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Seenotretter der DGzRS konnten den Mann an Bord der "Romy Frank" nehmen

Kiter vor Fehmarn aus akuter Gefahr gerettet

Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes ROMY FRANK der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte den verunglückten Kitesurfer sicher an Land. / Foto: DGzRS
In diesem Beitrag: Vier Beaufort und ein halber Meter Seegang Der Rettungshubschrauber war im Einsatz Unter Höchstfahrt nach Puttgarden
Fehmarn. Ein Kiter vor Fehmarn wurde am Sonntagabend aus akuter Gefahr gerettet. Die „Romy Frank“ lief unter Höchstfahrt den Hafen von Puttgarden an.

Nordwestlich der Insel Fehmarn wurde am Sonntagabend (5. September 2021) ein 63-jähriger Kitesurfer als überfällig gemeldet. Daraufhin suchten die Seenotretter der Station Puttgarden den Mann mit dem Seenotrettungsboot „Romy Frank“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Behördenschiffe sowie ein Hubschrauber waren gemeinsam mit den Seenotrettern im Einsatz. „Die Freiwilligen-Besatzung der ROMY FRANK nahm den unterkühlten Kitesurfer schließlich an Bord und brachte ihn zur weiteren medizinischen Versorgung sicher an Land“, teilt die DGzRS mit.

Vier Beaufort und ein halber Meter Seegang

Gegen 18 Uhr meldete ein Anrufer seinen Vater der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC= Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS als überfällig. Auf Höhe des Campingplatzes Fehmarnbelt habe dieser mit einem Kite gesurft, doch der Anrufer hatte den Wassersportler und seine Ausrüstung aus den Augen verloren. „Wie sich später herausstellte, hatten sich die Leinen des Kites verheddert, was es dem Mann unmöglich machte, das Sportgerät wieder aufzurichten, um zurück an Land zu gelangen. Bei östlichen Winden mit vier Beaufort (Windgeschwindigkeiten bis zu 30 km/h) und etwa einem halben Meter Seegang drohte der Surfer auf die offene Ostsee hinausgetrieben zu werden“, erklärt die DGzRS.

Der Rettungshubschrauber war im Einsatz

Die Seenotleitung alarmierte sofort das in Puttgarden stationierte Seenotrettungsboot „Romy Frank“. Die Seenotretter nahmen ebenfalls das Einsatzschiff „Bad Bramstedt“ der Bundespolizei, das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung sowie den Rettungshubschrauber „Christoph 12“ der Luftrettung des Bundesinnenministeriums in den Sucheinsatz mit auf. Die Suche wurde durch die allmählich einsetzende Dämmerung erschwert.

Unter Höchstfahrt nach Puttgarden

Etwa eine Stunde nach dem Notruf entdeckte die Besatzung der „Scharhörn“ den Kitesurfer und lotste das in der Nähe fahrende Seenotrettungsboot „Romy Frank“ vorsichtig an den Mann heran. Die Seenotretter konnten den Wassersportler durch die Bergungspforte, eine spezielle Tür in der Bordwand auf Höhe der Wasserlinie, an Bord nehmen und begannen sofort mit der medizinischen Erstversorgung. Der 63-Jährige war bereits deutlich unterkühlt und litt zudem unter Krämpfen in den Beinen. Die „Romy Frank“ lief unter Höchstfahrt den Hafen von Puttgarden an, wo die Seenotretter den Patienten zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst übergaben.

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