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Mehr als fünf Jahre Haft für Messerattacke gefordert

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen angebracht. Oliver Berg/dpa/Symbolbild
Kiel (dpa/lno). Für eine Messerattacke nach einem Streit um die Nutzung eines Fußwegs in Kiel haben die Staatsanwältin und die Nebenklage am Donnerstag fünf Jahre und zwei Monate Haft für den 22-jährigen Angeklagten gefordert.

Für eine Messerattacke nach einem Streit um die Nutzung eines Fußwegs in Kiel haben die Staatsanwältin und die Nebenklage am Donnerstag fünf Jahre und zwei Monate Haft für den 22-jährigen Angeklagten gefordert. Zugleich beantragten sie beim Kieler Landgericht die Unterbringung des alkohol- und drogensüchtigen jungen Mannes in einer Entziehungsanstalt, teilte der Gerichtssprecher mit.

Der junge Mann hatte laut Anklage nach dem Streit dreimal von hinten auf einen 24-Jährigen eingestochen. Er habe sich damit des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht, sagte die Staatsanwältin. Der Verteidiger beantragte Freispruch wegen Nothilfe.

Der 22-Jährige hatte vor Gericht gestanden, dass er zustach. Er habe seinem Kumpel helfen wollen, den der 24-Jährige zuvor zu Boden geschlagen habe. Der 24-Jährige leidet nach eigenen Angaben noch immer an den Folgen der Messerattacke vom 12. August 2020. Dabei wurde seine Halsschlagader nur knapp verfehlt. Das Kieler Schwurgericht will das Urteil am Montag (11.30 Uhr) verkünden.

Den Plädoyers ging eine Verständigung zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidiger voraus. Für ein werthaltiges Geständnis wurde dem Angeklagten dabei eine Freiheitsstrafe von maximal fünf Jahren und drei Monaten zugesagt.

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