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Zeug/innen und mögliche Geschädigte werden gesucht

Erst neben der Spur, dann auf Abwege geraten

Das Blaulicht an einem Polizeiwagen ist eingeschaltet. David Inderlied/dpa/Illustration
Ostholstein. Ein Unfallgeschehen oder ein konkreter Unfallort ist bislang nicht bekannt.

Am Dienstag (19. Juli 2022) meldete ein Zeuge auf der Autobahn A1 einen in Richtung Norden fahrenden PKW Volvo V70. Der Wagen wurde in auffälliger Fahrweise geführt, eine Kontrolle war ohne Gefahr zunächst nicht möglich. Der Fahrzeugführer und das Fahrzeug konnten später im Bereich Stawedder bei Süsel gefunden werden. Der Mann war deutlich alkoholisiert und kam in ein Krankenhaus.

In Schlangenlinien über die A1

Gegen 13 Uhr rief ein Zeuge die Polizei, weil er im Bereich Reinfeld in Holstein einen PKW Volvo wahrgenommen hatte, der immer wieder beschleunigte und abbremste, sowie in Schlangenlinien geführt worden sein sollte. Auf Höhe Seeretz verlor der Zeuge das Fahrzeug aus den Augen. Eine Streifenwagenbesatzung des Polizei Autobahn- und Bezirksreviers Scharbeutz konnte den Volvo bei Scharbeutz entdecken und die Verfolgung aufnehmen. Auf Haltsignale regierte der Fahrzeugführer nicht, er verließ an der Ausfahrt Eutin die Autobahn.

Mehrere Streifenwagen fahndeten nach dem Volvo

Anschließend konnte der Volvo nicht mehr gesichtet werden und mehrere Streifenwagen der Autobahn und des Polizeireviers Neustadt fahndeten nach dem Wagen – zunächst ohne Erfolg. Etwa eine halbe Stunde später meldete sich ein Mitarbeiter einer Werkstatt in Süsel bei der Polizei. Der Wagen sei dort auf den Hof gefahren und würde vorn rechts nur auf der Felge fahren. Auf Ansprache reagierte der männliche Fahrzeugführer nicht, stattdessen fuhr er wieder davon. Eine erneute Fahndung verlief abermals erfolglos. Lediglich eine abgefahrene Reifendecke konnte im Nahbereich gefunden werden.

Das Auto stand gute 600 Meter weit auf einem Acker

Nun war es eine Radfahrerin, die sich im Bereich Stawedder bewegte. Sie entdeckte den Mann, der, wie sich später herausstellte, aus Hessen stammt, an einer Feldeinfahrt mit Blutanhaftungen im Gesicht und alarmierte gegen seinen Willen die Polizei. Angeblich suchte er nur sein Auto. Dieses fanden die Polizisten im Süseler Feld gute 600 Meter weit auf einem Acker. Die Streifenwagenbesatzung, die den Wagen auf der Autobahn kontrollieren wollte, erkannte den Mann als Fahrzeugführer wieder.

Zum Gesundheitszustand können keine Angaben gemacht werden

Der 51-jährige Mann gab an, auf dem Weg nach Bad Malente gewesen zu sein. Er wies bei einem freiwilligen Atemalkoholtest einen vorläufigen Wert von 2,30 Promille auf. Aus diesem Grund wurde ihm in einem nah gelegenen Krankenhaus eine Blutprobe entnommen. Wegen seiner deutlich sichtbaren Verletzungen blieb der Hesse gleich zur weiteren Untersuchung in dem Krankenhaus. Zu seinem aktuellen Gesundheitszustand können keine Angaben gemacht werden.

Ein Unfallgeschehen ist bislang nicht bekannt

Sein Fahrzeug wurde abgeschleppt. Gegen den 51-Jährigen wird nun in einem Verfahren wegen des Verdachts des Führens eines Fahrzeugs unter dem Einfluss alkoholischer Getränke ermittelt. Ein Unfallgeschehen oder ein konkreter Unfallort ist bislang nicht bekannt. Vor diesem Hintergrund werden weitere Zeugen, aber auch mögliche Geschädigte, die etwas zur Fahrtstrecke des Hessen in seinem Volvo oder gar zu einem möglichen Unfallgeschehen machen können, gebeten, sich beim Polizei Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz unter der Rufnummer 04524-7077100 oder per Mail unter scharbeutz.pabr@polizei.landsh.de zu melden.

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