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Zwei mobile Imfteams mit 400 Dosen Biontech waren vor Ort

Schüler*innen ließen sich an der Beruflichen Schule in Oldenburg impfen

Thomas Hohlbein, Regina Löber, Monika Schmahl und Niels Bong freuen sich, dass die Impfaktion gut angenommen wird. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF
Fehmarn. Viele Schüler/-innen der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg nutzten gerne das Angebot, sich vor Ort impfen zu lassen.

„Wir wurden direkt zum Schulstart informiert, dass wir diese Woche mit dem Impfen starten können“, erklärt stellvertretender Schulleiter Thomas Hohlbein. Am gestrigen Mittwoch (11. August 2021) nutzten zahlreiche Schüler/-innen der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg die Chance, sich in ihrer Schule gegen Covid 19 impfen zu lassen. Eine Initiative, die vom Bildungsministerium ausgeht: Zwei mobile Impfteams waren vor Ort, 400 Dosen Biontech im Gepäck. Ferner laufen Gespräche mit dem Impfzentrum Lensahn, um dort noch weitere Impftermine für die Schüler/-innen zu ermöglichen, teilt Thomas Hohlbein mit.

„Es gibt einiges zu tun in Corona-Zeiten“

„Ich lasse mich impfen, um wieder mehr Freiheiten zu bekommen, und um andere Leute und mich selber zu schützen“, begründet die siebzehnjährige Jenny ihre Entscheidung. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Thomas Hohlbein hat derzeit viel zu tun: „Die Stelle des Schulleiters ist seit dem 1. April 2021 vakant und wird hoffentlich bald besetzt werden, solange darf ich beide Aufgaben übernehmen. Wir haben ein tolles Leitungsteam, die Arbeit ist gut aufgeteilt“, stellt er heraus, „aber es gibt einiges zu tun in Corona-Zeiten.“ Unterstützung für die Impfaktion fand er nicht nur in Abteilungsleiter Niels Bong, sondern auch in den Abteilungsleiterinnnen Monika Schmahl und Regina Löber, die im engen Kontakt mit den Impfteams und impfenden Ärzten standen und den Hauptteil der Organisation übernahmen.

„Wir sind durch alle Klassen gegangen“

Auch Niels Bong zeigte sich erfreut, die Impfteams zu Gast zu haben: „Wir haben auf zwei Etagen zwei Impfstationen mit je vier Klassenräumen eingerichtet.“ Durch die anderweitige Nutzung der Räume mussten einige Schüler/-innen des Beruflichen Gymnasiums beurlaubt werden und wurden dafür um 9.45 Uhr zuerst zur Impfung eingeladen. Im Anschluss daran wurden – um Wartezeiten zu vermeiden – „nach und nach“ die Schüler/-innen aus den anderen Bildungsgängen direkt aus den Klassenräumen abgeholt. Erst am Vortag habe die Schule erfahren, dass auch Lehrer und sogar externe Personen vorbeikommen können: „Die Info haben wir noch schnell auf Social Media geteilt“, erläutert Niels Bong. 1.500 Schüler/-innen besuchen die Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg. „Wir sind durch alle Klassen gegangen und haben Werbung gemacht. Zwanzig bis dreißig Prozent von ihnen sind bereits geimpft, da ist also noch Luft nach oben.“

Ein mobiles Impfteam besteht aus vier Personen

Taher Hassan ist seit Januar 2021 Impfarzt im mobilen Impfteam des Landes Schleswig-Holstein. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

Taher Hassan ist seit Januar 2021 Impfarzt im mobilen Impfteam des Landes Schleswig-Holstein. Ein jeweils vierköpfiges Team, bestehend aus Arzt/Ärztin, Fahrer/-in, Medizinischer Fachangestellter/medizinischem Fachangestellten und Impfhelfer/-in für die Dokumentation bildet eine mobile Einheit, gewährt er Einblick in seine Arbeit: „Heute sind zwei Teams – aus Ratzeburg und Oldesloe – hier vor Ort. Zuerst hatte das Land sechzehn mobile Teams, jetzt sind es nur noch zehn. Insgesamt haben wir heute vierhundert Dosen Biontech dabei.“

„Ich wollte mich sowieso impfen lassen“

"Es ist sehr praktisch, dass ich mich gleich hier in der Schule impfen lassen kann“, meint Hanna, 16 Jahre. / FOTO: HILKE HAHN-WOLFF

„Ich finde das sehr gut.“ Gerne nutzt die sechzehnjährige Hanna das Angebot an ihrer Schule: „Ich wollte mich sowieso impfen lassen, hätte mich dann beim Impfzentrum oder Hausarzt auf die Liste setzen lassen. Es ist sehr praktisch, dass ich mich gleich hier in der Schule impfen lassen kann.“ Viele Einschränkungen haben insbesondere die Jugendlichen in der Pandemie hinnehmen müssen: Mal wieder Party machen wäre schon schön. Auch Jenny, 17 Jahre, nutzte die Chance: „Ich lasse mich impfen, um wieder mehr Freiheiten zu bekommen, und um andere Leute und mich selber zu schützen“, begründet sie ihre Entscheidung.

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