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Donnerstag, Dezember 3, 2020
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Start Lokal Fehmarn ,,Tiere in Not Heiligenhafen-Fehmarn e.V.“ freut sich über Spende der Facebook Gruppe ,,Fehmarn Stones“

,,Tiere in Not Heiligenhafen-Fehmarn e.V.“ freut sich über Spende der Facebook Gruppe ,,Fehmarn Stones“

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2. Teil der Spende

Bereits am vergangenen Mittwoch hatten Mitglieder, der im März 2019 gegründeten Facebook Gruppe ,,Fehmarn Stones“, einen Teil des Erlöses aus verkauften Postkarten, mit dem Motiv des Kopendorfer ,,Stein-Regenbogens“ dem Familienhospizverein ,,Kinder auf Schmetterlingsflügeln“ gespendet. (OH-Presse berichtete)

Am heutigen Samstag Vormittag sollte unter Einhaltung der ,,AHA-Regeln“ der 2. Teil der Übergabe an gemeinnützige Vereine aus der Region folgen.

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Bei klischeehaftem Novemberwetter überreichten am heutigen Samstag Vormittag Gabi Angenendt und Gabriele Liebert, stellvertretend für die Mitglieder der ,,Fehmarn Stones“ einen Scheck in Höhe von 534 Euro an den Tierschutzverein ,,Tiere in Not Heiligenhafen-Fehmarn e.V.“

Drei gemeinnützige Vereine wurden bereits im Vorfeld ausgewählt

Hinter der Facebook Gruppe ,,Fehmarn Stones“, welche inzwischen mehr als 4000 Mitglieder hat, verbirgt sich ein Projekt von Menschen, die Steine bunt bemalen und auf der Insel auslegen, um Einheimischen und Urlaubern eine Freude zu machen.

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Zu Beginn der Corona Pandemie fokussierte sich die ,,Bunte-Steine-Aktion“ auf ein Privatgrundstück in Kopendorf.

Hier wurde mit viel Mühe ein Regenbogen aus bunt bemalten Steinen erschaffen, um ein Symbol der Hoffnung und des Miteinanders zu setzen.

Die Idee des Verkaufes von Postkarten dieses Motivs stellte sich als riesiger Erfolg heraus, sodass eine beachtliche Summe an Spenden zusammen kam.

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Bereits im Vorfeld wurde festgelegt, auf welche drei gemeinnützigen Vereine die Spenden aufgeteilt werden sollten.

Erste und einzige Katzenklappe Schleswig-Holsteins

Die Freude war groß bei Perchta Krause und Sarah Riebe, die als Gründerin und Mitarbeiterin der Katzenklappe Oldenburg nicht nur den Scheck, sondern auch viele bunte und mit Tieren bemalte Steine entgegennehmen durften, welche als Zeichen des Dankes, für die vielen Helfer gedacht seien.

Sarah Riebe erklärte, wie wichtig solche Spendenaktionen für den Verein seien. ,,Es zeige, man werde gesehen und gehört, die Arbeit werde wertgeschätzt.“

Nachdem im Kreis Ostholstein immer wieder Katzen ausgesetzt wurden, gründete Perchta Krause vor vier Jahren die erste und bis heute einzige Katzenklappe Schleswig-Holsteins.

Ihr Hof, vor dessen Tor die Klappe steht, liegt in idyllischer Naturlage im Oldenburger Bruch und ist durch die gute Beschilderung schnell zu finden.

Hier leben für einen bestimmten Zeitraum neben den abgegeben Katzen auch noch viele weitere Tiere wie zum Beispiel Eichhörnchen, Hasen, Vögel, Schildkröten, Fledermäuse und sogar zwischenzeitlich ein Ziegenbock.

Organisation komplett ehrenamtlich

Zunächst gab es neben der Katzenklappe ein Haus, welches für die Unterbringung der abgegebenen Katzen genutzt wurde. Doch schnell stellte sich heraus, dass durch den großen Andrang, neben weiterem Raum, vor allem ehrenamtliche Helfer benötigt würden, die diese körperlich und psychisch fordernden Arbeiten in ihrer ,,Freizeit“ erledigen könnten.

