mache das weniger als ein Fünftel. «Deshalb brauchen wir für die nächsten Wochen eine Homeoffice-Pflicht.»

Begründung vom Arbeitgeber wenn Beschäftigte nicht ins Homeoffice können

Natürlich sei in einigen Berufen Heimarbeit unmöglich. «In vielen Unternehmen wird aber noch ohne zwingende Gründe auf Anwesenheit gepocht», sagte Midyatli. In Zweifelsfällen sollten Arbeitgeber deshalb eine Begründung vorlegen müssen, wenn sie ihre Beschäftigten nicht ins Homeoffice schicken.

Verschärfter Lockdown bis 31. Januar

Am Dienstag wollen die Regierungschefs von Bund und Ländern über eine mögliche Verschärfung der Schutzmaßnahmen sprechen. Ein bereits verschärfter Lockdown ist bisher bis zum 31. Januar vorgesehen.

Weitere Verlängerung sinnvoll

Zwar seien die Inzidenz-Werte in den vergangenen Tagen gesunken, sagte Midyatli. «Trotzdem halte ich eine weitere Verlängerung des Lockdown für sinnvoll.» Selbst wenn in einigen Regionen im Norden der Wert 50 bei Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erreicht werden könne, gelte das nicht für alle Bundesländer. «Zudem kann eine Verlängerung der Beschränkungen die Ausbreitung der mutierten Form des Virus in Deutschland begrenzen.»

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