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Fehmarn
Freitag, Mai 29, 2020
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Fehmarns Bürgermeister schreibt erneut offenen Brief. – Mit besorgniserregenden Zahlen.

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Erneut hat Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber einen offenen Brief an die Bürgerinnen und Bürger der Insel geschrieben. Im letzten Schreiben ging es insbesondere um die direkte Corona-Situation auf der Insel um im Kreis Ostholstein. In diesem Schreiben geht es mehr um die wirtschaftlichen Auswirkungen, der Bürgermeister nennt auch Zahlen, welche besorgniserregend sind.

Hier der Brief im Wortlaut:

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„Die Geschehnisse rund um das ,Corona – Virus’ prägen unseren privaten und beruflichen Alltag. Die Lage verändert sich weiterhin, seit ich mich zuletzt an Sie gewandt habe, oftmals täglich, manchmal sogar stündlich. Und so schreibe ich Ihnen heute, Freitag, den 27. März erneut.

Eine Vielzahl von immer wieder neuen oder veränderten Rechtsvorschriften des Landes und des Kreises Ostholstein zur Corona – Krise generell, zur Nutzung von Nebenwohnungen oder nicht zuletzt zum Betretungsrecht für unsere Insel müssen innerhalb kürzester Zeit nachvollzogen, ausgelegt, insbesondere mit dem Kreis Ostholsteinteilweise mehrfach täglich besprochen und in der täglichen Praxis umgesetzt werden. Dies stellt eine große Herausforderung für die Landes- und Wasserschutzpolizei, die Feuerwehr, unsere Stadtverwaltung und den Tourismus-Service dar, der wir uns gemeinsam, vor allem in einem mehrfach wöchentlich tagenden Krisenstab, seit nun fast 14 Tagen in sehr partnerschaftlicher und konstruktiver Zusammenarbeit stellen – allen Beteiligten gilt mein ausgesprochener Dank!

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Am Mittwoch dieser Woche hat eine Besprechung mit den Parteien der Stadtvertretung stattgefunden, in der wir uns zur Situation ausgetauscht haben. Die Arbeit der politischen Gremien ruht zwar derzeit; sie kann und muss zu bestimmten notwendigen Entscheidungen allerdings weiterhin stattfinden, damit die Stadt Fehmarn durch die Corona – Pandemie nicht noch weitere Nachteile erleidet. 

Auch wenn selbstverständlich die Gesundheit der Menschen von zentraler Wichtigkeit ist, werden die wirtschaftlichen Folgen mehr und mehr in den Vordergrund treten. Die Vermieter und der Einzelhandel, aber auch viele andere Branchen spüren die Einschnitte bereits unmittelbar. Hier sind Bund und Land in besonderem Maße gefordert – erste Entscheidungen sind auf den Weg gebracht. Aber auch jeder Einzelne kann hier seinen Beitrag leisten, indem Sie Waren vor Ort oder regional online bestellen und Lieferservices in Anspruch nehmen.

Es gibt bereits ein großes Angebot von gewerblichen und ehrenamtlichen Einkaufshilfen und Lieferangeboten, über die Sie sich auf der Homepage des Tourismus – Service – Fehmarn (www.fehmarn.de Wichtige Informationen zur aktuellen Lage) informieren können. 

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Vielen Dank für Ihren Einsatz und Ihre Bereitschaft, Ihren Mitmenschen zu helfen und zur Seite zu stehen.

Auf der Homepage der Stadt Fehmarn unter www.stadtfehmarn.de veröffentlichen wir immer die aktuellsten Verfügungen und Erlasse, sowie Links, die Sie zu den Seiten der verschiedenen kurzfristig eingestellten Fördermöglichkeiten führen. Dies ist gerade für unsere Unternehmen sehr wichtig. Das Fehmare, die Tourist-Infos, der Yachthafen Burgtiefe und alle öffentlichen WCs (mit Ausnahme der Rathaustoilette während des Wochenmarktes) sind geschlossen. 

Dem Tourismus – Service ist bisher in vergleichsweise kurzer Zeit ein Verlust von ca. 300 000 Euro entstanden. Auch an der Stadt Fehmarnwerden die Ereignisse finanziell nicht spurlos vorübergehen, obwohl wir von einer sehr positiven Entwicklung in den Vorjahren profitieren.

Aufgrund meiner Verantwortung meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber in der Verwaltung und im Bauhof habe ich entschieden, dass bis auf weiteres in einem „Schichtdienst – Modell“ gearbeitet wird. Das dies innerhalb kürzester Zeit überhaupt gelingen konnte, ist der unermüdlichen Arbeit unserer Systemadministratoren, Michael Majewski und Wolfgang Bork, zu verdanken. Die Verwaltung ist für Sie in allen Bereichen dennoch weiterhin wie gewohnt, per Telefon und Email erreichbar. 

Ich stelle fest, dass Sie – liebe Bürgerinnen und Bürger – alle Institutionen, die auf unserer Insel mithelfen, die Krise zu meistern und auch meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese für uns alle neue Situation besonnen annehmen, sie tagtäglich bewältigen und in vielen Lebensbereichen „etwas zusammenwächst“, wovon wir auf Fehmarn auch nach der Krise noch profitieren werden! 

Bleiben Sie gesund!

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