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Sonntag. – Wahltag.

Live-Ticker: Bürgerentscheid auf Fehmarn

Am Sonntag (18.04.2021) findet auf Fehman das Bürgerbegehren zum Hotel in Meeschendorf statt. / FOTO: DENNIS ANGENENDT
In diesem Beitrag: Interview mit dem stellvertretendem Abstimmungsleiter Jan Stender Wahl praktisch identisch mit der Bürgermeisterwahl und der Stichwahl Hier die Zusammenfassung lesen Wahllokale auf Fehmarn 10:40 Uhr - ernüchternd niedrige Wahlbeteiligung bisher 11:30 Uhr - "Ich lasse die letzten Monate auf mich wirken" 13:35 Uhr - Aktuelle Wahlbeteiligung am Mittag 13:50 Uhr - Wie auch bei der Bürgermeisterwahl: Strenge Corona-Regeln 14:15 Uhr - Der Wahlkampf war teilweise fragwürdig 14:35 Uhr - "Ich hoffe auf den Nachmittag" 17:11 Uhr - Katastrophale Wahlbeteiligung kurz Wahlschluss
Fehmarn. Rund 11500 Fehmaranerinnen und Fehmaraner sind am heutigen Sonntag erneut zu einer Wahl aufgerufen.

Ging es noch vor einigen Wochen um das Amt des Bügermeisters, steht heute eine Entscheidung über ein Hotel in Meeschendorf an. „Erfahrungsgemäß werden wir die ersten Zahlen gegen 19:30 haben“, sagte Jan Stender im Interview mit der OH-Presse.

Interview mit dem stellvertretendem Abstimmungsleiter Jan Stender

Jan Stender im Interview bei Radio Sundfunk

Wahl praktisch identisch mit der Bürgermeisterwahl und der Stichwahl

„Der Ablauf der Wahl ist praktisch gleich“, sagte Jan Stender im Interview mit Radio Sundfunk und der OH-Presse. „Lediglich die Wahlzettel unterscheiden sich“. Aufgeführt ist hier die Fragestellung und die Antwortmöglichkeiten „Ja“ oder „Nein“.

Die Fragestellung lautet:
Sind Sie dafür, dass auf dem Gelände des früheren Ferienlagers des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, in der Straße zum Meeresstrand in Meeschendorf, kein Hotel gebaut, die Planung eingestellt und der gefasste Aufstellungsbeschluss der Stadt Fehmarn vom 29.10.2019 zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 179 aufgehoben wird?

Wer also gegen das Hotel ist, muss mit „Ja“ antworten, wer für den Hotelneubau in Meeschendorf auf Fehmarn ist, muss mit „Nein“ antworten.

Hier die Zusammenfassung lesen

Wahllokale auf Fehmarn

Auch die Grundschule in Landkirchen ist wieder Wahllokal. / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Die Wahllokale auf Fehmarn sind ebenfalls identisch mit denen bei der Bürgermeisterwahl. Einzige Ausnahme: In Petersdorf wird in der Lesehalle gewählt, nicht in der Turnhalle.

Die Wahllokale sind also: Lesehalle Petersdorf, Haus des Gastes Dänschendorf, Haus im Stadtpark, Montessorischule, Feuerwehrhaus Burg, Feuerwehrhaus Puttgarden, Dörfergemeinschaftshaus Meeschendorf, Grundschule Burg, Schießstand Burgstaaken, Jugendherberge Burg, Grundschule Landkirchen-Nord und Grundschule Landkirchen-Süd.

10:40 Uhr – ernüchternd niedrige Wahlbeteiligung bisher

Die ersten Zahlen aus den Wahlbüros trudeln langsam ein. Die Zusammenrechnung ist ernüchternd. Nur 20,3 % der Fehmaranerinnen und Fehmaraner haben bisher abgestimmt, darin schon eingerechnet sind 17,9 % Briefwählerinnen.

