Home Lokal Fehmarn Zweitwohnungssteuer sorgte für Diskussionsstoff. – Ein Leserbrief erklärt die Situation.

Zweitwohnungssteuer sorgte für Diskussionsstoff. – Ein Leserbrief erklärt die Situation.

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Zweitwohnungssteuer sorgt für Zündstoff. / Foto: Monika Schröder/Pixabay

Zweitwohnungssteuer sorgt für Diskussionen

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Die Zweitwohnungssteuer auf Fehmarn hat vor kurzem für reichlich Zündstoff in den Diskussionen gesorgt. Gleich mehrere Leserbriefe und weitere Veröffentlichungen haben die Gemüter, insbesondere in den sozialen Medien, hochkochen lassen.

Sachlich diskutieren

Das dieses Thema auch nüchtern und sachlich diskutiert werden kann, zeigt der Leserbrief von Frau Klemptner, welchen Sie der OH-Presse heute geschickt hat.

In ihm wird nicht nur die Thematik der Steuer, sondern auch der Wohnungsnot aufgegriffen.


Nachfolgend veröffentlichen wir den Leserbrief unverändert und in voller Länge. Inhalt und Meinung sind die des Autors.


Leserbrief von Doris Klemptner

Sehr geehrte Zweitwohnungsbesitzer,

rein finanziell betrachtet, kann vielleicht jeder Ihren Unmut verstehen, aber eben nur finanziell für Sie betrachtet. Aus Sicht der Stadt Fehmarn, und damit auch aus Sicht Ihrer Bürgerinnen und Bürger nicht.

Zweitwohnung auf Fehmarn ist Luxus

Eine Zweitwohnungssteuer ist, wie der Name schon sagt, eine Steuer für Menschen mit einem zweiten Wohnsitz. Ein Luxus, der für die meisten Fehmaranerinnen und Fehmaraner gar nicht erreichbar ist.

Zweitwohnungssteuer einstimmig beschlossen

Die Erhöhung der Zweitwohnungssteuer ist, jeweils einstimmig, von einer demokratisch gewählten Politik durch zwei Ausschüsse (Finanzausschuss und Stadtvertretung) abgestimmt worden. Unter anderem mit diesen Geldern trägt sie so direkt zur Entwicklung der Insel bei. Bürgerinnen und Bürger der Stadt Fehmarn tragen ihren nicht unerheblichen Teil zur infrastrukturellen Entwicklung mit ihrer Einkommenssteuer bei.

Alternativen für Zweitwohnungsbesitzer

Auch Sie, liebe Zweitwohnungsbesitzer, haben die Möglichkeit, sich mit Erstwohnsitz bei uns anzumelden und ein Teil Ihrer Einkommenssteuer hier abzuführen. So haben Sie auch die Möglichkeit, sich direkt vor Ort politisch zu engagieren und wichtige Entscheidungen auf der Insel zu beeinflussen.

Wohnungsnot auf Fehmarn

Eine weitere Möglichkeit wäre auch, dass Sie ihren Zweitwohnsitz der heimischen Bevölkerung zur Verfügung stellen und so aktiv etwas gegen die große Wohnungsnot auf der Insel unternehmen. – Bezahlbarer Wohnraum auf Fehmarn ist ein großes Problem und sie würden nicht nur keine Zweitwohnungssteuer zahlen müssen, sondern auch ganzjährig mit ihrer Wohnung Gutes tun und Geld verdienen.

Zweitwohnungssteuer auf Fehmarn: ein Beitrag zur Insel

Ein weiteres Modell, sicherlich das für sie Luxuriöseste, nutzen Sie zurzeit: Die besitzen Wohnraum auf unserer wunderschönen Insel in der Ostsee, profitieren von toll ausgebauten Promenaden, einer urigen Altstadt und lebenswerten Umgebung. Die Zweitwohnungssteuer ist Ihr Beitrag dazu.

Solidaritätsprinzip

Wie auch immer Sie sich entscheiden, jeder wird über unterschiedliche Steuer- und Finanzierungsmodelle individuell an der Infrastruktur beteiligt. Das ist Solidaritätsprinzip. Gewollt.

Bitte respektieren Sie den demokratisch einstimmigen Beschluss und akzeptieren Sie den durch unsere Politik eingebrachten Wählerwillen der Fehmaraner Bevölkerung.

Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen

ihre Doris Klemptner