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Geflügelpest-Fälle jetzt auch in Dithmarschen. – Virus wandert Richtung Nord-Osten

Geflügelpest breitet sich weiter aus. / Grafik: Montage/OH-Presse
In diesem Beitrag: Neun weitere Fälle der Geflügelpest festgestellt Anlass für extrem hohe Wachsamkeit Insgesamt 12 Fälle der Geflügelpest Geflügelpest auch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern Keine Nachweise bei Menschen
Schleswig-Holstein. Heute (2. November 2020) wurde Geflügelpest bei neun weiteren Wildvögeln, die in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen verendet aufgefunden wurden, nachgewiesen. Hierbei wurde neben dem Subtyp H5N8 als weiterer Subtyp H5N5 nachgewiesen, der parallel in der Wildvogelpopulation zirkuliert.

Neun weitere Fälle der Geflügelpest festgestellt

Eine entsprechende Bestätigung erhielt das Landwirtschaftsministerium aktuell vom Friedrich-Loeffler-Institut, dem nationalen Referenzlabor für Geflügelpest.

Anlass für extrem hohe Wachsamkeit

„Durch unser landesweites Monitoring seit Herbstbeginn sind die aktuellen Geflügelpest-Fälle und die derzeitige Ausbreitung entlang der Westküste frühzeitig entdeckt worden. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die schnelle und zielgerichtete Arbeit, insbesondere auch für die Einsätze am Wochenende“, sagte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht: „Die Befunde an der Westküste sind aber auch Anlass für extrem hohe Wachsamkeit im ganzen Land. Alle Geflügelhalterinnen und -halter sind aufgefordert, ihre Tiere zu schützen und die geltenden Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen.“

Insgesamt 12 Fälle der Geflügelpest

Nachdem am vergangenen Freitag im Kreis Nordfriesland erstmals im Jahr 2020 Geflügelpest bei drei verendet aufgefundenen Wildvögeln amtlich festgestellt wurde, ist das Geflügelpest-Virus aktuell im Bereich der Küste Nordfrieslands und Dithmarschens bei vier Nonnengänsen, drei Pfeifenten, einem Wanderfalken und einem Seeadler nachgewiesen worden. Damit liegen nun insgesamt zwölf bestätigte Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln vor. Im Kreis Nordfriesland gilt die Aufstallung von Geflügel nach der Geflügelpest-Verordnung in Küstennähe und in weiteren Wildvogelrastgebieten. Aufgrund der aktuellen Nachweise im Kreis Dithmarschen wird in Kürze auch hier die Aufstallung in definierten Gebieten angeordnet. Weitere Informationen hierzu stellen die Kreise zur Verfügung.

Geflügelpest auch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern

Neben Schleswig-Holstein haben auch Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln gemeldet. Hier wurde in Hamburg der Geflügelpest-Erreger des Subtyp H5N8 bei einer Wildente und in Mecklenburg-Vorpommern der Subtyp H5N5 bei einem Greifvogel nachgewiesen.

Keine Nachweise bei Menschen

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) machte deutlich, dass die festgestellten Virustypen bisher nicht bei Menschen nachgewiesen wurden.

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