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Spitzensportler Michael Brozio im Gespräch mit der OHP

„Seitdem ich denken kann, mache ich Wassersport“

„Seitdem ich denken kann, mache ich Wassersport“, erzählt Michael Brozio. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF
In diesem Beitrag: Mit Slalom-Material auf einem Geschwindigkeitskurs Viele Erfolge konnte Michael Brozio erringen Vor zehn Jahren eröffnete er seine eigene Kiteschule Wingsurfen, Windsurfen, Kiten und SUPpen "Diese Freude ist wirklich immer hautnah und realistisch"
Fehmarn. Als nächstes geht Michael Brozio in dieser Woche beim „Mercedes-Benz Surf-Festival“ in Burgtiefe an den Start.

„Seitdem ich denken kann, mache ich Wassersport“, erzählt Michael Brozio. Bei der „Internationalen Deutschen Meisterschaft in der Windsurfklasse Speed 2021“, die kürzlich in Orth stattfand, errang der Fehmaraner den dritten Platz. „Durch Zufall bin ich irgendwann mal aufs Windsurfen gekommen, weil ich gesehen habe, wie toll das draußen auf dem Wasser aussieht. Und da habe ich mir gesagt, das möchte ich auch machen, habe mir Windsurfmaterial geholt und mich dann immer weiter an andere Sportarten herangetastet.

Mit Slalom-Material auf einem Geschwindigkeitskurs

„Jetzt bin ich schon über dreißig Jahre dabei und habe seit langem den Reiz für mich entdeckt, dass ich den Wassersport auch im Wettkampf austragen möchte, um mich mit Anderen zu messen“, fährt der 51-jährige fort. Eher durch Zufall ist Michael Brozio darauf gekommen, an Meisterschaften teilzunehmen: „Irgendwann hat mich jemand auf den Kanarischen Inseln mal darauf angesprochen, und sagte: ,Mensch, du bist ja ziemlich schnell mit deinem Windsurfmaterial‘. Damals war ich noch Wavefahrer, also nur in der Welle fahrend, und da habe ich gedacht, versuche ich doch mal mit Slalom-Material auf einem Geschwindigkeitskurs über 500 Meter zu fahren und habe mich dann 1997 bei meinem ersten Worldcup auf Fuerteventura angemeldet.“

Michael Brozio konnte schon viele Erfolge erringen. / Foto: Privat

Viele Erfolge konnte Michael Brozio erringen

Viele Jahre fuhr er bei deutschen Meisterschaften oder Qualifikationsrennen in Deutschland im Windsurfen und im Speedsurfen. „Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich eigentlich so unter den ersten TOP 10 ganz gut mithalten konnte.“ Auch international konnte er viele Erfolge erringen: „In den letzten zehn Jahren, wo noch Worldcups stattfanden, bin ich immer unter die ersten zehn gekommen. Und durch meinen Sponsor Duotone war ich natürlich gleich unter einem guten Dach und Fach, wurde gut ausgestattet mit Material.“

Vor zehn Jahren eröffnete er seine eigene Kiteschule

Irgendwann nahm sein Hobby Wassersport so viel Raum ein, dass Michael Brozio sich entschied, seinen eigentlichen Beruf – Bäcker – nicht weiter auszuüben. Vor zehn Jahren eröffnete er seine eigene Kiteschule. „Durch unsere Kinderschulung wurden wir immer größer, die Qualität und der Service, den wir allgemein im Wassersport geleistet haben, hat uns dann letztes Jahr die Chance ermöglicht, hier in Lemkenhafen das erste Duotone Procenter in Deutschland zu eröffnen – ein Franchise-Qualitätssiegel, was die Marke auf den Markt gebracht hat.“

Michael Brozio (rechts) mit Gästen vor seiner Wassersportschule in Lemkenhafen. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Wingsurfen, Windsurfen, Kiten und SUPpen

In der Wassersportschule stehen Wingsurfen, Windsurfen, Kiten und SUPpen auf dem Programm. „Wir versuchen, in all diesen Sportarten den Menschen einfach das Gefühl, den Spirit, den ich im Wassersport selber erlebe, und die Freude, die wir in der Schulung haben, weiterzugeben.“ Michael Brozio ist diese Begeisterung anzumerken: „Ich glaube, es gibt nichts Schöneres. Im Februar / März scharre ich auch mit 51 Jahren noch mit den Füßen, dass ich wieder ins Wasser komme und Menschen den Wassersport beibringe.“

„Diese Freude ist wirklich immer hautnah und realistisch“

„Das ist halt das Schöne: Die Freude, die man immer noch am Wassersport hat, spiegelt sich darin, wenn die Freude erwidert wird von den Leuten, die ihn erlernt haben“, teilt Michael Brozio seine Erfahrung mit. „Und am meisten Freude und Feedback bekommt man halt von Kindern. Diese Freude ist wirklich immer hautnah und realistisch.“ So manches Talent wurde dabei schon entdeckt, viele hat er über Jahre „in den Sport hineinwachsen sehen“. Die Arbeit bringt ihm viel Spaß: „Ich habe dadurch zwar weniger Zeit zum trainieren, aber durch die Freude und das eigene Verständnis vom Wassersport kann man seine eigene Leistung immer noch gut abrufen.“ Als nächstes geht er jetzt beim „Mercedes-Benz Surf-Festival“, das diese Woche in Burgtiefe stattfindet, an den Start.

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