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Einsatzkräfte aus Schleswig-Holstein leisten humanitäre Hilfe

32 Fahrzeuge und 195 Einsatzkräfte aus S-H im Bereich Bad Neuenahr-Ahrweiler

32 Fahrzeuge und 195 Einsatzkräfte aus Schleswig-Holstein sind jetzt im Bereich Bad Neuenahr-Ahrweiler unterwegs. / Foto: Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein
In diesem Beitrag: Insgesamt 655 Einsatzkräfte mit 170 Fahrzeugen "Wir sagen hier auch schon ,moin' untereinander" Die Stabsleitung wechselte "Das ist ein humanitärer Einsatz" Erlebnisse lassen sich oft schwer verarbeiten
Fehmarn. Aktuell befinden sich 655 Einsatzkräfte mit 170 Fahrzeugen im Bereitstellungsraum Windhagen in Rheinland-Pfalz.

32 Fahrzeuge und 195 Einsatzkräfte aus Schleswig-Holstein sind jetzt im Bereich Bad Neuenahr-Ahrweiler unterwegs. Das entsprechende Gebiet befindet sich südlich der Ahr, rund um einen Kurpark. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gehören zu den am vergangenen Sonntag (25. Juli 2021) 655 neu angekommen Einsätzkräften. Sie lösten fast alle der rund 700 Freiwilligen aus Schleswig-Holstein ab.

Insgesamt 655 Einsatzkräfte mit 170 Fahrzeugen

Der Kontingentwechsel verlief reibungslos. / Foto: Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein

Der Kontingentwechsel verlief reibungslos. Aktuell befinden sich jetzt insgesamt 655 Einsatzkräfte mit 170 Fahrzeugen im Bereitstellungsraum Windhagen in Rheinland-Pfalz. „Das, was wir hier leisten, ist wertvoll“, erklärt Carsten Herzog, Leiter des mobilen Führungsstabes: „Wir merken das, wenn wir vor Ort sind. Die Menschen hier haben oft alles verloren und sind dankbar für jede helfende Hand.“

„Wir sagen hier auch schon ,moin‘ untereinander“

Dem pflichtet Windhagens Ortsbürgermeister Martin Buchholz bei, der sich herzlich für die „bespiellose Hilfeleistung“ aus dem Norden bedankte. „Eins haben wir in der vergangenen Woche gelernt: Wir sagen hier auch schon ,moin‘ untereinander“, fasste Martin Buchholz unter dem Applaus der Helferinnen und Helfer zusammen. Diese sind mittlerweile wohlbehalten zu Hause angekommen, berichtet der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein.

Die Stabsleitung wechselte

Einsatzleiter sind jetzt Carsten Herzog, Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Flensburg, und Thomas Köstler, Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Lübeck (v.l.n.r.). / Foto: Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein

„Die Ablösung der Kräfte lief problemlos ab. Sie waren in Teilkontingente unterteilt, die im Zwei-Stunden-Takt von Neumünster aus nach Rheinland-Pfalz starteten. Auch die Stabsleitung wechselte. Einsatzleiter sind jetzt Thomas Köstler, Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Lübeck und Carsten Herzog, Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Flensburg“, teilt der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein mit.

„Das ist ein humanitärer Einsatz“

Thomas Köstler, Leiter des mobilen Führungsstabes, betont: „Das ist ein humanitärer Einsatz. Wir sind für die Bevölkerung da, packen an, wo wir gebraucht werden und versorgen die Menschen mit warmen Mahlzeiten.“ Nach wie vor gibt es Gegenden, die von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten sind, gibt der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein zu bedenken. „So liefern täglich zwei Verpflegungseinheiten 1.500 Mahlzeiten von Windhagen aus in die Ortschaft Schuld. Zudem wurde das Team der psychosozialen Notfallversorgung um weitere sechs Seelsorger aufgestockt, die ausschließlich für die Bevölkerung da sind.“

Erlebnisse lassen sich oft schwer verarbeiten

Was die Helferinnen und Helfer im Einsatzgebiet erleben, lässt sich oft schwer verarbeiten. / Foto: Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein

Bereits seit vergangener Woche werden die Einsatzkräfte in Windhagen durch ein achtköpfiges Team betreut. Carsten Herzog weiß: „Das was unsere Helferinnen und Helfer tagtäglich im Einsatzgebiet erleben, lässt sich oft schwer verarbeiten.“ Die Unterstützung aus Schleswig-Holstein ist mit der Technischen Einsatzleitung Rheinland-Pfalz (TEL) abgestimmt. Ein  Verbindungsbeamter des norddeutschen Hilfskontingents befindet sich täglich in Ahrweiler vor Ort. Zwei weitere Bereitschaften (bestehend aus Feuerwehr, THW und Sanitätsgruppen) sind bereits mit je 16 Fahrzeugen in die Krisenregion aufgebrochen, voraussichtlich werden noch weitere Einheiten folgen.

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