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Fehmarn
Freitag, Mai 29, 2020
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Noch ist nicht alles für den 4. Mai geklärt. BM Weber erklärt in offenem Brief den aktuellen Stand auf Fehmarn.

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Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber hat heute am 1. Mai 2020 seinem 6. offenen Brief an die Bürgerinnen und Bürger der Insel Fehmarn geschrieben.

Kraftakt für Fehmarns Wirtschaft durch Corona Krise

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Er bedankte sich in dem Schreiben für die Einhaltung der seit Mittwoch geltenden Maskenpflicht in Geschäften und Discountern. Darüber hinaus weist er auf den wirtschaftlichen Kraftakt hin, welcher auch insbesondere hier auf der Insel durch die Corona-Einschränkungen zu stemmen ist. Er hebt dabei die vielen Betriebe hervor, welche direkt und indirekt vom Tourismus leben und auf Urlauber angewiesen sind. Die Stadt Fehmarn hat in diesem Zusammenhang die Wirtschaftsförderin Frau Breuer beauftragt, Unternehmen bei der Beantragung von Fördermitteln im Rahmen der Corona-Unterstützungen zu helfen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Das Café Liebevoll in Burg auf Fehmarn war eines der ersten Cafés welches geschlossen hatte. / Foto: Privat

Nicht alle Corona-Lockerungen können auf Fehmarn direkt umgesetzt werden

Jörg Weber geht in seinem Schreiben auch auf die für Montag den 4.5.2020 vom Bund, Land und Kreis angekündigten Corona-Lockerungen ein. Da vom Land hier noch nicht alle Anordnungen und Verfügungen schriftlich vorliegen, sollen sich die Bürgerinnen und Bürger Fehmarns auf der Internetseite der Stadt Fehmarn informieren. Hier sollen dann regelmäßig die aktuellen Verordnungen zur Corona-Krise veröffentlicht werden.

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Aktuelles zu Corona auf OSTHOLSTEIN PRESSE

Bürgermeister Jörg Weber wirbt um Verständnis

Der Bürgermeister warb außerdem um Verständnis, wenn nicht alle vom Land ausgesprochen Verordnungen auf Fehmarn sofort umgesetzt werden können. Auch Ministerpräsident Daniel Günther hat gestern in einer Stellungnahme erklärt, dass zum Beispiel die Öffnung der Spielplätze Sache der Kommunen ist. Sie könnten öffnen, müssen aber nicht. Hier muss abgewogen werden, ob die Hygienekonzepte umsetzbar sind.

Lockerungen werden Probleme mit sich bringen

Auch die Lockerung für Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper sowie die Öffnung der Sportboothäfen wird nach Ansicht des Bürgermeisters zu Problemen führen. Diese dürfen ab Montag ebenfalls wieder auf die Insel. Bisher ist es jedoch nur schwer vorstellbar, dass an der Kontrollstelle in Großenbrode auch tatsächlich alle Ausnahmen kontrolliert werden können, so Bürgermeister Weber in seinem offenen Brief.

Kontrollstelle in Großenbrode. Foto: Dennis Angenendt (Archivbild)

Keine Leitlinie vom Land Verwandschaftsbesuchen. Bürgermeister schreibt an Landrat

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Ebenso gibt es vom Land offenbar noch keine einheitliche Linie, wie mit den nahen Verwandten in grader Linie Verfahren wird. Diese sollen ab Montag wieder Lebenspartner und nahe Verwandte mit Erstwohnsitz auf der Insel Fehmarn besuchen dürfen. Wie genau dies umgesetzt wird Und ob auch hier Einschränkungen oder Aufenthaltsbeschränkungen gelten, steht jedoch offenbar noch nicht fest. Bürgermeister Jörg Weber hat aus diesem Grund dem Landrat Reinhard Sager geschrieben und ihn gebeten, dies mit in die Landesverordnung und Allgemeinverfügung aufzunehmen.

