Radio Sundfunk Abo-Bereich
Einloggen
In Heiligenhafen gibt es bald eine neue Attraktion

Grill & Chill Erlebnis auf dem Grillfloß „BBQ Island“

Christoph Stolpe (l.) und Philip Knorr haben ein Grill-Floß gebaut. Das kleine Floß für bis zu 8 Personen kann in Heiligenhafen gemietet werden. / FOTO: DENNIS ANGENENDT
In diesem Beitrag: „Eine Lounge auf dem Wasser“ Platz für acht Personen „Es ist alles noch zu ungewiss“ Pandemiefreundliche Freizeitaktivität Ausstattung wird gestellt Preise sind nach Tageszeit gestaffelt Vermietung bis Windstärke 3 Vorerst nur ein Nebenverdienst Sportboot-Führerschein nicht erforderlich Gemütlich ankern, chillen und grillen
Heiligenhafen. Anker werfen vor Heiligenhafen, gemütlich grillen und etwas trinken. Acht Personen finden auf dem "BBQ Island" Platz.

„BBQ Island, das besondere Grill & Chill Erlebnis. Karibik-Flair im deutschen Ostseeraum. Eine Insel, die einen in den ultimativen Urlaubs-Modus versetzt. Das war das erklärte Ziel“, nennen Christoph Stolpe und Philip Knorr ihre Beweggründe für ihr Projekt, ein Grillfloß namens „BBQ Island“.

„Eine Lounge auf dem Wasser“

Die Idee kam ihnen ganz spontan „vor maximal vier Wochen“, bei einem Rundgang um den Heiligenhafener Binnensee. „In der Abenddämmerung sahen wir die Hausboote und da dachten wir, es wäre doch schön, eine Lounge auf dem Wasser zu haben, auf der man gemütlich grillen und etwas trinken kann. Wir haben uns informiert“, so die beiden Dreißigjährigen, „und festgestellt, dass es so etwas beispielsweise auf der Müritz schon gibt. Und da dachten wir: Warum nicht auch hier? Dann haben wir uns schlau gemacht und schnell festgestellt: Deutschland ist das Land der Bürokratie.“ Deshalb haben sie erst einmal angefangen, zu  bauen, denn: „Wenn man etwas zum zeigen hat, geht es vielleicht schneller mit den Genehmigungen“, hoffen sie.

Foto: BBQIsland

Platz für acht Personen

Drei Wochen lang wurde in der Freizeit immer mal wieder an dem drei mal sechs Meter großen Floß gewerkelt. „Es war schwerer als gedacht, wir  haben uns das zuerst simpler vorgestellt, haben es dann aber relativ fix hochgezogen.“ Ein Kennzeichen haben sie inzwischen schon zugewiesen bekommen, dies muss jetzt noch von einem Gutachter abgenommen werden. Demnächst, wenn alle bürokratischen Hürden genommen sind, kann man „BBQ Island“ für die Dauer von 2,5 Stunden in Heiligenhafen mieten. Maximal acht Personen finden darauf Platz. Dienstagabend wurde es im Yachthafen der Warderstadt zu Wasser gelassen.

„Es ist alles noch zu ungewiss“

Mit der Werbung aber halten Philip Knorr und Christoph Stolpe sich etwas zurück: „Ein bisschen haben wir das schon angekündigt, aber es ist alles noch zu ungewiss, wir nehmen noch keine Buchungen entgegen, müssen abwarten, wie sich die Lage entwickelt.“ Denn momentan ist die Bootsvermietung pandemiebedingt verboten. Solange wird das Grillfloß gerne privat von ihnen genutzt.

Foto: BBQIsland

Pandemiefreundliche Freizeitaktivität

Hauptberuflich ist Christoph Stolpe in der Gastronomie tätig, die lange geschlossen war, erst seit kurzem ist bekanntlich wenigstens Außengastronomie gestattet. Philip Knorr ist eigentlich Bankkaufmann, coronabedingt viel im Homeoffice. So war es nicht verwunderlich, dass der Gedanke nach einer pandemiefreundlichen Freizeitaktivität aufkam: An der frischen Luft und mit einfacher Kontaktverfolgung.

