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Nun doch: Zweitwohnungsbesitzer in Schleswig-Holstein sollen sofort abreisen

Nun doch: Zweitwohnungsbesitzer sollen abreisen.
In diesem Beitrag: Nun die Kehrtwende. Zweitwohnungsbesitzer in Schleswig-Holstein sollen sofort abreisen. Unterschiedliche Regionen brauchen unterschiedliche Handhabungen Ausbreitung des Coronavirus in Schleswig-Holstein muss verlangsamt werden Maßnahmen in Schleswig-Holstein müssen auch umgesetzt werden
Lokal. Grade gestern hat der Kreis Ostholstein eine Pressemitteilung veröffentlich, in der es Zweitwohnungsbesitzern zugesagt war, hier zu verweilen. Sie sollten sich jedoch an die Regeln wie alle Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner halten.

Auch Ministerpräsident Daniel Günther nahm dazu sogar extra eine Videobotschaft auf, in der er diesen Entschluss nochmal darstellte, aber auch deutlich sagte: Bleiben Sie zu Hause.

Nun die Kehrtwende. Zweitwohnungsbesitzer in Schleswig-Holstein sollen sofort abreisen.

„Die eindringliche Bitte, von der Nutzung einer Zweitwohnung abzusehen, ist bei Vielen ungehört verklungen. Der Kreis Ostholstein zieht hieraus die Konsequenzen und untersagt nahezu jegliche Nutzung von Nebenwohnungen im gesamten Kreisgebiet.“ schreibt der Kreis Ostholstein in einer Pressemitteilung.

Die Landesregierung hat schon heute am Nachmittag Zweitwohnungsbesitzer, die sich in Schleswig-Holstein aufhalten, erneut dringend zur Abreise in ihre Heimatorte aufgefordert. Zudem verbiete sich Zweiwohnungsbesitzern angesichts der Corona-Pandemie eine Anreise zu einer Zweitwohnung in Schleswig-Holstein, sagte Ministerpräsident Daniel Günther heute (20. März) in Kiel.

Unterschiedliche Regionen brauchen unterschiedliche Handhabungen

Günther verwies darauf, dass die Regionen im Land in unterschiedlicher Weise durch die Nutzung von Zweitwohnungen betroffen seien. Aus diesem Grund sei eine landesweite Regelung derzeit nicht erforderlich. Am meisten betroffen seien nach den vorliegenden Informationen die Kreise Nordfriesland und Ostholstein. Zielführend sei daher eine regional differenzierte Regelung, die betroffene Kreise in eigener Zuständigkeit vornehmen könnten und sollten.

Ausbreitung des Coronavirus in Schleswig-Holstein muss verlangsamt werden

Ziel aller Maßnahmen müsse es sein, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Jede Zweitwohnungsnutzung unterlaufe die derzeitigen Anstrengungen der Landesregierung, das Reiseaufkommen drastisch zu verringern und die Gesundheitssysteme in den Tourismusregionen bestmöglich zu entlasten, sagte Günther. Von der Nutzung der Zweitwohnungen sei daher im Moment dringend abzuraten.

Maßnahmen in Schleswig-Holstein müssen auch umgesetzt werden

Vorrangiges Ziel aller Behörden des Landes sei es derzeit, die vom Land beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus umzusetzen, sagte Günther. Schleswig-Holstein habe frühzeitig restriktive Maßnahmen, wie die Schließung von Restaurants, ergriffen, denen andere Länder jetzt folgen. „Unser Ziel ist es, auf generelle Ausgangssperren, die im Moment diskutiert werden, zu verzichten. Aber das können wir nur, wenn sich alle auch an diese Regeln halten.“ Günther bat alle Mitbürgerinnen und Mitbürger in dieser Zeit, solidarisch zu sein.

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