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SPD sucht Fahrer für Landeschefin Midyatli auf Minijob-Basis

Kiel (dpa/lno). Schleswig-Holsteins SPD sucht Fahrerinnen oder Fahrer für die Landesvorsitzende Serpil Midyatli auf Minijob-Basis.

Schleswig-Holsteins SPD sucht Fahrerinnen oder Fahrer für die Landesvorsitzende Serpil Midyatli auf Minijob-Basis. Das Team suche «zwei Hilfskräfte im Bereich Hausverwaltung sowie für Fahrten der Landesvorsitzenden», heißt es in einer Stellenanzeige der Partei. Es gebe bereits eine hohe einstellige Zahl an Bewerbungen, die Stellenanzeige sei deshalb nicht mehr aktuell, sagte Landesgeschäftsführer Götz Borchert am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die «Lübecker Nachrichten» darüber berichtet.

Die Hilfskräfte sollen neun Stunden die Woche arbeiten und 13 Euro die Stunde verdienen. «Etwa zwei Drittel der Arbeit sind in der Parteizentrale oder auf Veranstaltungen», sagte Borchert. Die Hilfskräfte bekämen auch ein Fahrsicherheitstraining. Die Routen sollen die Hilfskräfte selbstständig planen. Laut Ausschreibung gehört zu den Aufgaben aber auch die «Reinigung in der Landesgeschäftsstelle».

Hintergrund ist, dass Midyatli seit dem Wechsel an der Spitze der Landtagsfraktion zu Thomas Losse-Müller nicht mehr über Dienstwagen und Fahrer verfügt, die sie auch für Privatfahrten nutzen kann. Sie nutzt ihren eigenen Wagen für solche Fahrten. Einen Vollzeit-Fahrer gibt es bei der SPD seit Ende der 1990er Jahre nicht mehr. In der Vergangenheit hätten in Wahlkämpfen bereits Hilfskräfte als Fahrer fungiert, sagte Borchert.

«Volle oder Teilzeitstellen haben für uns Priorität und sind die Regel. In bestimmten Fallkonstellationen kann ein Mini-Job für Arbeitnehmer und Arbeitgeber attraktiver sein», sagte der Landesgeschäftsführer. Derzeit gebe es in der Partei zwei Minijobs.

Der Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner sagte den «Lübecker Nachrichten», solche Chauffeursstellen habe es in seiner Zeit als Landesvorsitzender nicht gegeben. «Das gab’s nur in Wahlkämpfen.»

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