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Kreis Osthostein will Fahrplankonzept ab Januar 2023 umsetzen

„Verbesserungen fĂĽr Fehmarn und Heiligenhafen“

Der Kreis Ostholstein will ab 2023 ein Fahrplankonzept zur Anbindung des Schienenersatzverkehrs im Nordkreis umsetzen. / Symbolbild: Pixabay
Fehmarn. Der Kreis Ostholstein will ab 1. Januar 2023 ein Fahrplankonzept zur Anbindung des Schienenersatzverkehrs im Nordkreis umsetzen.

Ab dem 1. Januar 2023 will der Kreis Ostholstein ein schon länger geplantes, umfangreiches Fahrplankonzept zur Anbindung des Schienenersatzverkehrs (SEV) durch die Regionalbuslinien  im Nordkreis mit dem neuen Vertragspartner, der Rohde Verkehrsbetriebe mbH, umsetzen.

Fahrplankonzept fĂĽr den Busverkehr im Nordkreis

Die mit dem Schienenersatzverkehr (SEV) auf der Vogelfluglinie verbundenen Änderungen der Bedienung des nördlichen Kreisgebietes sind beim Kreis schon seit längerer Zeit bekannt. Gemeinsam mit der NAH.SH als verantwortlichem Aufgabenträger für den SEV wurde vom Kreis während der vergangenen Monate ein umfangreiches Fahrplankonzept für den Busverkehr im Nordkreis entwickelt.

Anbindung der Regionalbuslinien an den SEV

„Dieses sieht ganzjährig zwischen 05:00 Uhr und 22:00 Uhr eine systematische stĂĽndliche Anbindung der Regionalbuslinien an den SEV in Oldenburg, GroĂźenbrode und Burg auf Fehmarn vor. Damit wird es gegenĂĽber dem bisherigen Fahrplanangebot eine deutliche Verbesserung fĂĽr die Menschen im nördlichen Kreisgebiet mit sich bringen“, heiĂźt es seitens des Kreises.

Burgtiefe soll im Stundentakt angebunden werden

Unter anderem soll mit dem neuen Konzept auch eine gute Anbindung der Stadt Heiligenhafen an den SEV sichergestellt werden. „Damit erhält die Warderstadt – die bekanntlich ĂĽber keinen Bahnhaltepunkt verfĂĽgt und somit auch nicht direkt vom SEV angefahren wird – eine deutlich verbesserte Busanbindung an Oldenburg i.H. und Lensahn sowie an den SEV Richtung LĂĽbeck“, so der Kreis Ostholstein. „Auch auf Fehmarn wird es Verbesserungen geben: So wird zukĂĽnftig zum Beispiel Burgtiefe im Stundentakt an die Stadt Burg und den dortigen SEV-Haltepunkt angebunden.“

Betroffen sind folgende Buslinien

„Konkret sind bei den betroffenen Buslinien u.a. folgende Verbesserungen vorgesehen:  

  • Linie 5804 (Neustadt  – Lensahn – Oldenburg – Heiligenhafen): Die Linie wird ganzjährig kĂĽnftig im Stundentakt verkehren. Die Linie wird dabei in die Abschnitte  (Neustadt – Oldenburg) und (Oldenburg – Heiligenhafen) aufgeteilt. Dies bietet den Vorteil, dass in Oldenburg zusätzlich eine innerstädtische ErschlieĂźung erfolgen kann.
  • Die Linie 5811 (Oldenburg – Heiligenhafen – Burg) wird kĂĽnftig ebenfalls geteilt  (Oldenburg – Heiligenhafen und Heiligenhafen – Burg). Dies bietet den Vorteil, dass der sĂĽdliche Abschnitt in Heiligenhafen bis zum Ferienpark verlängert werden kann.
  • Ebenfalls ein stĂĽndliches Angebot mit Anbindung an den SEV erhält die lokale verkehrende Linie 5751 (Burg-Burgtiefe).
  • Zudem soll das Angebot des Stadtverkehrs Heiligenhafen (Linie 5710) stĂĽndlich mit neuer LinienfĂĽhrung verkehren.“

Verzögerungen durch die Einlegung von Rechtsmitteln

Die Pläne des Kreises sahen eigentlich vor, das neue Fahrplankonzept im Nordkreis bereits zeitgleich mit dem Start des SEV am 31. August 2022 umzusetzen. „Leider lässt sich dies nicht realisieren, da sich im Rahmen des europaweiten Vergabeverfahrens fĂĽr die in der Verantwortung des Kreises liegenden Buslinien erhebliche Verzögerungen ergeben haben“, teilt der Kreis Ostholstein mit. „Bedingt sind diese Verzögerungen durch die – letztlich erfolglose – Einlegung von Rechtsmitteln durch mehrere Verkehrsunternehmen, die Angebote zur Ăśbernahme der Busverkehre im Norden Ostholstein abgegeben hatten.“

Kurzfristige Beauftragung

„Diese Rechtsstreitigkeiten fĂĽhrten dazu, dass die Autokraft erst im Juli mit der WeiterfĂĽhrung des Verkehrs im Nordkreis bis zum 31. Dezember 2022 beauftragt werden konnte – zu spät fĂĽr eine Umsetzung des Kreiskonzeptes zum SEV-Start am 31. August 2022“, fĂĽhrt der Kreis aus. „Die Autokraft sieht sich aufgrund der kurzfristigen Beauftragung bedauerlicherweise nicht in der Lage, die Taktverdichtungen und Ă„nderungen im Fahrplankonzept vorzunehmen.“

„Wir bedauern die Verzögerung der Umsetzung“

„Wir bedauern die Verzögerung der Umsetzung des neuen Fahrplankonzeptes außerordentlich und hätten uns eine termingerechte Einführung dieser vielen Verbesserungen gewünscht“, erläutert Nils Hollerbach, Leiter des Fachbereiches Planung, Bau und Umwelt des Kreises Ostholstein. „Wir sind aber zuversichtlich, dass das neue Konzept zum 1. Jnuar 2023 von unserem neuen Vertragspartner im Linienbündel Nord umgesetzt werden kann.“

Jahreswechsel wird als Umsetzungszeitpunkt angestrebt

Nun wird der Jahreswechsel als Umsetzungszeitpunkt fĂĽr das neue Fahrplankonzept im Nordkreis angestrebt. Ab dem 1. Januar 2023 sollen die Regionalbuslinien im Norden des Kreises von den Rohde Verkehrsbetriebe mbH betrieben werden. Diese hatten sich im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens gegen mehrere Mitbieter durchgesetzt. Bis zum Jahr 2020 hatte das Unternehmen bereits im mittleren Kreisgebiet Linienleistungen im Auftrag des Kreises erbracht. Das Unternehmen wurde unmittelbar nach der Zuschlagserteilung  im Juli 2022 beauftragt, das o.a. Fahrplankonzept im Nordkreis zum 1. Januar 2023 umzusetzen. „Der Kreis erwartet, dass trotz der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt und des erheblichen Bedarfs an zusätzlichem Fahrpersonal die Umsetzung des neuen Fahrplankonzeptes gelingt und die Verträge eingehalten werden“, wird seitens des Kreises Ostholstein betont.

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