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Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“

"Gewalt kommt nicht in die Tüte" - Auf dem Burger Wochenmarkt wurde an einem Infostand Präsenz gezeigt . / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF
Fehmarn. Gewalt gegen Frauen? Kommt nicht in die Tüte! Hier gibt es Hilfe: 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, kostenfrei. Auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Vertraulich und anonym.

„Gewalt kommt nicht in die Tüte.“ Unter diesem Motto beteiligte sich am gestrigen Mittwoch, dem 23. November 2022, die Stadt Fehmarn an der landesweiten Präventionskampagne, die alljährlich von der Bäcker-Innung und der Gleichstellungsbeauftragten initiiert wird.

Infostand auf dem Burger Wochenmarkt

Auf dem Burger Wochenmarkt wurde an einem Infostand Präsenz gezeigt und gemeinsam mit Fehmarns Gleichstellungsbeauftragter Evelyn Hamann-Didier verteilten stellvertretender Bürgermeister Heinz Jürgen Fendt, Bürgervorsteherin Marianne Unger, Asylkoordinator Kurt-Henning Marten, die Vorsitzende des Seniorenbeirats Francesca Caci Jahn, Thomas Börke (Inselbäckerei  Börke), Fachärztin für Rechtsmedizin Dr. med. Nadine Wilke-Schalhorst, Diplompsychologin Maeve Reichel (Frauenberatung), Lena Oeverdiek (Frauenhaus) und Sabrina Koch (Deutscher Kinderschutzbund und Familienzentrum) Brötchentüten mit den gespendeten Brötchen von der „Inselbäckerei Börke“ und standen für Fragen bereit.

Am Glücksrad konnten kleine Preise gewonnen werden. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

„Gerade auf Fehmarn gibt es viele Problemfälle“

„Ich finde diese Aktion ganz, ganz wichtig“, erklärt Fehmarns Bürgervorsteherin Marianne Unger. „Es ist ja so, dass gerade auf der Insel Fehmarn verhältnismäßig viele Problemfälle vorhanden sind. Das stellt sich immer wieder heraus, wenn man mit den Organisationen wie Frauennotruf oder auch Frauenhaus spricht, dass die Anfragen aus dem Nordkreis recht hoch sind. Von daher ist es ganz wichtig, dass wir die Frauen aufklären, wo sie Hilfe finden – und dass sie Hilfe finden“, fährt die Bürgervorsteherin fort. „ Dass wir uns auch hier auf der Insel engagieren. Dass die Frauen wissen, wo sie in Notsituationen Ansprechpartner/innen finden.“

Man muss nicht selber betroffen sein

„Ich finde das ganz wunderbar, dass heute mit diesem Stand noch mal auf die Probleme aufmerksam gemacht werden kann“, bezieht Marianne Unger deutlich Stellung. „Es ist ja letztendlich so, dass man gar nicht immer selber betroffen sein muss. Aber wenn man so einen Flyer hat, kann man auch mal Nachbarinnen helfen, wenn da irgendwelche Probleme auftreten. Es ist wichtig, dass man auch mal so einen Flyer weitergeben oder auch den betroffenen Frauen sagen dann: Pass auf, da und da findest du Hilfe. Und es ist einfach eine ganz tolle Aktion“, meint die Bürgervorsteherin.

Angst und Scham bei den Betroffenen

„Uns ist wichtig, mit dieser Aktion darauf aufmerksam zu machen, dass Gewalt an Frauen und Mädchen vor allem Angst und Scham verursacht bei den Betroffenen“, verdeutlicht Gleichstellungsbeauftragte Evelyn Hamann-Didier. „Wir wollen darauf aufmerksam machen und den Frauen Mut geben, dass sie nicht alleine sind, und es auch einen Weg aus dieser Gewalt heraus gibt. Deswegen sind wir heute hier“, zeigte sie sich erfreut darüber, „dass so viele unterstützende Helfer/innen dabei sind“.

Hier gibt es Hilfe

Hier gibt es Hilfe: 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, kostenfrei. Auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Vertraulich und anonym: Unter Telefon 080 00-116 016, oder im Internet unter www.hilfetelefon.de, auf dieser Seite gibt es auch einen Sofort-Chat. Die Beratung gibt es auch in Deutscher Gebärdensprache sowie in Gebärden-Schriftsprache.

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