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Hohe Auszeichnung für Burgs Ortswehrführer Dirk Westphal

Dirk Westphal: Hervorragende Leistungen im Feuerwehrwesen

Gratulierten Ortswehrführer Dirk Westphal zu der Auszeichnung: Kai Fischer vom Kreisfeuerwehrverband Ostholstein (links) und Fehmarns Gemeindewehrführer Torsten Steffen. Im Hintergrund Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF
Fehmarn. Eine große Überraschung gab es auf der JHV der Freiwilligen Feuerwehr Burg auf Fehmarn für Ortswehrführer Dirk Westphal: Mit dieser Auszeichnung hatte er nicht gerechnet.

Er setzt sich stets aus tiefster Überzeugung zum Wohl „seiner“ Feuerwehr ein. Dafür wurde Burgs Ortswehrführer Dirk Westphal nun eine besondere Ehre zuteil. Doch zunächst machten es die Kameraden auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Burg auf Fehmarn, die am gestrigen Samstagabend (9. Juli 2022) im Burger Feuerwehrhaus stattfand, spannend.

„Am schönsten ist, wenn ein Wehrführer nicht weiß, was ihm blüht“

„Am schönsten ist immer, wenn ein Wehrführer nicht weiß, was ihm blüht. Deswegen haben wir überlegt, Mensch, was tun wir Dirk Gutes“, schmunzelte Gemeindewehrführer Torsten Steffen. Gemeinsam mit stellvertretendem Ortswehrführer Hauke Nerl und den Zugführern habe man überlegt, „dass wir auch  mal etwas für Dirk tun sollten. Denn man kann sagen: Es ist seine Feuerwehr.“

"Am schönsten ist immer, wenn ein Wehrführer nicht weiß, was ihm blüht", schmunzelte Fehmarns Gemeindewehrführer Torsten Steffen. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Gründungsmitglied der Burger Jugendwehr

Dann übergab er das Wort an Kai Fischer, Beisitzer im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbands Ostholstein, der die Auszeichnung im Auftrag des Kreisbrandmeisters vornahm – doch, um die Spannung zu erhöhen, erst einmal die Laudatio hielt. „Dirk Westphal trat am 23. März 1983 in die Jugendfeuerwehr Burg ein und war somit Gründungsmitglied. Am 5. Februar 1985 erfolgte der Wechsel in die aktive Feuerwehr Burg. Dass ihm trotz seines jungen Alters die Ausbildung der Jugendlichen sehr wichtig war, zeigte sich 1988 mit der Wahl zum stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart.“

Dirk Westphal formte eine starke Nachwuchsschmiede

„1991 wurde er Jugendwart und formte eine starke verlässliche Nachwuchsschmiede der Freiwilligen Feuerwehr Burg, wovon die Ortswehr auch heute noch zehrt“, blickte Kai Fischer zurück. Viele Kamerad/innen  schwärmen heute noch von der tollen Zeit in der Jugendfeuerwehr unter dem Jugendwart Dirk Westphal. 1996 wurde er zum Gruppenführer gewählt. Schon hier war ihm der Zusammenhalt, vor allem in seiner Gruppe, sehr wichtig. 2005 wählten ihn die Kamerad/innen zum stellvertretenden Ortswehrführer und schließlich 2017 zum Ortswehrführer.“

Kai Fischer hielt die Laudatio bei der Ehrung des Burger Ortwehrführers Dirk Westphals. Auch Gemeindewehrführer Torsten Steffen sprach ihm Dank und Anerkennung aus (v.l.n.r.). / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Er setzt sich stets für die Belange der Wehr ein

Dirk Westphal werde nicht müde, sich stets für die Belange der Wehr einzusetzen, momentan für ein neues Feuerwehrhaus, fuhr Kai Fischer fort. Und er habe immer ein Auge darauf, welche Materialien seinen Kamerad/innen die Arbeit erleichtern: „Dann ist es für ihn auch eine sinnvolle Anschaffung, sofern es mit dem Haushalt vereinbar ist.“

Kameradschaft wird für den Ortswehrführer groß geschrieben

„Hauptbrandmeister Dirk Westphal blickt auf eine über dreißigjährige Vorstandstätigkeit zurück. Drei Jahrzehnte, in denen er ständig seine Feuerwehr mitgestaltete und auch führte. Trotz dieser langen Zeit ist Dirk kein Stück Amts müde“, anerkannte Kai Fischer. „So hat er immer ein aufmerksames Auge auf seine Nachwuchsschmiede. Aber allem voran hat er einen scharfen Blick auf die Kameradschaft. Denn diese wird für Dirk großgeschrieben. Ihm ist der Zusammenhalt in seiner Wehr sehr wichtig. So organisiert er Kameradschaftsabende und Ausflüge, die für viele unvergessen bleiben. Dieser Zusammenhalt ist auch ein wichtiger Bestandteil dafür, dass seine Kameradinnen und Kameraden so aktiv sind – und trotz der vielen Einsätze für ihre Feuerwehr da sind – und bei ihr bleiben.“

Ein Vorbild für seine Kameradinnen und Kameraden

Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Dirk Westphal setze sich manchmal auch sehr lautstark für seine Dinge ein, „aber immer im Sinne und zum Wohl seiner Feuerwehr“, beschrieb Kai Fischer den Ortswehrführer. „Man kann mit Respekt sagen: Der Ortswehrführer Dirk Westphal lebt Feuerwehr. Er ist ein Vorbild für seine Feuerwehr und seine Kameradinnen und Kameraden. Er ist stets bestrebt, seine Feuerwehr auch voranzubringen. Daher ist Dirk Westphal würdig, heute mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet zu werden.“

Verdienste und Würdigkeit zählen

Die Stiftung und Verleihung des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes ist vom Bundespräsidenten genehmigt. Diese Auszeichnung wird für hervorragende Leistungen im Feuerwehrwesen verliehen. Die Anzahl der Verleihungen ist an eine bestimmte Quote gebunden. Bei der Stufe in Silber kann jährlich auf je eintausend Aktive der Feuerwehr ein Feuerwehr-Ehrenkreuz verliehen werden. Die vorherige Verleihung der Stufe Bronze ist dabei keine Voraussetzung. Diese Quoten stellen Richtlinien dar, die in besonderen Fällen überschritten werden können. Für die Verleihung des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes zählen ausschließlich Verdienste und Würdigkeit. „Der Deutsche Feuerwehrverband verleiht in Würdigung hervorragender Leistungen auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens Hauptbrandmeister Dirk Westphal das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.“

„Ich muss mich erstmal wieder ein bisschen sortieren“

Dirk Westphal, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Burg auf Fehmarn, war sichtlich gerührt. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

„Ich muss mich erstmal wieder ein bisschen sortieren“, zeigte Dirk Westphal sich im Anschluss an die völlig unerwartete Ehrung sichtlich gerührt. „Damit habe ich nicht gerechnet. Herzlichen Dank Allen, die daran beteiligt waren. Ich bin mehr als überrascht, mir fehlen ein bisschen die Worte“, sprach er seinen Dank aus. „Ich kann laut, wenig leise, das ist so. Es geht immer um die Sache, das Persönliche müssen wir ausklammern. Wir müssen die Dinge besprechen, viele dauern relativ lange, das lernen wir jetzt gerade wieder“, bezog er sich auf das erforderliche neue Feuerwehrhaus. „Wir hier auf Fehmarn: lasst uns zusammen reden und letztlich zielorientiert vorangehen.“

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