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Jugendherbergen im Norden mit deutlich weniger Gästen

Ein Schild weist auf eine Jugendherberge hin. Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Hamburg (dpa/lno). Die Jugendherbergen in Schleswig-Holstein haben während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 einen deutlichen Rückgang von Gästen und Übernachtungen erlebt.

Die Jugendherbergen in Schleswig-Holstein haben während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 einen deutlichen Rückgang von Gästen und Übernachtungen erlebt. In die 39 Häuser im nördlichsten Bundesland kamen im vergangenen Jahr 76 637 Gäste, wie der Landesverband Nordmark des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) mit Sitz in Hamburg am Donnerstag mitteilte. 2019 waren noch 246 458 Gäste gekommen. Die Zahl der Übernachtungen sank von gut 778 000 auf etwas mehr als 243 000.

Besonders hart habe sich die Stornierung von Klassenfahrten ausgewirkt, die in normalen Jahren für rund 40 Prozent der Belegungen sorgen. Der Geschäftsführer des Landesverbands, Stefan Wehrheim, kündigte an, dass die Jugendherbergen den Schulen wieder als verlässlicher Partner zur Seite stehen werden, sobald die Lage das zulasse. «Nach diesen herausfordernden Zeiten wird es wichtiger denn je sein, das Miteinander der Klassengemeinschaften … zu fördern», teilte Wehrheim mit.

Die Jugendherbergen in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn), Schönberg (Kreis Plön), Plön und Niebüll (Kreis Nordfriesland) werden aktuell als Impfzentren genutzt. In mehreren weiteren Häusern gibt es Sondernutzungen etwa als Quarantänestation oder zur Unterbringung von angehenden Offizieren. Die Jugendherbergen in Büsum (Kreis Dithmarschen) und Wittdün auf Amrum (Kreis Nordfriesland) werden mit Hilfe von Sonderdarlehen des Landes modernisiert und sollen in diesem Frühjahr wiedereröffnet werden.

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