Radio Sundfunk Abo-Bereich
Einloggen
Fehmarns Städtepartnerschaft mit Orth an der DOnau besteht seit vierzig Jahren

Mit einem Brief an die Petersdorfer Schule fing 1979 alles an

Vor dem „Fehmarn-Brunnen“: Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber, Rapsblütenkönigin Jeltje Schmahl, Willi Bressler, Leiter des Arbeitskreises Fehmarn, Walter Wambach, der die Idee mit dem Brunnen und der Pflasterunghatte, Michael Kvasnicka, Johann Mayer, Bürgermeister von Orth an der Donau (v.l.n.r.). / Foto: Privat
In diesem Beitrag: In Orth auf Fehmarn wurde 1981 die Urkunde unterschrieben Die Partnerschaft wurde mit Leben erfüllt "Die Gastfreundschaft war wirklich überwältigend" Feierliche Enthüllung des "Fehmarn-Brunnens" Ein buntes Programm hielten die Österreicher bereit
Fehmarn. 23 Fehmaraner*innen reisten zur Feier der vierzigjährigen Partnerschaft nach Orth an die Donau in Niederösterreich.

Mit einem Brief an die Petersdorfer Schule fing alles an. 1979 erhielt die damalige erste Klasse der Hauptschule in Orth an der Donau – eine Marktgemeinde mit rund 2.200 Einwohner*innen, gelegen in Niederösterreich – von ihrem Fachlehrer Josef Schordan in Geographie den Auftrag, Orte mit dem gleichen Namen – „Orth“ – zu suchen. Schnell wurde man fündig und so kam nicht nur ein Briefwechsel zustande, auch die ersten Austauschbesuche wurden gemacht. „In der schönen Maienzeit, Fehmarn, warst du für mich bereit. Burg, Petersdorf und der Hafen Orth, wer dich kennt, will nicht mehr fort. Und erst dieser Menschenschlag, Persönlichkeiten, die jeder gern mag“, schrieb Josef Schordan später einmal in einem kleinen Gedicht mit dem Titel „Fehmarn im Mai“.

In Orth auf Fehmarn wurde 1981 die Urkunde unterschrieben

Der "Fehmarn-Brunnen" in Orth an der Donau. / Foto: Privat

1981 kam es dann zur Partnerschaft zwischen Orth auf Fehmarn, das damals noch zur Gemeinde Westfehmarn gehörte, und Orth an der Donau. Im Zuge des Hafenfestes zum hundertjährigen Jubiläum in Orth auf Fehmarn wurde die Urkunde unterschrieben. Noch im selben Jahr wurde die Feuerwehr Orth an der Donau ebenfalls hundert Jahre alt und Kamerad*innen der Feuerwehren Westfehmarns statteten einen Gegenbesuch ab.

Die Partnerschaft wurde mit Leben erfüllt

Mit zahlreichen gegenseitigen Besuchen wurde die Partnerschaft in den Folgejahren mit Leben erfüllt. Beim Rapsblütenfest in Petersdorf waren die Österreicher stets gern gesehen Gäste. Die Insulaner erlebten so manches Feuerwehrfest an der Donau mit. Es wurde gemeinsam Fußball gespielt, die Pfadfinder waren unterwegs und beim 25. Rapsblütenfest 2009 kam ein 102-köpfiges Aufgebot mit Musikkapelle, Feuerwehr und Privatpersonen angereist.

In Österreich und doch auf Fehmarn: Der Vorplatz des "Fehmarn-Brunnens" stellt die Umrisse der Insel dar. / Foto: Privat

„Die Gastfreundschaft war wirklich überwältigend“

Anlässlich des vierzigjährigen Bestehens der Partnerschaft reiste jetzt am vergangenen Donnerstag (9. September 2021) eine Delegation Fehmaraner*innen nach Orth an der Donau, wo sie einige Tage verbrachten. Montagmorgen erfolgte der Rückflug von Wien nach Hamburg. „Die Gastfreundschaft war wirklich überwältigend“, berichteten erster Stadtrat Heinz Jürgen Fendt und Günther Schröder, Fachbereichsleiter der Verwaltung, am gestrigen Dienstag (14. September 2021) übereinstimmend im Gespräch mit der OHP.

Feierliche Enthüllung des „Fehmarn-Brunnens“

Ein Höhepunkt des Aufenthalts: Die feierliche Enthüllung des „Fehmarn Brunnens“ in Orth an der Donau. Sein Trinkwasser lädt manche Radfahrer*innen zur Rast ein. „Der Vorplatz des Brunnens ist so gepflastert, dass er die Umrisse der Insel, die wichtigsten Verkehrswege und einige Orte Fehmarns darstellt. Der oberste graue Streifen des Brunnens stellt eine Ostseewelle dar“, erklärt Heinz Jürgen Fendt: „Und der graue Streifen darunter eine Welle der Donau, so dass die Verbundenheit zwischen Fehmarn und Orth an der Donau dargestellt wird.“

Ein buntes Programm hielten die Österreicher bereit

Eine Stele mit den jeweiligen Wappen bekamen die Fehmaraner*innen in Orth an der Donau geschenkt. / Foto: Privat

Ein buntes Programm hielten die Österreicher für die 23 Fehmaraner*innen – darunter auch Marlene Störtenbecker, die Witwe des damaligen Bürgermeisters der Gemeinde Westfehmarn, Johannes Störtenbecker – bereit. Viele langjährige Begleiter*innen dieser Partnerschaft waren dabei. Auch eine Urkunde wurde zum Festakt des vierzigjährigen Jubiläums von beiden Bürgermeistern – Jörg Weber und Johann Mayer – zur Bekräftigung der vier Jahrzehnte währenden Partnerschaft unterschrieben.

Über ihren Tombola-Gewinn, eine Woche Fehmarn-Urlaub, kann sich eine Familie aus Orth an der Donau freuen. Fehmarns Rapsblütenkönigin Jeltje Schmahl und Bürgermeister Jörg Weber (rechts) gratulierten. / Foto: Privat
Dir gefällt dieser Artikel? – Es steckt viel Arbeit drin!

Wir bieten Ihnen und Euch exklusiven Journalismus. Bei uns stimmt die Qualität der Berichterstattung. Fake-News haben bei uns keine Chance. Wir sind rund um die Uhr im Bereitschaftsdienst. Im Journalismus gelten – wie in so vielen anderen Berufen – Sonn- und Feiertage nicht.

Warum wir das tun? Aus Überzeugung.

Weil wir diesen Anspruch an uns selber haben. Weil wir der Auffassung sind, dass gute journalistische Arbeit das eben verlangt. Weil wir es wichtig finden, Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu jeder Zeit – und das meinen wir wörtlich – möglichst schnell und umfassend zu informieren. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, das ganze Jahr über, auch an Sonn- und Feiertagen. Und weil wir mit Herzblut bei der Sache sind.

Unterstütze uns bei unserer täglichen Arbeit
Jetzt 
© 2020-2021 sundfunk.de