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Feuer bei der Feuerwehr: Das ist in Oldenburg passiert

Die Einsatzkräfte vor der ausgebrannten Fahrzeughalle. / Foto: arj
In diesem Beitrag: Einsatzkräfte müssen auf Hilfe der Nachbarwehren warten Retten was zu retten ist Feuerwehr nicht mehr einsatzbereit Notfallseelsorger betreuen Einsatzkräfte Brandursache wird ermittelt
Oldenburg in Holstein. Am Dienstagmorgen kam es zu einem Feuer im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Oldenburg in Holstein. Ein Fahrzeug brannte komplett aus, alle anderen Fahrzeuge konnten noch aus der Halle geholt werden, sind aber kontaminiert oder beschädigt.

Am Dienstagmorgen kommt es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Feuer im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in der Ringstraße. Die Feuerwehr musste auf die Hilfe anderer Feuerwehren warten, da die komplette Halle stark verqualmt war und auch an einer Stelle Feuer zu sehen war. Ein Fahrzeug brannte komplett aus, alle anderen Fahrzeuge konnten zwar aus der Halle gefahren werden, sind aber nicht mehr einsatzbereit. Die Polizei ermittelt nun die genaue Brandursache.

Einsatzkräfte müssen auf Hilfe der Nachbarwehren warten

Es ist der Supergau für jede Feuerwehr: Feuer im eigenen Gerätehaus. So geschehen am Dienstagmorgen in Oldenburg in Holstein. Die Einsatzkräfte werden um vier Uhr nachts zu ihrer eigenen Feuerwehr alarmiert. „Als die ersten Kräfte eintrafen war bereits eine starke Rauchentwicklung und ein Feuerschein zu sehen“, erklärte Pressesprecher Heino Lafrenz vom Kreisfeuerwehrverband Ostholstein. Die freiwilligen Helfer stehen fassungslos und geschockt vor ihrer Feuerwehr. Sofort ließ die Einsatzleitung Nachbarwehren alarmieren.

Retten was zu retten ist

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Oldenburg konnten unterdessen ihre Einsatzschutzkleidung noch aus dem Sozialtrakt holen. Auch andere Dinge aus dem Gebäudeteil konnten noch herausgebracht werden. Doch an eine Brandbekämpfung war nicht zu denken. Viel zu stark quoll der Rauch aus der Fahrzeughalle. Als erste Wache traf dann die Feuerwehr Heiligenhafen ein, die umgehend mit der Brandbekämpfung begann. „Das Feuer ist vermutlich bei einem Löschfahrzeug ausgebrochen“, sagte Lafrenz. Parallel begannen die weiteren eingetroffenen Einsatzkräfte mit der Bergung der noch in der Halle befindlichen Fahrzeuge. Unter Atemschutz konnten noch zwei Rolltore geöffnet werden um dort die Fahrzeuge nach draußen zu fahren. Doch alle Fahrzeuge sind durch Ruß und den Brandrauch kontaminiert und teilweise stark beschädigt.

Feuerwehr nicht mehr einsatzbereit

„Durch die starke Hitzeentwicklung und den Brandrauch sind die Fahrzeuge allesamt nicht mehr einsatzbereit“, erklärte Heino Lafrenz. Auch das Gerätehaus ist durch die Hitzentwicklung stark beschädigt worden. Kabel sind geschmolzen, Rolltore nicht mehr funktionsfähig und überall sieht man an diesem Morgen stark verrußte Gebäudeteile im Inneren. „Die Wehr- und Kreisführung zusammen mit der Stadt Oldenburg planen jetzt schon, wie der Brandschutz in der Stadt Oldenburg in Holstein aufrechterhalten werden kann.

Notfallseelsorger betreuen Einsatzkräfte

„Ich habe in viele Gesichter schauen können und einfach nur Entsetzen sehen können“, zeigte sich Heino Lafrenz sichtlich bewegt. Es ist eben der Supergau, den kein Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau erleben möchte. Notfallseelsorger kümmerten sich umgehend um die Einsatzkräfte der Feuerwehr Oldenburg und auch alle anderen, die mit der Feuerwehr verbunden sind. 

Brandursache wird ermittelt

Was nun letztendlich das Feuer ausgelöst hat, dass wird nun die Polizei ermitteln. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr war das Feuer an einem Löschfahrzeug ausgebrochen. Wie es zu dem verheerenden Feuer in der Fahrzeughalle kam, bleibt unklar. Die Feuerwehr Oldenburg wird bis auf weiteres nicht einsatzbereit sein. Die Stadt Oldenburg plant an einer schnellen Lösung um den Brandschutz in der Stadt aufrecht zu erhalten. Die Schadenssumme ist noch nicht bekannt. Ob es Verletzte bei dem Einsatz gab, ist nicht bekannt.

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