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Europaabgeordneter Rasmus Andresen zu Besuch bei der Scandlines auf Fehmarn

„Wir mĂŒssen auch auf dem Wasser die Klimaziele erreichen“

Europaabgeordneter Rasmus Andresen (Die GRÜNEN). / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF
Fehmarn. Die emissionsfreie Schifffahrt war das bestimmende Thema: Europaabgeordneter Rasmus Andresen weilte zu Besuch bei der Scandlines auf Fehmarn.

Am Freitag (22. Oktober 2021) war Europaabgeordneter Rasmus Andresen (Die GRÜNEN) bei der Scandlines in Puttgarden auf Fehmarn zu Besuch, um sich ĂŒber den neuesten Stand zu emissionsfreier Schifffahrt und die Belange des Unternehmens zu informieren.

Emissionsfreie Schifffahrt war bestimmendes Thema

Den grĂ¶ĂŸeren Rahmen des Treffens bildeten Rasmus Andresens Ausarbeitung zu einem europĂ€ischen Blue Deal fĂŒr die Nord- und Ostsee sowie die parallel in diesem Zeitraum stattfindende HELCOM Tagung in LĂŒbeck. Doch bestimmendes Thema Andresens im GesprĂ€ch mit Anette Ustrup Svendsen, Head of Corporate Communications bei der Scandlines auf dĂ€nischer Seite und Marko Möller, Manager Special Projects bei der Scandlines Deutschland sowie dem Ortvereinsvorsitzenden der GRÜNEN Fehmarn, Falko Siering, war die emissionsfreie Schifffahrt.

Der Zustand der Meere ist sehr dramatisch

Miteinander im GesprĂ€ch: Falko Siering, Ortsvereinsvorsitzender der GRÜNEN Fehmarn, Europaabgeordneter Rasmus Andresen, Anette Ustrup Svendsen, Head of Corporate Communications bei der Scandlines auf dĂ€nischer Seite und Marko Möller, Manager Special Projects bei der Scandlines Deutschland (v.l.n.r.). / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

„In der EU bewegt sich gerade viel mit Schifffahrtsthemen“, so Rasmus Andresen. „In der Zwischenzeit hat die EU Kommission den Green Deal konkreter gemacht. Wir als GrĂŒne sagen, dass wir diesen Green Deal mit einem Blue Deal sozusagen ausbuchstabieren mĂŒssen, weil der Zustand der Meere sehr dramatisch ist.“ Gemeinsam mĂŒsse man in unterschiedlichen Bereichen mehr dafĂŒr tun, dass der Zustand der Ostsee sich verbessert, erlĂ€uterte der Europaabgeordnete: „Wir mĂŒssen auch auf dem Wasser die Klimaziele erreichen.“

EuropÀische Mittel aus MobilitÀtsprogrammen

„Wie schaffen wir es in den kommenden Jahren, den Bereich nachhaltiger aufzustellen?“, warf Rasmus Andresen die Frage auf. Die Scandlines bezeichnete er diesbezĂŒglich als „Vorreiter“, konkrete Punkte seien wĂ€hrend des GesprĂ€chs an Bord des FĂ€hrschiffs „Benedikte“ thematisiert worden. „Wir haben darĂŒber gesprochen, wie die Schifffahrt bis 2050 emissionsfrei werden kann, und ĂŒber die Projekte, die den Weg dorthin unterstĂŒtzen und begleiten sollen. Wo europĂ€ische Mittel aus MobilitĂ€tsprogrammen die Scandlines hier unterstĂŒtzen können, diese Umstellung weiter auszugestalten.“

BeschlĂŒsse mĂŒssen auch in der Praxis funktionieren

„Wir haben eine gemeinsame Zielsetzung“ konkretisierte der Europaabgeordnete: „Jetzt geht es darum, dass wir nicht nur in BrĂŒssel in der Theorie etwas aufs Papier schreiben und das umgesetzt werden muss, sondern es muss in der Praxis auch funktionieren.“ Diesen Bogen zu spannen, bezeichnete Rasmus Andresen als Grund seines Besuchs bei der Scandlines und bilanzierte: „Das hat heute sehr, sehr viel gebracht. Ich nehme wieder neuen Input mit nach BrĂŒssel. Konkret geht es dabei um das Programm ,Connecting Europe Facility‘, bei dem die Scandlines mit im Rennen ist. Dort hat die EU Töpfe, um Innovationen auch in der Schifffahrt zu fördern“, sagte Rasmus Andresen der Scandlines auch weiterhin UnterstĂŒtzung zu.

Realistische Zeitfenster fĂŒr Unternehmen

Dabei hofft er auf die UnterstĂŒtzung der neuen deutschen Bundesregierung sowie der dĂ€nischen Regierung: „Wir brauchen diese Innovationen. Und wir mĂŒssen beachten, was realistische Zeitfenster fĂŒr Unternehmen sind, diese Umstellung auch hinzubekommen. Da ist fĂŒr mich die Praxisperspektive, die ich nicht nur von Scandlines bekomme, sehr wichtig“, betonte der Europaabgeordnete.

„Die Ostsee-Anrainerstaaten mĂŒssen handeln“

Rasmus Andresen sprach sich dafĂŒr aus, Projekte wie die emissionsfreie Schifffahrt „auf allen Ebenen und in allen Teilbereichen stĂ€rker zu fördern und verwies auch auf Projekte der maritimen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Werften in Schleswig-Holstein: „Das ist ein Zukunftsthema fĂŒr Schleswig-Holstein. Ein Bereich, der mir Hoffnung macht. Ich wĂŒnsche mir fĂŒr die nĂ€chsten Wochen als Reaktion auf die HELCOM, dass die Ostsee-Anrainerstaaten auch wirklich handeln.“ Deutschland mĂŒsse diese eingegangene Verpflichtung ernst nehmen: „Ich hoffe, dass wir am Ende vielleicht sogar eine/n Meeresminister/in haben, der oder die auch auf europĂ€ischer Ebene einiges bewirken kann.“

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