Ausstattung wird gestellt

Alles, was man an Ausstattung braucht, wird gestellt. Das Geschirr befindet sich in einer Kiste, die bei Abfahrt übergeben wird und bei Ankunft schmutzig wieder entgegengenommen wird. Um die Reinigung brauchen sich die Mieter also nicht selbst kümmern. Die Miete erfolgt neben Geschirr und Besteck auch inklusive Gasgrill und Gasflasche, Schwimmwesten und Rettungsring, Mülleimer und Feuerlöscher, Motor und Paddel, SUP und einer Badeleiter. Ganz wichtig: auch ein Bluetooth-Lautsprecher findet sich im „Rundum-sorglos-Gesamtpaket“, damit man mit der richtigen Musik für gute Stimmung sorgen kann. Nur Getränke, Lebensmittel und gute Laune müssen selbst mitgebracht werden.

Preise sind nach Tageszeit gestaffelt

Die Preise sind nach Tageszeit gestaffelt, bewegen sich zwischen 100 Euro am Morgen und 200 Euro am Abend, inclusive Sonnenuntergang. Weitere Standorte befinden sich bereits in der Planung. Bald soll das erste Grill-Floß an den Start gehen, dann können Freunde und Familien eine einzigartige Zeit auf dem Wasser bei BBQ und kühlen Getränken verbringen.

Foto: BBQIsland

Vermietung bis Windstärke 3

 „Natürlich wollen wir Spaß und Entspannung anbieten“, so die Initiatoren. Das Wetter ist dabei allerdings ein nicht ganz zu unterschätzender Faktor. Denn wenn die Wurst vom Grill weht, ist es vorbei mit dem Grillvergnügen. Wetterbedingt kann es daher zu kurzfristigen Terminverschiebungen kommen. Und: „Eine Vermietung bei Wind mit mehr als 19 km/h Windgeschwindigkeit (Windstärke 3 in Bft) und einem Wellengang von 0,5 Metern ist nicht mehr möglich.“ Die Sicherheit steht immer im Vordergrund, betonen Philip Knorr und Christoph Stolpe. „Generell ist die Einschätzung vor Ort durch uns ausschlaggebend, ob ein Termin stattfinden kann oder nicht.“

Vorerst nur ein Nebenverdienst

Daher wird das BBQ Island wohl vorerst auch nur ein Nebenverdienst bleiben: „Eine witzige Geschichte, die man nebenbei so’n bisschen laufen lassen kann.“ Geplant sind mehrere Lounges: „Aber wir wollen erst einmal gucken, wie das Grillfloß angenomen wird, und die Feedbacks der Kunden abwarten. Aber wenn es gut läuft, klar, warum nicht.“

Sportboot-Führerschein nicht erforderlich

Ein Sportboot-Führerschein ist nicht erforderlich. „Das Mindestalter des Hauptmieters sollte allerdings mindestens 18 Jahre sein, da auf dem Wasser trotzdem einige Rechte gelten und man eine gewisse Verantwortung gegenüber anderen Teilnehmern auf dem Wasser hat.“ Wie im Straßenverkehr ist das Führen eines Fahrzeuges unter Alkoholeinfluss verboten.

Gemütlich ankern, chillen und grillen

Die Lounge aus Holz dient auch als Stauraum für Schwimmwesten und Paddel. Neben dem Grill ist eine kleine Theke für Salate, Saucen und derlei mehr vorhanden. Das Floß soll noch ein bisschen bepflanzt werden. Ein Bambusdach ist in der Planung, um die Passagiere vor Sonne zu schützen. Ein Elektromotor sichert die Manövrierfähigkeit. Auch wenn „BBQ Island“ nicht in erster Linie zum fahren gedacht ist: „Man kann sich bewegen, aber das ist nicht Sinn der Sache.“ Rausfahren ja, aber dann gemütlich ankern, chillen und grillen, so stellen es sich die Inhaber vor. Nähere Infos gibt es unter www.bbqisland.de.

Weitere Informationen
© 2020-2021 sundfunk.de