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Donnerstag, Oktober 1, 2020
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    Start Lokal Fehmarn Großer Rettungseinsatz ohne zu Rettenden.

    Großer Rettungseinsatz ohne zu Rettenden.

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    Am Dienstagnachmittag, gegen 16:18 Uhr, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Westfehmarn und Dänschendorf (konnte auf Anfahrt abbrechen) mit der Meldung „Person im Wasser, Menschenleben in Gefahr“ nach Lemkenhafen auf Fehmarn alarmiert. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurden auch der Rettungsdienst der Wachen Petersdorf und Burg sowie der Notarzt alarmiert. Auch die Polizei war mit Kräften in den Einsatz eingebunden.

    Kiter sollte sich vor Lemkenhafen auf Fehmarn in Notsituation befinden

    Ein Kiter sollte sich in der Fahrrinne zum Hafen in Not befinden. Ein einlaufender Segler hatte dies aus der Ferne beobachten könnten und direkt den Notruf gewählt. Der Leitstelle gegenüber gab er an, dass sich der Kitesurfer wohl mit seinem Schirm in der Fahrrinnenmarkierung verfangen hätte.

    Feuerwehren im Inselwesten rücken mit 16 Einsatzkräften aus

    Die Freiwillige Feuerwehr Westfehmarn wurde zum Einsatz alarmiert. / FOTO: DENNIS ANGENENDT
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    Mit 2 Einsatzfahrzeugen und 16 Wehrfrauen- und Männern trafen die Feuerwehren kurze Zeit nach der Alarmierung in Lemkenhafen ein. Gemeindewehrführer Volker Delfskamp verschaffte sich zunächst vor Ort einen Überblick und beorderte dann 2 Kameraden, welche sich schon auf der Anfahrt mit entsprechenden Wasserrettungsanzügen ausgestattet hatten, zu den Stegen im vorderen Hafen. Hier stellte der Hafenmeister sein Boot zur Verfügung und fuhr die beiden Männer einige Meter zu der Stelle hinaus, an der sich der Kiter befinden sollte.

    „Als wir dort eintrafen, war kein Kiter in Not mehr zu sehen.“ erklärt Delfskamp den Einsatz. „Es waren zwar Sportler vor Ort, aber keiner war in Not gewesen. Weder jetzt, noch vorher.“

    Kiter konnte unverletzt und selbstständig das Wasser verlassen

    2 Feuerwehrleute tragen einen speziellen Wasserrettungsanzug. Die Spezialanfertigungen werden unter anderem auch auf Bohrinseln eingesetzt. / FOTO: DENNIS ANGENENDT

    Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass der gemeldete Kitesurfer selbstständig und unverletzt an Land kommen konnte. „Es ging in dem Fall wohl nur um das Segel, welches er nicht aufgeben wollte“, schildert der Gemeindewehrführer den Fall. Die beiden Feuerwehrmänner in den klobigen Rettungsanzügen konnten somit unverrichteter Dinge wieder an Land kommen, der Einsatz war für sie beendet.

    Seenotrettungsboot „Heiligenhafen“ der Seenotretter ebenfalls alarmiert

    Die „Heiligenhafen“ der Seenotretter läuft in den Hafen Lemkenhafen auf Fehmarn ein / FOTO: DENNIS ANGENENDT

    Zusätzlich zu den Feuerwehren auf der Insel wurden auch die Seenotretter mit der „Heiligenhafen“ alarmiert. „Wir haben hier vor Ort ja kein Boot, aus diesem Grund braucht es dann immer die Seenotretter auf dem Wasser.“ sagt Delfskamp, während das Seenotrettungsboot nach Lemkenhafen einläuft.

    Keine Zuständigkeit der Feuerwehr auf dem Wasser

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    „Selbst, wenn wir ein Boot mitführen würden, währen wir auf dem Wasser nicht zuständig. Im Moment sollen wir die Kräfte auf dem Wasser ja von der Landseite logistisch unterstützen. Manche Sachen sieht man von hier ja einfach besser“, sagt er mit Verweis auf die seit längeren geführte Diskussion über die Zuständigkeiten zwischen der Wasser- und Landrettung an den Ostseeküsten.

    Großes Aufgebot der Ordnungs- und Rettungskräfte in Lemkenhafen

    Im gesamten Einsatz eingebunden waren: 16 Feuerwehrfrauen- und Männer, 2 Fahrzeuge der Feuerwehr, 2 Rettungswagen, 6 Rettungsdienstmitarbeiter, ein Notarztwagen mit Notarzt sowie 2 Streifenwagen der Polizei mit 4 Polizisten. Dazu die „Heiligenhafen“ mit 3 Mann Besatzung.


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