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Der Lensahner wird bei der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst dabei sein

It’s magic: Tjark Schlößer kann alle verzaubern

Tjark Schlößer wird am 14. Mai 2022 an der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst in Fürstenfeldbruck („Magica“) teilnehmen. / Foto: Privat
Lensahn. Seit knapp vier Jahren bereitet sich Tjark Schlößer mit einer möglichst kreativen Zaubernummer auf die "Magica" vor.

Tjark Schlößer wird am 14. Mai 2022 bei der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst in Fürstenfeldbruck („Magica“) in der Sparte Kartenkunst antreten. Mit seinen 19 Jahren ist Tjark nicht nur einer der jüngsten der insgesamt 39 Teilnehmer*innen, sondern auch der einzige Teilnehmer aus Schleswig-Holstein: Lensahn ist sein Heimatort.

Tjark Schlößer wird am 14. Mai 2022 an der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst in Fürstenfeldbruck („Magica“) teilnehmen. / Foto: Privat

Seit knapp vier Jahren bereitet Tjark sich vor

„Seit knapp vier Jahren bereite ich mich mit einer möglichst kreativen Zaubernummer auf diesen Wettbewerb vor, der wegen Corona bereits zweimal verschoben werden musste“, erzählt Tjark Schlößer.

Ein Zaubertrick im Kindergarten

Bereits in frühester Kindheit wurde sein Interesse für die Zauberkunst geweckt: „Als ich fünf Jahre alt war, hat mir eine Freundin im Kindergarten einen Zaubertrick gezeigt – den wollte ich auch können“, erinnert er sich lachend. „Ich habe mir also meinen ersten Zauberkasten gekauft, aber das Kunststück war nicht drin. Also kaufte ich den zweiten – und schon ging’s los.“ Inzwischen hat er deutlich mehr Zauberkästen, hinzu gekommen sind außerdem Tricks und Anleitungen, die man im Internet kaufen kann, ebenso wie diverse Sachen, die man zum Zaubern braucht, wie Tücher und Seile.

Tjark Schlößer zaubert seit frühester Kindheit. / Foto: Privat (Archiv)

Erste Auftritte vor Publikum

Es folgten kleine private Vorstellungen auf Familienveranstaltungen. In der fünften Klasse gab es dann in der Schule eine Projektwoche zum Thema Zaubern. Selbstverständlich nutzte Tjark Schlößer diese Gelegenheit und machte mit. Dabei kam er endgültig auf den Geschmack. Kurz danach folgten bereits erste Auftritte vor Publikum, beispielsweise im Altenheim, wo er gemeinsam mit zwei Freunden auftrat. Und er erhielt so manches Mal sogar eine kleine Gage.

Tjark Schlößer wird am 14. Mai 2022 an der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst in Fürstenfeldbruck („Magica“) teilnehmen. / Foto: Privat

Teilnahme an Treffen des Magischen Zirkels

Durch Franz Hieronimus, einen Zauberkünstler aus Neustadt, kam er zum Magischen Zirkel in Deutschland. Einmal monatlich finden Treffen in Lübeck statt, an denen Tjark Schlößer gerne teilnimmt. „Man muss auf jeden Fall Lust dazu haben“, betont der junge Zauberkünstler. „Eine positive Rückmeldung zu erhalten, ist toll. Wenn die Leute verblüfft sind, ist das die beste Motivation für mich, dabei zu bleiben und weiterzumachen.“

„Ich muss wissen, wie das Publikum reagiert“

Eine Herausforderung ist die Teilnahme an der bevorstehenden „Magica“, der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst in Fürstenfeldbruck, allemal für Tjark Schlößer. Keine drei Wochen sind es mehr bis zu seinem Auftritt: „Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb übe ich vor dem Spiegel oder der Kamera und gehe ständig meinen Text im Kopf durch“, verrät er. In Zeiten von Corona gestaltet sich das etwas schwieriger: „Ich muss ja wissen, in welche Richtung ich gucken muss, wie das Publikum reagiert und an welchen Stellen die Lacher kommen. Jetzt musste ich das Alles für mich selbst üben und gucken, was mich täuschen würde.“

Tjark Schlößer wird am 14. Mai 2022 an der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst in Fürstenfeldbruck („Magica“) teilnehmen. / Foto: Privat

Ein kleiner Gag, den nur Zauberkünstler*innen verstehen

Außerdem möchte er auch auf ein kleines Extra, „einen Gag, den nur Zauberkünstler*innen verstehen“, nicht verzichten. „Generell gibt es Tricks, die alle Zauberer kennen. Wenn man aber einen kleinen unerwarteten Überraschungsmoment hat, einen anderen Trickausgang, an den man als Laie gar nicht denken würde, dann geraten auch die Zauberer ins Staunen“, weiß Tjark Schlößer. Einen kleinen Einblick hat er der OHP im Interview gewährt, aber verraten werden wir nichts.

Fünf Juroren beurteilen anhand eines Punktesystems

Die „Magica“. In einem Theater in Fürstenfeldbruck findet die Deutsche Meisterschaft der Zauberkunst statt – ohne Moderation. „Fünf Juroren beurteilen die Zauberkünstler*innen anhand eines Punktesystems“, erklärt Tjark Schlößer das Procedere. „Fünfzig Prozent der Gesamtpunktzahl gibt es für die Präsentation, vierzig für die Tricktechnik – ob diese für Laien durchschaubar ist. Die restlichen zehn Prozent entfallen auf Kleidung, Aufbau und den Gesamteindruck. Dann gibt es eine Vorlage, wieviele Punkte für welche Abteilung erreicht werden müssen. Die wiederum ist abhängig vom Maßstab, der entscheidend für die Wertung ist.“

Tjark Schlößer wird am 14. Mai 2022 an der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst in Fürstenfeldbruck („Magica“) teilnehmen. / Foto: Privat

Nach zehn Minuten geht das Licht aus

Auch ein strenges zeitliches Limit gibt es: Zwischen mindestens fünf und höchstens zehn Minuten darf ein Auftritt dauern. „Bei mehr als zehn Minuten wird man disqualifiziert“, weiß Tjark Schlößer. „Eine Lampe leuchtet während des gesamten Auftritts, nach Minuten wird das Licht orange, nach zehn Minuten geht es aus und man wird disqualifiziert.“

Viel Glück, Tjark!

Vom 11. bis zum 15 Mai wird der junge Zauberkünstler aus Lensahn in die bayrische Kreisstadt Fürstenfeldbruck reisen. Vor seinem Auftritt am 14. Mai im Bereich „Kartenkunst“ mit der Startnummer 38 heißt es noch einige Dinge mit dem Regieteam zu besprechen. „Bei der Probe wird geschaut, welches Licht und wieviele Mikrofone ich brauche, und ob ich pyrotechnische Dinge plane.“ Und dann heißt es endlich: Bühne frei, it’s magic! Viel Glück, Tjark, wir drücken Dir die Daumen und sind gespannt, was Du uns weiter berichten wirst.

Weitere Infos gibt es unter www.tjark-schloesser.de und  www.magica2020.de.

Tjark Schlößer wird am 14. Mai 2022 an der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst in Fürstenfeldbruck („Magica“) teilnehmen. / Foto: Privat
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