11:30 Uhr – „Ich lasse die letzten Monate auf mich wirken“

Ulrike Hübner in Meeschendorf / Foto: hhw/oh-presse

Heute ist Tag der Entscheidung auf Fehmarn. Ulrike Hübner, Initiatorin des Bürgerbegehrens, geht den Tag heute eher ruhig an. „Ich gehe nachher noch an den Strand und gehe Spazieren. Lasse auf mich wirken, wer hier in den letzen Monaten sich wie geäußert hat. Wir haben viel unternommen, nun ist es an den Bürger*innen, die richtige Entscheidung zu treffen.“

Das Ergebnis der Wahl wird sie heute im Ticker der OH-Presse verfolgen. „Die Zahlen sind dort aktuell, außerdem gibt es immer mal wieder Stimmen von Wähler*innen, die mich interessieren“, sagte sie im Gespräch.

13:35 Uhr – Aktuelle Wahlbeteiligung am Mittag

Ein Fehmaraner stimmt in Landkirchen beim Bürgerbegehren auf Fehmarn ab. / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Auch gegen 13:30 Uhr ist die Wahlbeteiligung zum Bürgerentscheid auf Fehmarn erschreckend niedrig. So haben bisher erst 26,9 % aller wahlberechtigten Fehmaraner*innen ihre Stimme abgegeben. – Mit eingerechnet sind hier schon die 17,9 % Briefwähler*innen.

13:50 Uhr – Wie auch bei der Bürgermeisterwahl: Strenge Corona-Regeln

Es gelten wieder strenge Corona-Regeln in den Wahllokalen. - so auch hier in der Grundschule in Burg / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Wie schon bei den beiden Wahlen um das Amt des Verwaltungschefs auf Fehmarn gelten natürlich auch bei dieser Abstimmung strenge Corona-Regeln. So dürfen die Wahlräume nur von einer Person betreten werden – Ausnahmen gibt es Personen, die zum gleichen Haushalt gehören. Handy desinfizieren gehört bei betreten der Wahlräume genau so dazu, wie der gereinigte Kugelschreiber.

14:15 Uhr – Der Wahlkampf war teilweise fragwürdig

Auch Julia und Henning gaben ihre Stimme am Sonntag ab. / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Auch Julia und Hennig gehen an diesem Sonntag wählen. Sie haben den „Wahlkampf“ im Vorfeld in den sozialen Medien verfolgt. „Grade auf Facebook war die Stimmung teilweise sehr aufgeheizt, schon fast aggressiv“, sagt Julia, kurz bevor sie ihre Stimme abgibt. Die beiden haben sich im Vorfeld ausführlich informiert und sich nicht von den vielen verschiedenen Stimmungen beeinflussen lassen. Das geringe Wahlinteresse bis zum Mittag könnte auch an der Informationsflut gelegen haben, spekulieren sie.

14:35 Uhr – „Ich hoffe auf den Nachmittag“

Auch für Christiane und Hermann war das Geschehen im Vorfeld der Wahl ein Thema. „Für die Menschen, die mit der Geschichte nichts zu tun hatten, war das sicher ein bisschen viel“, meint auch Hermann. „Es haben sich auf einmal Leute geäußert, von denen man das gar nicht erwartet hätte. Bei einigen dachte ich auch, dass sie neutraler sein müssten“. Auf die geringe Wahlbeteiligung angesprochen, hoffen sie auf den Nachmittag. „Bei der Bürgermeisterwahl kamen auch am Nachmittag noch einige Stimmen dazu“, gibt Christiane zu bedenken.

17:11 Uhr – Katastrophale Wahlbeteiligung kurz Wahlschluss

Ein letztes Mal wird durch Jan Stender die Wahlbeteiligung in den Wahllokalen abgefragt. Der Trend der geringen Wahlbeteiligung, welcher schon bei der Bügermeisterwahl und der anschließenden Stichwahl deutlich wurde, hat sich auch beim Bürgerentscheid fortgesetzt. Lediglich 33,6 % haben an der Wahl teilgenommen, eingerechnet sind auch hier schon die 17,9 % Briefwähler*innen. Ein Ergebnis wird dadurch zwar zu Stande kommen, die geringe Wahlbeteiligung sollte in der Demokratie jedoch zu denken geben.

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