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Fluss und Behörde: Wasser- und Schifffahrtsamt Elbe entsteht

Das Baggerschiff "Bonny River" fährt auf der Elbe. Daniel Bockwoldt/dpa
Dresden/Magdeburg/Lauenburg (dpa). Für die mehr als 600 Elbe-Kilometer von der tschechischen Grenze bis nach Hamburg gibt es nun ein Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.

Für die mehr als 600 Elbe-Kilometer von der tschechischen Grenze bis nach Hamburg gibt es nun ein Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Das WSA Elbe ist aus den drei Ämtern in Dresden, Magdeburg und Lauenburg entstanden und seit Donnerstag offiziell in Betrieb. Für die Länder und die Schifffahrtstreibenden an der Binnenelbe gebe es nun einen Ansprechpartner für die unterschiedlichen Belange, sagte der Leiter des neuen WSA Elbe, Tjark Hildebrandt, in Magdeburg. «Letztendlich macht Hochwasser oder Niedrigwasser vor keinen Amtsgrenzen Halt.»

Zu den Aufgaben des WSA Elbe mit seinen rund 800 Beschäftigten gehören neben dem Schifffahrtsbereich auch die Unterhaltung der Wasserstraßen, der Bau und die Gewässerkunde. Ökonomie und Ökologie sollen dabei zusammengedacht werden, hieß es. Die bisherigen Standorte Dresden, Magdeburg und Lauenburg bleiben bestehen und übernehmen jeweils inhaltliche Schwerpunkte.

Das WSA Elbe ist den Angaben zufolge auch für die Nebenflüsse Saale und Ilmenau sowie für das Wasserstraßenkreuz Magdeburg zuständig. Hinzu kommen der Elbe-Lübeck-Kanal, die von Wassertouristen stark genutzte Müritz-Elde-Wasserstraße und die Störwasserstraße. Auch 47 Schleusenkammern und 51 Wehranlagen, darunter das Wehr Geesthacht, das längste regulierbare Wehr Deutschlands, gehört zum Aufgabenbereich, sowie rund 260 Kilometer Dämme und Deiche und 7000 Flussbuhnen.

Das WSA Elbe ist das größte von insgesamt 17 neuen Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern, die im Rahmen einer Verwaltungsreform entstehen. Bislang waren es 39 Ämter gewesen.

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