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ZVO legte Sachstandsbericht zum Breitbandausbau auf Fehmarn vor

Die Stadt Fehmarn gehört zu den letzten sieben Gemeinden von 29

Torsten Hindenburg - Geschäftsbereichsleiter ZVO Breitband: „Wir hoffen insbesondere auf das Verständnis und die Unterstützung der privaten Grundeigentümer entlang der Trassen." / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF
Fehmarn. Die nächsten Schritte auf Fehmarn in Sachen Breitbandausbau: Parallel zu den Ausschreibungen sollen die Grunddienstbarkeiten an den Trassenabschnitten, die auf privaten Flächen realisiert werden können, eingeholt werden.

„Wir sind hier schon etwas verärgert wegen der schlechten Internetversorgung“, ergriff Werner Ehlers (CDU) die Gelegenheit auf jüngster Sitzung der Stadtvertretung, Kritik bei Frank Spreckls und Torsten Hindenburg anzubringen, die den Sachstandsbericht ZVO Breitbandausbau vorlegten.

Ziel 2023 ist an viele Voraussetzungen geknüpft

„Wir spüren den Druck“, räumte Frank Spreckls, seit Jahresbeginn ZVO Verbandsvorsteher, ein. „Ich werde mich bemühen, die Dinge gut voranzutreiben mit den Kommunen, bin gerne ihr Ansprechpartner als Teil der kommunalen Landschaft.“ Torsten Hindenburg, Geschäftsbereichsleiter Breitband, gab zu bedenken, dass der Erfolg an viele Voraussetzungen geknüpft sei, um das Ziel 2023 halten zu können.

„Wir spüren den Druck“, räumte ZVO Verbandsvorsteher Frank Spreckls ein. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

„Noch sind wir nicht über den Sund“

„Die bereits erfolgten Zwischenschritte kann man so beschreiben, dass das gesamte Arbeitspaket für den Aufbau des Glasfasernetzes in den unterversorgten Regionen von 22 der 29 Mitglieds-Gemeinden der Breitbandsparte bereits ausgeschrieben und beauftragt wurde. In vierzehn Gemeinden laufen zur Zeit gleichzeitig Tiefbau- und / oder auch die Glasfasermontagearbeiten“, so Torsten Hindenburg. Für die finalen sieben Gemeinden Fehmarn, Großenbrode, Gremersdorf, Ahrensbök, Neukirchen, Ratekau, Heringsdorf wurden die kompletten Arbeiten mittlerweile europaweit ausgeschrieben. Wenn die Ausschreibungen erfolgreich verlaufen, soll im November 2021 die Auftragserteilung erfolgen und in der ersten Jahreshälfte 2022 mit dem Ausbau begonnen werden. Noch ist die ZVO nicht „über den Sund“.

Deutliche Verknappung von Ressourcen

„Europaweit werden derzeit massiv Glasfasernetze ausgebaut, das führt zu einer deutlichen Verknappung von Planungs-, Bau- und Material-Ressourcen und natürlich auch zu einer erheblichen Überlastung der Genehmigungsbehörden“, fuhr der Geschäftsbereichsleiter ZVO Breitband fort: „Daraus resultieren längere Bearbeitungszeiten. Und auch die Pandemie hat Auswirkungen auf unser Projekt. Homeoffice, Hygieneauflagen und Kontaktbeschränkungen wirken sich auf sämtliche Prozesse aus.“

Die nächsten Schritte auf Fehmarn

„Die nächsten Schritte auf Fehmarn: Parallel zu den Ausschreibungen sollen die Grunddienstbarkeiten an den Trassenabschnitten, die auf privaten Flächen realisiert werden können, eingeholt werden. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben, die wir im Augenblick annehmen“, erläuterte Torsten Hindenburg. „Wir hoffen insbesondere auf das Verständnis und die Unterstützung der privaten Grundeigentümer entlang der Trassen. Dort können wir nämlich die Geschwindigkeit des Glasfaserausbaus durch den Einsatz des Kabelpflugverfahrens beeinflussen. Natürlich wird es auch eine Rolle spielen, wie ausgelastet Verwaltungen und Genehmigungsbehörden sind und welche Prioritäten dort gesetzt werden.“

Breitband für die Inselschule bis 2023?

„Burg ist ausgeklammert, hat die Inselschule die Chance, bis 2023 Breitband zu bekommen, oder muss ich mich an einen anderen Anbieter wenden?“, hakte Marco Eberle (DIE GRÜNEN) nach. Die Schulen im gesamten Kreis seien „extrem wichtig“, sah Hindenburg zwar durchaus die Dringlichkeit, „Burg ist aber tatsächlich ein schwarzer Fleck, hier wird immer aktuell überprüft, wie die technische Versorgungsmöglichkeit ist. Dass es Flaschenhälse gibt, weiß die Privatwirtschaft, deshalb bieten wir an, dass auf unser Netz zurückgegriffen werden darf.“

Torsten Hindenburg warb um solidarisches Verständnis

„Die ,3 von 5 Gruppe‘ hat viel gebracht, ist es dann nicht fairer, wenn wir die ein bisschen schubsen?“, wollte Lars Hviid (FWV) nichts unversucht lassen. Doch Torsten Hindenburg bat „um solidarisches Verständnis. Die Fairness muss auf 29 Gemeinden verteilt werden, und da ist mein Ansatz, möglichst schnellen Fortschritt für möglichst viele Leute durch technische Vorgaben zu erreichen.“

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