Verwaltung wird digitaler – Auch nach Corona

Die Stadt Fehmarn möchte aus der Corona Krise digitaler hervorgehen. Die Treffen der Inselpolitikerinnen und Inselpolitiker mit Mitarbeitern des Bauausschusses und der Stadtvertretung fanden in der vergangenen Woche als Videokonferenz statt. Da sich dieses Vorgehen mittlerweile etabliert hat, soll es auch über die Corona Krise hinaus fester Bestandteil der Arbeit in der Verwaltung der Stadt Fehmarn werden.

Verwaltungsgebäude und Rathaus bleiben geschlossen

Bereits in der vergangenen Woche hat die Stadt Fehmarn angekündigt, dass die Verwaltungsgebäude, vorerst bis zum 15. Mai, weiterhin für Bürgerinnen und Bürger geschlossen bleiben. Eine persönliche Abwicklung privater Angelegenheiten ist nur mit einem für telefonisch vereinbarten Kontakt möglich.

Hier der Brief des Bürgermeisters Jörg Weber im Wortlaut:

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Fehmarn,

heute, am Maifeiertag, der auch nicht ist wie sonst, schreibe ich Ihnen erneut um Sie über die ständigen Veränderungen auf unserer Insel während der Corona Krise zu informieren. Zuerst einmal möchte ich mich bei allen Fehmaranerinnen und Fehmaranern bedanken, die die seit Mittwoch geltende „Maskenpflicht“ befolgen.

Ich möchte aber hier noch einmal darauf hinweisen, dass diese Pflicht für Geschäfte jeder Größe besteht, zum Beispiel auch für Discounter. Die Ladenbetreiber sind mit verantwortlich für die Einhaltung und haben dies zu kontrollieren.

Seit sieben Wochen leben wir nun mit Einschränkungen auf unserer Insel.
Ein wirtschaftlicher Kraftakt und eine Existenzbedrohung für viele Gewerbetreibende auf Fehmarn. Campingplätze, Ferienhöfe, Ferienhaus- und Ferienwohnungsvermieter,
Hotels, Restaurants, Eisdielen, Cafes, Pensionen, Privatvermieter, Handwerksbetriebe, Hafenbetreiber, Geschäfte jeglicher Art, Strandkorbvermieter, Freizeiteinrichtungen, Dienstleister und viele mehr. Ein Großteil unserer Bevölkerung lebt von Touristen und Besuchern, die zurzeit nicht auf die Insel dürfen. Die Stadt Fehmarn und auch der Tourismus Service werden alles tun, was im Rahmen unserer Möglichkeit liegt, alle diese Betriebe unserer Insel zu unterstützen. Wir brauchen alle Unternehmen, ob groß oder klein.

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass unsere Wirtschaftsförderin Frau Breuer bei Fragen oder benötigter Unterstützung, zum Beispiel bei der Antragstellung, für Sie da ist, um zu helfen. Sie erreichen Frau Breuer unter 04371/506149 oder s.breuer@stadtfehmarn.de .

Für den 4. Mai sind von Bund, Land und Kreis weitere Lockerungen angekündigt. Wir,
die Stadtverwaltung und der Tourismus Service, erwarten von heute bis zum 3. Mai erneut viele Hinweise, Anordnungen und Verfügungen. Damit wir alle Veränderungen schnellstmöglich veröffentlichen und umsetzen können, habe ich für Sonntag die Mitglieder des wöchentlich mehrmals tagenden Krisenstabs zusammengerufen.

Bitte verfolgen Sie die Veränderungen zum 4. Mai auf unserer Homepage www.stadtfehmarn.de . Ich bitte Sie schon jetzt um Nachsicht, dass wir nicht alle
Veränderungen unverzüglich umsetzen können. Am Beispiel der Öffnung der Spielplätze zum Beispiel ist noch nicht klar, wie ein verlangtes Hygienekonzept für Spielplätze auszusehen hat und wie es dann auf 41 städtische Spielplätze und 9 des Tourismus Service umgesetzt werden kann. Dies ist eines von mehreren Beispielen, wo manchmal Theorie und Praxis aufeinandertreffen und schwer umzusetzen sind.

