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Sturm: LKW kippt auf Fehmarnsundbrücke um

Im Sturm ist ein LKW auf der Fehmarnsundbrücke umgekippt / FOTO: DENNIS ANGENENDT
In diesem Beitrag: Betriebsstoffe laufen aus und gelangen in die Kanalisation Windstärke bis 9 bft erschweren Bergungsarbeiten LKW wurde Richtung Großenbrode von der Brücke geschoben Bei dieser Windstärke wird die Brücke gesperrt
Fehmarn. Wegen Sturm ist am gestrigen Donnerstag ein LKW auf der Fehmarnsundbrücke umgekippt. Ein weiterer war in höchster Not.

Einsatz für die Freiwilligen Feuerwehren Süderort, Landkirchen und Großenbrode am Donnerstagabend um 21:36 Uhr. Ein leerer Klein-LKW befuhr trotz Verbot durch die Windwarnanlage die Fehmarnsundbrücke von Fehmarn kommend und wurde nach etwa Dreiviertel der Strecke von einer Windböe erfasst. Der LKW mit Planenaufbau kippte daraufhin um und blieb quer auf der Fahrbahn liegen. Der polnische Fahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt.

Die Plane wird entfernt um den Wind die Angriffsfläche zu nehmen. / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Betriebsstoffe laufen aus und gelangen in die Kanalisation

„Wir hatten hier zwei Probleme“, so Gemeindewehrführer Torsten Steffen, welcher den Einsatz leitete. „Zum einen liefen aus dem verunfallten Pritschenwagen Betriebsstoffe aus, welche jetzt zwar abgestreut sind, aber vor Eintreffen auch in die Kanalisation gelangt sind. Zum Anderen haben wir aus Großenbrode kommend einen weiteren 7,5 Tonnen LKW auf der Brücke stehen, welcher stark schwankte. Diesen konnten wir mittlerweile mithilfe der Kameraden aus Großenbrode im Windschatten ihres Löschfahrzeuges wieder von der Brücke herunterbegleiten“.

Windstärke bis 9 bft erschweren Bergungsarbeiten

Mit Spanngurten wurde der LKW gegen den Sturm gesichert. / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Der verunfallte LKW wurde von der Feuerwehr zunächst mit mehreren Spanngurten gesichert, bevor das weitere Vorgehen besprochen wurde. „Wir haben jetzt zunächst die Planen am Aufbau komplett entfernt, um hier die Angriffsfläche für den Wind zu nehmen“, so Steffen. Anschließend wurde der LKW mittels Greifzug, eine Hebelvorrichtung, um Drahtseile kontrolliert zu ziehen, aufgestellt. Der starke und böige Wind mit teilweise über 9 Beaufort (bft) erschwerte die Arbeiten zusätzlich.

Langsam wird der LKW aufgerichtet. / FOTO: DENNIS ANGENENDT

LKW wurde Richtung Großenbrode von der Brücke geschoben

Gemeinsam und im Windschatten wird der LKW von der Brücke gebracht / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Nachdem der LKW aufgerichtet und gesichert werden konnte, wurde der Abtransport vorbereitet. Hierzu wurde ein Löschfahrzeug seitlich an den LKW gefahren, um ihn im Windschatten von der Brücke zu schieben. Der LKW war nicht mehr fahrbereit und wurde von den Kameradinnen Meter für Meter in Richtung Aral Tankstelle geschoben. Die Brücke war für die Dauer der Bergungsarbeiten für rund 2,5 Stunden voll gesperrt.

Bei dieser Windstärke wird die Brücke gesperrt

Im Sturm ist ein LKW auf der Fehmarnsundbrücke umgekippt / FOTO: DENNIS ANGENENDT

Ab einer Windstärke von 9 bft (entspricht 75 km/h) wird die Fehmarnsundbrücke für leere LKW und Wohnwagengespanne gesperrt. Ab einer Windstärke von 12 bft. (117 km/h) ist die Brücke für alle Fahrzeuge gesperrt. Die minimale Dauer einer Sperrung beträgt 20 Minuten, die Zeit wird automatisch verlängert, wenn nach 10 Minuten eine weitere Böe von über 12 bft gemessen wird. Als Ausweichmöglichkeit für Fahrzeuge stehen jeweils vor der Brücke Parkplätze zur Verfügung.

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