,,Das Projekt stehe und falle mit den ehrenamtlichen Helfern“, betonte Frau Krause. ,,Ohne diese Menschen, welche zusätzlich zu ihrem acht bis zehn Stunden Tag im Beruf, noch die ein oder andere Schicht auf dem Hof übernehmen, ginge es nicht.“

Corona Pandemie sorgt für traurigen Rekord im Jahr 2020

Seit der Eröffnung der Katzenklappe im Jahr 2016 wurden jährlich zwischen 50-70 Katzen hier abgegeben. In diesem Jahr waren es Stand heute Vormittag bereits 83.

Darunter hätten sich junge Babys, aber auch viele alte, verletzte, unkastrierte und chronisch kranke Katzen befunden.

Laut Frau Krause gab es in den letzten Monaten sogar die Überlegungen die Klappe temporär abzubauen, da die Abgabe immens überhand genommen habe. Sarah Riebe bestätigte, dass allein im Oktober und November über 30 Katzen abgeben worden seien – Tendenz steigend.

Trauriger Höhepunkt war hierbei die Abgabe von elf reinrassigen Katzen von einem Besitzer. Große Problematik sei, dass ,,man mit seinen zwei Katzenhäusern nicht die Kapazität wie ein Tierheim habe“ und somit schnell die Frage ,,wohin mit den vielen Katzen“ aufkomme.

Für solche Ausnahmesituationen habe man zwischen den ehrenamtlichen Helfern eine gute Vernetzung in Form einer WhatsApp Gruppe. So könnten die Katzen zumindest temporär auf weitere ,,Notfallunterkünfte“ verteilt werden.

Zuletzt wurde sogar ein Auto mit einem Kennzeichen aus Mecklenburg-Vorpommern an der Katzenklappe gesichtet. Dies zeige, dass diese sogar über die Landesgrenzen hinaus in Anspruch genommen werde.

Fokus auf Weitervermittlung

Nachdem die Katzen abgegeben wurden, werden sie zunächst von Tierärzten und Fachpersonal auf mögliche Krankheiten und Besonderheiten untersucht. Sollte sich herausstellen, dass die Katze gesund ist und keine schwereren Beschwerden vorliegen, gehe der Fokus schnell auf die Weitervermittlung. Man habe in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen in der Vermittlung über die eigens angelegte Facebook Seite ,,Tiere in Not Heiligenhafen-Fehmarn e.V. Katzenklappe 23758 Oldenburg“ gemacht, sodass die meisten Tiere ein neues zu Hause finden konnten.

Spendenbetrag werde hauptsächlich für Tierarztkosten verwendet

Der Scheck werde noch heute an den Vorstand des Vereins weitergeleitet. Die beiden Frauen sind sich sicher, dass ein Großteil hiervon sicher für anfallende Tierarztkosten und Operationen genutzt werde. Diese liegen in diesem Jahr bis heute bei 38.000 Euro.

Gute Netzwerkarbeit

Ein riesiger Pluspunkt sei die gute Vernetzung mit den kooperierenden Tierärzten aus der Region, die dem Verein auch mal ,,im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ bei Behandlungen finanziell entgegen kommen würden. Für die gute Zusammenarbeit sprechen die beiden ihren herzlichsten Dank aus.

Frau Krause räumt mit Vorurteil auf

Besonders am Herzen liegt es Frau Krause auch noch mit einem Vorurteil aufzuräumen. Viele Menschen seien im Irrglauben, dass kastrierte Tiere ihren Jagdinstinkt durch eine Kastration verlören. Dies sei laut Frau Krause jedoch nicht der Fall. Die Katzenklappe habe inzwischen einen kleinen Bestand aus unvermittelbaren Katzen, die nun auf dem Hof leben. ,,Obwohl diese kastriert sind und zwei mal am Tag volle Näpfe haben, bringen sie trotzdem regelmäßig Mäuse und Ratten mit nach Hause. Lasst die Tiere bitte kastrieren.“

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