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Jahresbilanz der SPD Fehmarn mit Ehrungen für 50 Jahre

„Wir sind die treuen Sozialdemokraten“

Ehrungen bei der SPD Fehmarn: Seit 50 Jahren ist Hans-Heiner Luitjens Parteimitglied, André Steffen seit 25 Jahren. Landtagskandidat Niclas Dürbrook und Vorsitzende Marianne Unger gratulierten allen Geehrten. Eva-Maria Breuker ist seit vierzig und Gretel Luitjens seit fünfzig Jahren in der SPD (v.l.n.r.). / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF
Fehmarn. Für fünfzigjährige Treue zur SPD wurden Gretel und Hans-Heiner Luitjens auf der JHV der SPD Fehmarn geehrt.

André Steffen ist seit 25 Jahren Mitglied der SPD, Eva-Maria Breuker seit vierzig Jahren. Für fünfzigjährige Treue zur SPD wurden Gretel und Hans-Heiner Luitjens am Dienstagabend (3. Mai 2022) auf der JHV der SPD Fehmarn im „Gasthof Meetz“ in Bannesdorf geehrt. Zahlreiche Ehrungen müssen nachgeholt werden, da die Mitglieder nicht anwesend waren. Dorothea Sander, mit fünfzig Jahren Parteizugehörigkeit ebenfalls goldene Jubilarin, ließ es sich jedoch nicht nehmen, am gestrigen Mittwoch den  Stand der SPD Fehmarn auf dem Burger Wochenmarkt zu besuchen und einen Klönschnack zu halten.

Klönschnack auf dem Wochenmarkt

Die langjährigen Genossinnen und Genossen hätten viel getan für die SPD, sprach Marianne Unger, wiedergewählte Vorsitzende der SPD Fehmarn, Dank und Anerkennung aus. „Wir brauchen solche Mitglieder. Wichtig ist, dass man sich immer wieder einbringt, vielleicht auch kritisiert. Das ist unsere Partei, die verlässt man nicht einfach so wegen irgendwelcher Querelen“, mahnte sie, „nicht gleich das Handtuch zu schmeißen“: „Wir sind die treuen Sozialdemokraten und wollen es auch bleiben.“

Trafen sich am heutigen Mittwoch (4. Mai 2022) am Stand der SPD Fehmarn auf dem Burger Wochenmarkt: Beisitzer Rainer Schiweck, Schriftführer Gunnar Gerth-Hansen, Eva-Maria Breuker, Vorsitzende Marianne Unger und Dorothea Sander (v.l.n.r.). / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

„Sozial, digital, klimaneutral“

„Sozial, digital, klimaneutral. Damit treten wir bei der Landtagswahl an. Das ist momentan schwierig, weil die Menschen gerade ganz andere Sorgen haben, trotzdem sind die Themen wichtig“, äußerte Landtagskandidat Niclas Dürbrook, der gemeinsam mit Gabriele Freitag-Ehler an der Spitze des SPD-Kreisvorstands Ostholstein steht, in seinem Grußwort.

Mehrheiten zu bekommen, ist schwierig geworden

Fraktionsvorsitzender Heinz Jürgen Fendt blickte zurück auf 19 interne Videokonferenzen in 2020 und 27 in 2021. „Etliche Sitzungen der Stadt mussten ausfallen, weil wir noch nicht soweit sind, dass Sitzungen per Video übertragen werden können, weil die Einwohner*innen sich beteiligen können müssen.“ Ausschüsse mussten neu besetzt werden, und inzwischen sei es durch die Neubildung zweier Fraktionen schwieriger geworden, Mehrheiten für wichtige Themen zu bekommen, bilanzierte Fendt.

„An der Außendarstellung muss gearbeitet werden“

„Nicht immer gab es ein einheitliches Meinungsbild der Fraktion in den Ausschüssen und Gremien. Wir hatten ein unterschiedliches Abstimmutngverhalten vor allem auch beim Jufa- Hotel, das hat nicht immer zur guten Außendarstellung der Fraktion geführt“, erinnerte Heinz Jürgen Fendt. „Daran muss gearbeitet werden“, mahnte er. Zwar könne kein Fraktionszwang herrschen, aber „man muss zusammenkommen und schauen.“

Fendt kandidiert bei der Kommunalwahl 2023 nicht mehr

Nächstes Jahr ist Kommunalwahl, da geht alles wieder von vorne los, dann müssen neue Menschen sich damit beschäftigen“, gab der Fraktionsvorsitzende zu bedenken und fügte hinzu: „Ich werde nicht mehr kandidieren. Wenn man eine bestimmte Jahreszahl überschritten hat, sollte man aufhören.“

SPD sucht Kandidat*innen von Fehmarn für den Kreistag

Kreistagsabgeordnete Martina Wieske gab bekannt, dass sie nicht mehr für den Kreistag kandidieren werde: „Wir suchen für Fehmarn noch Kandidat*innen. Ich würde mich freuen, wenn sich jemand findet, der ich beerbt.“

Die Frühstückstermine sind gesichert

Im Namen der AG 60 plus verlieh Waltraud Nieling ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Frühstücks-Veranstaltugnen weiterhin stattfinden: „Die Termine für dieses Jahr sind alle gesichert.“ Schatzmeister Hans-Jürgen Moller wurde „hervorragende Arbeit“ bestätigt, dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt.

„Der Ton ist rauher geworden“

„Wir müssen eine Klausurtagung machen und überlegen, wer kandidiert“, gab Ortsvorsitzende Marianne Unger zu bedenken. „Das ist schwierig geworden, weil man auch keine Mehrheiten mehr hat. Der Ton ist rauher geworden“, bedauerte sie. „Auch früher hat man sich immer mal beharkt in in der Stadtvertretung, aber hinterher saß man noch zusammen, das gibt es leider nicht mehr. Es werden harte Zeiten, aber wir bekommen das schon gewuppt“, schloss Marianne Unger.

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