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Die Freiwillige Feuerwehr Meeschendorf auf Fehmarn zog Jahresbilanz

10 Einsätze, 5 Lehrgänge – und so manche Herausforderung

Wehrführer Björn Wilder zog Jahresbilanz. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF
In diesem Beitrag: Der erste Einsatz 2020 erfolgte in der Silvesternacht Ein sehr sensibles Thema in der Feuerwehr "Da geht einem ganz schön die Muffe..." Die Planungen fürs neue Gerätehaus laufen noch
Fehmarn. Einsatztechnisch war es mit insgesamt zehn Einsätzen ein eher unterdurchschnittliches Jahr - dennoch gab es Herausforderungen, die es zu meistern galt.

„Das Jahr 2020 war aus Sicht der Freiwilligen Feuerwehr Meeschendorf eigentlich kein besonderes Jahr“, zog Ortswehrführer Björn Wilder auf der Jahreshauptversammlung, die am Freitagabend (10. September 2021) im Dörfergemeinschaftshaus Meeschendorf stattfand, Bilanz. Coronabedingt habe die Wehr nicht viel erleben können: „Die Insel wurde dichtgemacht, gähnende Leere auf den Straßen und den Stränden, aber es war ausreichend Toilettenpapier zu kaufen, was will man mehr?“, schmunzelte er.

Der erste Einsatz 2020 erfolgte in der Silvesternacht

Einsatztechnisch war es mit insgesamt zehn Einsätzen ein eher unterdurchschnittliches Jahr – dennoch gab es Herausforderungen, die es zu meistern galt. Ein erster Einsatz, der schnell beendet werden konnte, erfolgte bereits in der Silvesternacht, wo ein Mülltonnenbrand gelöscht wurde. Vier Kleinbrände, einen Großbrand, einen See- und Wasserunfall, eine Personensuche, zwei Unwettereinsätze und eine sonstige Hilfeleistung galt es 2020 für die Kamerad*innen zu bewältigen. Verletzte auf Seiten der Einsatzkräfte gab es glücklicherweise keine.

Ein sehr sensibles Thema in der Feuerwehr

Übungsdienste und JHV standen auf dem Programm – dann kamen die pandemiebedingten Einschränkungen. „Man ging in dem Bereich Feuerwehr sehr sensibel mit dem Thema Corona um, denn wenn eine Kameradin oder ein Kamerad erkrankt oder infiziert gewesen wäre, wäre mit großer Wahrscheinlichkeit die ganze Feuerwehr in Quarantäne gesteckt worden und die kommunale Gefahrenabwehr nicht mehr einzuhalten gewesen“, stellte Björn Wilder heraus.

„Da geht einem ganz schön die Muffe…“

Am 18. Mai 2020 wurde die Meeschendorfer Wehr zum Großbrand bei „Calle`s Grenzshop“ gerufen, und zu einer Wasserrettung am Meeschendorfer Strand im August: Zwei Jugendliche waren mit einem Paddelboot sehr weit rausgepaddelt. Bei Eintreffen der Feuerwehr hatte die DLRG die Kinder bereits im Schlepptau. „Nach Aussage der Kinder waren sie niemals in einer Notsituation. Dennoch geht einem ganz schön die Muffe, wenn Menschenleben, insbesondere die von Kindern, in Gefahr sind“, blickte Björn Wilder zurück.

Die Planungen fürs neue Gerätehaus laufen noch

Insgesamt konnten einige Kamerad*innen trotz Coronabeschränkungen an immerhin fünf Lehrgängen (im Vorjahr waren es noch dreißig) teilnehmen: Motorsägenführung, Technische Hilfe 1 und 2, Truppführung Teil 1 und Verbandsführung. Die geplante Wochenendfreizeit, die ausfallen musste, soll nachgeholt werden, versprach der Ortswehrführer. Die Planungen fürs neue Gerätehaus laufen noch. Ende November wurde ein neues (gebrauchtes) MZF bestellt, das mittlerweile vor der Tür steht, zeigte er sich erfreut über die Anschaffung. Einen eindringlichen Appell richtete Björn Wilder an die Kamerad*innen, sich die Übungstermine in den Kalender zu schreiben, „damit wir uns weiterentwickeln können und auch in Zukunft eine schlagfertige Truppe sein werden.“

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