Dies ist aber keine Kritik an den Entscheidungsträgern. Bei jeder Entscheidung, egal ob sie in Berlin, Kiel, Eutin oder auf Fehmarn getroffen wird, gibt es immer Personen, die das nicht gut finden werden. Jede Entscheidung wird sich mit Sicherheit nicht leicht gemacht, nur eins fehlt uns leider in dieser Krise. Die Möglichkeit auf Entscheidungen in der Vergangenheit bei solchen Krisen zurückzugreifen. Eine solche Krise gab es eben noch nicht. Ich habe Respekt vor jeder getroffenen Entscheidung.

Natürlich weise auch ich als Bürgermeister bei manchen Entscheidungen, die Insel Fehmarn betreffend, auf Nachbesserung oder nicht mögliche Umsetzbarkeit hin, mache dies aber nicht um zu kritisieren.

Um dies zu vermeiden, versuchen wir durch Zuarbeit uns schon vorab in die Entscheidungsfindung mit einzubringen.

Ab kommenden Montag soll es unter anderem Lockerungen für Zweitwohnungsbesitzer, Dauercamper und Sportboothäfen geben. Aus meiner Sicht und meiner Erfahrung vor Ort wird es Probleme an der Kontrollstelle vor der Fehmarnsundbrücke geben, diese Ausnahmen alle zu kontrollieren.

Bisher wurde leider noch nichts zu den Lockerungen zu Besuchen von Geschwistern, Lebenspartnern und Verwandten in gerader Linie zu Personen mit Erstwohnsitz auf Fehmarn bekannt. Da unser Ministerpräsident dies schon in der letzten Woche angekündigt hat, habe ich ihn und unseren Landrat angeschrieben und darum gebeten, dies in die Landesverordnung und Allgemeinverfügung mit aufzunehmen. Hier geht es nicht um touristische Besuche, sondern um soziale Kontakte, die aus meiner Sicht gerade für unsere Bürgerinnen und Bürger wichtig sind, die nicht über die sozialen Medien oder Videokonferenzen mit ihren Liebsten in Kontakt treten können.

Am Wochenende werden also wieder viele Neuerungen auf uns zukommen. Daher auch hier meine Bitte an Sie, sich regelmäßig auf unserer Homepage zu informieren.

In der vergangenen Woche fanden zwei Videokonferenzen mit unseren Inselpolitikerinnen und Inselpolitikern statt. Zum einen mit Mitgliedern des Bauausschusses und der Stadtvertretung und zum anderen nur mit den Mitgliedern der Stadtvertretung. Diese Videokonferenzen etablieren sich immer mehr und werden auch nach der Corona Krise ein fester Bestandteil der Arbeit in unserer Verwaltung sein.

Für persönliche Besuche in unseren Verwaltungsgebäuden habe ich entschieden, dass wir bis vorerst zum 15. Mai weiterhin nur Bürgerinnen und Bürger empfangen, die vorher einen Termin vereinbart haben. Die Kontaktdaten der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Terminvereinbarung finden Sie wie gewohnt auf unserer Homepage oder rufen über unsere Telefonzentrale unter 04371/5060 an und lassen sich verbinden. Ich bitte aber weiterhin, wenn es nicht erforderlich ist, von persönlichen Besuchen abzusehen und Ihre Anliegen per Telefon, per Post oder per Email vorzutragen.

Für Besucherinnen und Besucher unserer Verwaltungsgebäude gilt es, ab sofort eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und sich weiterhin an Hygiene- und Abstandsregeln zu halten.
Liebe Fehmaranerinnen und Fehmaraner, ich bitte Sie, auch weiterhin Verständnis für meine Entscheidungen zu haben und bin mir sicher, dass Sie sich wie bisher an alle Verordnungen und Verfügungen halten. Vielen Dank dafür.

Ich wünsche Ihnen eine schöne erste Woche im Wonnemonat Mai.

Bleiben Sie gesund.
Jörg Weber
Ihr Bürgermeister

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