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Montag, Oktober 26, 2020
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    Fehmarn bekommt einen Absenktunnel durch den Sund

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    Der Bund hat einen Tunnel für rund 700 Millionen Euro beschlossen. Er soll den Straßen- und Schienenverkehr aufnehmen und so die Fehmarnsundbrücke entlasten.

    Nach vielen Monaten der Diskussion hat das Bundesverkehrministerium heute die Entscheidung zur zukünftigen verkehrlichen Situation am Fehmarnsund veröffentlicht. Wie der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) mitteilte, wird als neue Querung ein Absenktunnel errichtet. Auf diese Lösung haben sich alle beteiligten Akteure – neben dem Bund auch das Land sowie die Deutsche Bahn – geeinigt.

    Entscheidung zur neuen Fehmarnsundquerung gefallen: Es wird ein Absenktunnel. / Grafik: DB Netz

    Bahn spricht von einer „optimalen Lösung“ am Fehmarnsund

    Die Deutsche Bahn hatte ihren Favoriten für eine Sundquerung zwischen Fehmarn und dem Festland bereits früh gefunden und spricht in ihrer heute veröffentlichten Pressemeldung von einer „ptimalen Lösung für den Fehmarnsund“. Sie favorisierte von Anfang an einen Absenktunnel. Dieses kostet rund 700 Millionen Euro und erhält – ebenso wie der Bohrtunnel – den geliebten „Kleiderbügel“ auf die Insel.

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    DB-Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla: „Die Querung des Fehmarnsunds ist ein zentraler Baustein für mehr Verkehr auf der Schiene auf einer neuen europäischen Nord-Süd-Achse. Die neue Sundquerung ist leistungsfähiger als die bisherige und bewahrt zugleich mit dem Erhalt der Fehmarnsundbrücke ein touristisches Wahrzeichen. In die Variantenbewertungen flossen die Wünsche der Region ein.“

    Schon in der Planungsphase hat die DB Netze eine Visualisierung für eine Tunnellösung für den Fehmarnsund angefertigt.

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    Fehmarnsundbrücke bleibt offen und passierbar

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    Der Erhalt der denkmalgeschützten Fehmarnsundbrücke hatte immer oberste Priorität. Der neue 1,7 km lange Absenktunnel soll vier Fahrstreifen für die Straße sowie zwei Gleise für die Eisenbahn aufnehmen und rechtzeitig zur Inbetriebnahme der Festen Fehmarnbeltquerung fertiggestellt sein. Für den langsamen Verkehr sowie für Radfahrer und Fußgänger soll die bestehende Fehmarnsundbrücke aus dem Jahr 1963 erhalten bleiben. Sie wird dafür ertüchtigt und weitergenutzt.

    Die Inbetriebnahme ist für 2028 zusammen mit dem dänischen Tunnel geplant.

    Der Tunnel soll wosohl PKW- als auch Schienenverkehr aufnehmen. Grafik: DB Netz

    Eine gute Nachricht für Fehmarn

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    Ostholsteins Landrat Sager begrüßt die Entscheidung: “Das ist eine wirklich gute Nachricht“ sagte er. Auch, weil der Tunnel „unser Vorschlag war“, so Sager. In die Überlegungen spielte für den CDU-Abgeordneten auch der Lärmschutz rein.

    Unklar, wer für die alte Brücke verantwortlich ist

    Es gibt jedoch noch einige Dinge zu klären. Zum Beispiel ist die Frage nach den Kosten für die Instandhaltung der alten Brücke noch offen. „Der Kreis wird diese Kosten nicht übernehmen“, sagte Sager.

    Ingo Gädechens am 08.09.16 in Berlin im Deutschen Bundestag. / Fotograf: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)

    Dies ist eine sehr gute Nachricht für den Norden Ostholsteins

    Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens äußert sich zum Absenktunnel am Fehmarnsund. Über eine Pressemitteilung ließ er verlauten: „Dies ist eine sehr gute Nachricht für den Norden Ostholsteins. Es freut mich, dass das Bundesverkehrsministerium in seiner Abwägung die Stellungnahme und die Vorstellungen der Region sehr hoch gewichtet hat. Im Ergebnis erhalten wir genau die Lösung, die von uns gefordert wurde.“

    Der „Kleiderbügel“ als identitätsstiftendes Bauwerk

    So bleibe der „Kleiderbügel“ als identitätsstiftendes Bauwerk für Ostholstein und ganz Schleswig-Holstein erhalten. Das Verkehrs-Nadelöhr am Fehmarnsund werde aber zugleich durch den Bau eines Absenktunnels beseitigt. „Mit der Entscheidung sehe ich mich in meiner Herangehensweise bestätigt: Unter den gegebenen Bedingungen das Beste für die Region herausholen – das ist jetzt bei der neuen Fehmarnsundquerung in herausragender Weise gelungen!“

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