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Die neu gestaltete P-WC-Anlage „Ostseeblick“ an der A 1 bei Heiligenhafen wurde wiedereröffnet

„Das ist der nutzerfreundliche Rastplatz der Zukunft“

Die neu gestaltete P-WC-Anlage „Ostseeblick“ an der A 1 bei Heiligenhafen wurde heute wiedereröffnet. Mit dabei: Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz sowie von der Autobahn GmbH des Bundes Klaus Franke, Direktor der NIederlassung Nord, und Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung (v.l.n.r.). / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF
In diesem Beitrag: Rastplatz „Ostseeblick“ dient als Pilotprojekt "Das klingt nach Urlaub und Meeresbrise" "Vorbild für ganz Deutschland" "Dies ist eine der zentralen transeuropäischen Achsen" Energieautarker Rastplatz Vier Schnelllademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge Die Anlage kann weiträumig ausgeleuchtet werden
Heiligenhafen. Am heutigen Mittwoch (21. Juli 2021) wurde die neu gestaltete P-WC-Anlage „Ostseeblick“ an der A 1 bei Heiligenhafen wiedereröffnet. Nutzerfreundlicher, nachhaltiger und serviceorientierter dient sie als Modellprojekt.

Unter dem Motto: „Mehr Sicherheit, mehr Service, mehr Sauberkeit“ wurde am heutigen Mitwoch (21. Juli 2021) die P-WC Pilotanlage, der Rastplatz „Ostseeblick“ bei Heiligenhafen in Fahrtrichtung Fehmarn, wiedereröffnet. Innovationen gibt es auch in den Bereichen Erholung für Kinder und Erwachsene sowie Solarenergiegewinnung und Elektroladeinfrastruktur für mehr Nachhaltigkeit .

Rastplatz „Ostseeblick“ dient als Pilotprojekt

Auch ein neuer Spielplatz wurde errichtet. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Zahlreiche Gäste konnte Klaus Franke, Direktor der Niederlasung Nord der Autobahn GmbH des Bundes, begrüßen. Diese nahm die Arbeiten zur Umgestaltung vor, seit Jahresbeginn obliegen ihr Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung der Autobahnen und Fernstraßen in Deutschland. Mit dem Pilotprojekt „Ostseeblick“ soll nun erprobt werden, wie unbewirtschaftete Rastanlagen bundesweit entlang der Autobahnen künftig sauberer und nutzerfreundlicher, nachhaltiger und serviceorientierter gestaltet werden können. Auch optimierte Erholungsmöglichkeiten sind dabei von Bedeutung.

„Das klingt nach Urlaub und Meeresbrise“

Live zugeschaltet war Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Live zugeschaltet war Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der ein Grußwort an die Versammlung richtete: „Sie können jetzt direkt an der P-WC-Anlage Urlaub machen“, scherzte er, „es ist so viel mehr als ein Rastplatz. Ostseeblick, das klingt nach Urlaub und Meeresbrise. Wir wollen, dass das Verweilen sich verbessert, hier wird Zukunft gemacht, sicherer, sauberer, moderner.“ Als weiteres Highlight sieht der Bundesverkehrsminister die vier Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge: „Der ,Ostseeblick‘ ist die erste unbewirtschaftete Rastanlage Deutschlands, die mit Schnellladesäulen ausgestattet wird. Laden muss einfach sein, immer, überall und für jeden“, betonte er. „Ich bin überzeugt: Das ist der nutzerfreundliche Rastplatz der Zukunft. Für Urlauber, Pendler und Trucker gleichermaßen.“

„Vorbild für ganz Deutschland“

„Der schleswig-holsteinische Tourismusminister bei der Arbeit“, scherzte Dr. Bernd Buchholz auf dem großen Drehsessel: „Mein Job hat auch schöne Seiten“, zeigte er sich zufrieden. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Dr. Bernd Buchholz (FDP), Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, geriet direkt ins Grübeln, welcher seiner Zuständigkeitbereiche am passendsten wäre. Fest aber stand für ihn: „Hier und heute sehen wir, dass gute Ideen des Nordens Vorbild für ganz Deutschland sind. Ich freue mich immer, wenn wir ein Pilotprojekt im Norden machen. Der ,Ostseeblick‘ zeigt, dass Schleswig-Holstein auch auf einem Rastplatz eine außergewöhnliche Aufenthaltsqualität hat.“

„Dies ist eine der zentralen transeuropäischen Achsen“

Viel zu bieten hat "der Rastplatz der Zukunft". / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

„Wir gucken hier nach Heiligenhafen und auch in Richtung Fehmarn. Und ein Stück an dieser Achse entlang in Richtung Beltquerung“, spann der Wirtschaftsminister den Bogen: „Auch das ist ein Meilenstein, den wir im letzten Jahr ein gutes Stück vorangebracht haben. Dies ist hier am ,Ostseeblick‘ eine der zentralen transeuropäischen Achsen“, fuhr Dr. Bernd Buchholz fort. „Mancher, der hier vor Ort ist, vergisst das, weil es hier so schön ist. Wir sind mitten in der STRING-Region (STRING steht für South Western Baltic Sea Transregional Cooperation- Implementing New Geography, Anm. d. Red.). Wir befinden uns zwischen Skandinavien und der Metropole Hamburg in einer Ecke, die den skandinavischen Raum mit Zentraleuropa auf ganz andere und neue Art und Weise zukünftig verbinden wird“, stellte der Wirtschaftsminister heraus.

Energieautarker Rastplatz

„Mit der Pilotanlage zeigen wir, dass wir den Nutzer und die Nutzerin ins Zentrum stellen“, erläuterte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes Stephan Krenz. Man müsse diese als Kunden und gut behandeln. Außerdem verwies er darauf, dass mit dem energieautarken Rastplatz ein Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet werde.

Vier Schnelllademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge

Eine Ladestation mit vier barrierefreien Ladepunkten mit Schnelllademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge wurde errichtet. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Sowohl auf dem WC-Dach als auch auf dem Lärmschutzwall gibt es Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung von Strom, der für den Betrieb der P-WC-Anlage genutzt wird und sie damit im Sommerhalbjahr energieautark sein lässt. Eine Ladestation mit vier barrierefreien Ladepunkten mit Schnelllademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge wurde errichtet. Auf der gesamten Anlage gibt es WLAN. Eine digitale Infotafel steht bereit. Die getrennten Müllbehälter verfügen über eine solarbetriebene Kompressionsmechanik. Über eine App kann die Sauberkeit der WC-Anlagen bewertet werden.

Die Anlage kann weiträumig ausgeleuchtet werden

Der Aussichtshügel hat als besondere Attraktion ein Fernrohr erhalten. Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, hat gerne einen Blick hindurchgeworfen. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Hell und weiträumig kann die Anlage ausgeleuchtet werden. Es gibt frei zugängliche Zapfstellen für Frischwasser. Ein Spielplatz wurde errichtet, Outdoor-Fitness-Geräte wurden bereitgestellt. Die Sauberkeit der Anlage soll durch eine neue abgezäunte Hundeauslaufzone verbessert werden. Neue, unterschiedliche Sitzgruppen laden zum Verweilen ein. Der Aussichtshügel hat als besondere Attraktion ein Fernrohr erhalten.

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