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Großenbrodes Tourismus-Chef Ubbo Voss befragte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz

„Sind Bürgerbegehren zu unterschwellig?“

Am Strand von Großenbrode. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF
In diesem Beitrag: Nicht alle schreien sofort "Hurra!" Lenkung der Besucherströme
Großenbrode. Er wollte es genau wissen: Großenbrodes Tourismus-Chef Ubbo Voss nutzte die Chance und befragte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz zum Thema Bürgerbegehren.

Großenbrodes Tourismus-Chef Ubbo Voss nutzte die Gunst der Stunde, einmal nachzuhaken: Anlässlich der Neugestaltung der Promenade weilte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz am Montag im Ostseeheilbad. „Sind Bürgerbegehren zu unterschwellig?“, wollte Voss von dem FDP-Politiker wissen – mit Rückblick auf das letztjährige Bürgerbegehren gegen einen Hotelneubau an der Mole, die Planungen wurden bekanntlich für zwei Jahre gestoppt .

Großenbrodes Tourismus-Chef Ubbo Voss warf die Frage auf: "Sind Bürgerbegehren zu unterschwellig?" / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Nicht alle schreien sofort „Hurra!“

Dem wollte Dr. Bernd Buchholz nicht zustimmen. „Die Quoren sind es nicht. Wenn es ein Bürgerbegehren gibt, dann muss man sich fragen, ob man genügend für das Projekt geworben hat“, konterte er. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass nicht alle sofort ,Hurra!‘ schreien, wenn ein Investor ein neues Hotel bauen will.“ Mit der richtigen Argumentation könne man auch Überzeugungsarbeit leisten, war sich der Wirtschaftsminister sicher: „Das kann man schaffen.“

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass nicht alle sofort ,Hurra!‘ schreien, wenn ein Investor ein neues Hotel bauen will.“ / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Lenkung der Besucherströme

Gefragt sei zudem eine Besucherlenkung. „Wir müssen den Menschen zeigen, wo zur Zeit der Strand leer ist, mit intelligenten Systemen die Besucherströme lenken“, so Dr. Bernd Buchholz, der dafür plädierte, „besser, länger und intensiver zu argumentieren und die Bürger/-innen früher zu beteiligen.“ Außerdem dürfe bei den Investor/-innen nicht für Verunsicherung gesorgt werden, ergänzte er.

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